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Adlerfarn


botanisch: Pteridium aquilinum
Adlerfarn (Pteridium aquilinum) Pflanzen
Adlerfarn (Pteridium aquilinum)
Pflanzen


Der Adlerfarn wächst weltweit in zahlreichen verschiedenen Formen. Er bevorzugt lichte Wälder, Waldränder oder Weiden.

Der Adlerfarn besitzt einen Blattstiel, der im Querschnitt einen Umriss zeigt, der einem Adler mit ausgebreiteten Schwingen ähnelt. Dieser Ähnlichkeit verdankt der Adlerfarn sowohl seinen deutschen Namen als auch seinen botanischen Artnamen aquilinum (lat. aquila = Adler).

Es heißt, eine Matraze oder ein Oberbett gefüllt mit Adlerfarn sei das gesündeste Schlaflager, das man sich vorstellen kann. Auf Adlerfarn ruht sich der Mensch gut aus, Gliederschmerzen, Gicht und rheumatische Schmerzen werden geheilt. Läuse, Wanzen und Flöhe wiederum vertragen den Adlerfarn gar nicht und flüchten vor ihm.

Hierbei ist es wohl offensichtlich sehr wichtig, dass man nur jungen Adlerfarn verwendet, der noch keine Sporen ausgebildet hat, denn zwischenzeitlich hat man herausgefunden, dass bereits durch das Einatmen der Sporen Krebserkrankungen herbeigeführt werden können. Waldarbeitern in adlerfarnreichen Gegenden wird daher sogar das Tragen von Schutzmasken empfohlen.




In Amerika, aber auch in Japan, werden sehr junge Adlerfarn-Wedel, die noch etwas zusammengerollt sind und noch keine Sporen ausgebildet haben, als Gemüse gekocht und gegessen. Man nennt sie dort fiddleheads.

Im Adlerfarn entwickelt sich jedoch auch ein giftiger Bestandteil, der beim Kochen nicht zerstört wird. Isst man zu große Mengen des Adlerfarns führt dieses Gift zu einer langsamen Zerstörung des Knochenmarks. Im Körper bilden sich daraufhin große Blutgerinnsel, die schließlich zum Tod führen können.

Vermutlich hängt diese Giftstoffwirkung aber auch mit der Entwicklung der Sporen zusammen, weshalb darauf hingewiesen wird, dass nur junge Adlerfarn-Wedel OHNE Sporen für die Zubereitung eines Gemüsegerichtes geeignet sind.

Beim Adlerfarn ist es also wichtig, ihn zu sammeln, BEVOR sich die Sporen zwischen Juli und September bilden. Die Blütezeit (Juli-September) bezieht sich daher in diesem Fall nicht auf die Blüte (Adlerfarn blüht nicht), sondern auf die Entwicklung der Sporen.

ACHTUNG ... beim Verzehr:
Adlerfarn hat eine menstruationseinleitende Wirkung. Schwangere dürfen den Adlerfarn daher weder einnehmen, noch auf ihm liegen.

Adlerfarn besitzt folgende therapeutische Eigenschaften
» menstruationsfördernd, menstruationeinleitend
» wurmabtötend (anthelmintisch)
Adlerfarn hilft bei folgenden Krankheiten & Beschwerden
» Augenflimmern
» Brandwunden, Verbrennungen
» Flöhe
» Gangrän
» Gicht
» Hexenschuss
» Krämpfe, Wadenkrämpfe, Fußkrämpfe
» Läuse, Kopfläuse
» Müdigkeit, Erschöpfung
» Rheuma
» Wanzen
» Wurmbefall, Fadenwürmer, Spulwürmer, Bandwürmer

Adlerfarn-Rezepte für Gesundheit und Wohlbefinden

Trockener Adlerfarn gegen kalte und müde Füße
Wenn du unter müden oder kalten Füßen leidest, lege einfach ein wenig getrockneten Adlerfarn in deine Schuhe.

Apfelessig mit Adlerfarn
» 4 Liter Apfelessig
» 1 großer Strauß Adlerfarn mit Wurzeln
» Blätter und Wurzeln klein hacken
» Adlerfarn und Apfelessig mischen
» 3 Tage ziehen lassen
» abfiltern
» in dunklen Flaschen aufbewahren

Dieser Adlerfarn-Essig hilft äußerlich angewendet zum Einreiben gegen Gicht, Rheuma, Wadenkrämpfe, Verbrennungen und Verbrühungen.



Adlerfarn enthält folgende Inhaltsstoffe
» Ätherische Öle:Farnesol
» Catechingerbstoffe
» Enzyme:Thiaminase
» Norsesquiterpenglykoside:Ptaquiloside
» Schleimstoffe

Blüte:von Juli bis September
Ernte:von März bis Mai

Adlerfarn-Tipps für den Gärtner

Der Adlerfarn unterscheidet sich von anderen Farnen unter anderem dadurch, dass er auf der Rückseite seiner Farnwedel nahe der Blattränder Sporenbehälter besitzt. (kleine braune Knübbelchen).

Da das Wurzelgeflecht (Rhizom) des Adlerfarns sehr stark wuchert, empfiehlt es sich, den Adlerfarn im Garten direkt mit einer Wurzelsperre einzupflanzen!



Tonias Wunschliste

Tonias Wunschliste

Quellen und Weiterführende Literatur
» Der neue KOSMOS Heilpflanzenführer
» Pater Simons Hausapotheke
» Das große Kräuterheilbuch
» Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen



3 Kommentare zu diesem Artikel


Manche Koreaner, die in Deutschland leben, sammeln die jungen Sprossen, behandeln sie wie oben geschildert, und schicken ihn getrocknet an Verwandte in Korea. Ich habe das im Westerwald beobachtet und durch Befragen Erlärungen bekommen: der Farn sei in Korea selten geworden, das Sammlen zu mühsam und deshalb das Produkt zu teuer.
Koreanischer Name "Kosari"

geschrieben von Dr.Hans-Jürgen Zaborowski am 14.05.2015 um 17:15 Uhr


muß mich bei meinem komentar verbessern, zu allererst muß der adlerfarm abgekocht werden, dann gewässert werden u.s.w. entschuldigung. gruß marga

geschrieben von Marga W. am 19.05.2013 um 16:21 Uhr


Meine Bekannte ist aus Korea. Sie sammelt die jungen Sprossen z.Z. legt sie 24 Stunden in Wasser, spült sie ab, dann neues Wasser das wiederholt sie 1 Woche, anschließend wird alles getrocknet um die Giftstoffe zu entfernen, sagt sie. Aufgekocht wird er zu Reis gegessen. Habe probiert, wenig Eigengeschmack. soll sehr gesund sein.
Gruß Marga W.

geschrieben von Marga W. am 19.05.2013 um 14:56 Uhr




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