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Forenthema: Fastentipps

» Forum: Spezielle Fragen zum Heilfasten

am 10.01.2011 um 19:40 Uhr
... hat ivanbasso geschrieben:
ivanbasso
ivanbasso
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Beiträge: 57

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von ivanbasso am 11.01.2011 um 00:17 Uhr ]

So, hier nochmal aktualisiert meine privaten (also für meine zukünftigen Kuren gedachten) Fastentipps. Evt. kann ja jemand etwas davon gebrauchen und ansonsten sind sie zumindest nicht weg, wenn meine Festplatte mal kaputt geht oder das Haus abbrennt.

I. Der Fastenstart: Das Schwierigste
Hunger entsteht in erster Linie im Kopf (Gelüste), zumindest wenn man nichts im Darm hat. Deswegen ist an den ersten beiden Tagen mit F.X. Passage-Salz „ordentlich abzuführen“ und optischen und olfaktorischen Reizen aus dem Weg zu gehen.
Gelegentliche Kopfschmerzen treten in den ersten drei Tagen auf, wogegen Bewegung an der frischen Luft im Pulsbereich von 100 bis 130 am Besten hilft. An Tag 2 ist die Säurebelastung und Kraftneigung am Höchsten, neben Kopf- können Muskelschmerzen auftreten. Abhilfe schafft die rechtzeitige und nicht zu sparsame Einnahme von ausgepressten oder ausgekochten Zitrusfrüchten (Zitronen, Pampelmusen), Tee (Brennnesseltee und sonstiger, der Niere und Leber fördert), Dampfdusche sowie Einlauf, Leberwickel und Ölziehen als klassische Entgiftungshilfen. Auch Probleme beim Einschlafen (vor allem durch Süßhunger) sind in den ersten Nächten am Größten. Hilfsmittel: Wärmflasche, Schlaftee (Bad Heilbrunner/ REWE o. Edeka), frischer Zitronensaft, lange gebrühter Matetee in Bettnähe und notfalls eine Schlaftablette.
Sport sollte in der Startphase dosiert gemacht werden und man die ersten Tage frei haben (ggf. Beginn aufs WE legen). Kleineren Schwächegefühlen und Zweifeln sollte mit der Erinnerung an die guten Fastenerfahrungen begegnet werden (problemlos bis zu dreimal täglich Sport/Bewegung und Euphorie). Während des kompletten Fastens: nach längerem Liegen oder Sitzen nicht zu schnell aufstehen.
Der Gewichtsverlust ist zu Beginn am Höchsten, da der Körper Darminhalt und eingelagertes Wasser ausspült.

II. Nach der Stoffwechselumstellung
Ist der Darm leer und der Körper hat die letzten 4000 bis 6000 Kalorien aus der Leber verfeuert, ernährt er sich „von Innen“ von den Fettdepots. Daneben wird auch Muskeleiweiß abgebaut, dem zum einen durch viel Sport/Bewegung entgegnet werden kann und zum anderen mit der Einnahme von Almased Vitalkost bei längerer Fastendauer. Danach werden je nach sportlicher Betätigung nur noch so 400 bis 600g verloren, wobei die Schwankungen je nach Wasserhaushalt und Salzaufnahme (bindet Wasser) enorm sein können. Gewogen wird morgens nach Entleerung der Blase und dann ist zu bedenken, dass 2 bis 3kg an Wasser/Darminhalt fehlen können.

III. Ernährung während des Fastens
1. Wasser: stets mit frischen Zitronenscheiben
2. Tee: verschiedene Kräutertees, Mate- oder Roibushtee (auch mal ohne Ingwer), abends Schlaftee; lecker: Wasser im großen Topf aufkochen mit Äpfeln, Orangen, Zimt, Ingwer, Nelken, Zitronenabrieb
3. Saft: den teuren, aber guten Rotkäppchen-Saft oder selbst auspressen aus Orangen und anderen Zitrusfrüchten. Stets gut verdünnt trinken. Gemüsesäfte können weggelassen werden, da man sie schnell über hat
4. Gemüsebrühe: Bio-Fertigbrühe genügt; selbst gekochte ist aufwändig und man hat sie schnell über. Zum Salz in fertiger Brühe: entgegen früherer Ansichten wird es heute als ratsam erachtet, jeweils geringe Mengen an Kochsalz zuzuführen, um einem Natriummangel vorzubeugen
5. Kaffee: besonders in den ersten Tagen sollte darauf verzichtet oder zumindest ohne Honig getrunken werden (Übersäuerung). Bevor man allerdings riskiert, den schwierigen Fastenstart nicht hinzubekommen, kann man sich lieber ein, zwei Tassen täglich gönnen! Danach kann man ruhig zwei, drei kleine Tassen am Tag mit 1,5%- Milch, Zimt und wenig Honig trinken.
6. Nahrungsergänzungsmittel:
Magnesium + Kalium (!) und hin und wieder Calcium, Zink, Eisen usw. Vitamine hat der Körper für einen Monat vorrätig und sie werden auch durch die Säfte zugeführt, dennoch ist eine Einnahme von Komplettpräperaten ab und zu sinnvoll. Für die Startphase ggf. Basenpulver.
7. Almased: [ergänzen]
8. Abführmittel: nur zu Beginn Passage-Salz und später nur noch mit Sauerkrautsaft, Apfelessig oder einem Einlauf

IV. Aufbautage und Jojo-Effekt vermeiden
A und O ist es, den Stoffwechsel langsam wieder umzustellen und nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen (siehe Buch: „Richtig essen nach dem Fasten*“). Die Kurausleitung ist die wichtigste Phase für eine dauerhafte Gewichtsreduktion und nach der Startphase die schwierigste. Bewährtes:
Tag 1: morgens nix, mittags einen reifer großer Apfel oder Birne, abends entweder dünne Gemüsesuppe (Karotte-Ingwer-Kartoffel) oder selbst angerührter Kräuterquark mit dunklem Knäckebrot oder frischer Rohkost (in erster Linie Karotten und Tomaten)
Tag 2: morgens Apfel oder Birne in ein gutes Müsli gestückelt und Milch und Zimt dazu, danach je nach Appetit und Bauchgefühl Suppe, Kräuterquark, Rohkost
Tag 3 bis 5: im Grunde so weiter machen, langsam frisches Brot einbauen und ggfs. auch dünnen Aufschnitt, je nach Länge der Fastenzeit. Ab dann: um langsam mehr Fleisch (also Fett und Eiweiß) in die Ernährung einzubauen, ist eine frisch zubereitete Hühnersuppe (kleines Huhn, frische Kräuter, dazu Erbsen, Möhrchen und dünne Nudeln) bzw. gekaufte Hühnersuppe lecker und bekömmlich, dazu enorm elektrolytehaltig.


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am 10.01.2011 um 20:45 Uhr
... hat Sam_78 geschrieben:
Sam_78
Sam_78
... ist OFFLINE

Beiträge: 48

Hi,

find ich gut die Auflistung...
Alles erklärt

Sehr schön!

LG
Sam


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weiter ...

am 10.01.2011 um 21:18 Uhr
... hat Niky geschrieben:
Niky
Niky
... ist OFFLINE

Beiträge: 7

Zitat:



5. Kaffee: besonders in den ersten Tagen darauf verzichtet oder zumindest ohne Honig getrunken werden (Übersäuerung). Bevor man allerdings riskiert, den schwierigen Fastenstart nicht hinzubekommen, kann man sich lieber ein, zwei Tassen täglich gönnen! Danach kann man ruhig zwei, drei kleine Tassen am Tag mit 1,5%- Milch, Zimt und wenig Honig trinken.




Ich dachte während der fastenzeit garkein Kaffee??

Aber der Rest ist super zusammengeschrieben.

frage: die 2 - 3 Kilo sind also nur Wasserverlust?Das heißt ja man nimmt in der ersten Woche überhaupt nicht ab.

Lg, Niky


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am 11.01.2011 um 00:11 Uhr
... hat ivanbasso geschrieben:
ivanbasso
ivanbasso
... ist OFFLINE

Beiträge: 57

Wie gesagt, die Notizen sind an sich zur eigenen Verwendung, so dass nicht alles verallgemeinerungsfähig ist und auf jeden passt.

Zitat:


ich dachte während der fastenzeit gar kein Kaffee??



Ich gönne mir den halt ab und zu und fahre ganz gut damit. Trinke aber auch im normalen Alltag max. 3 oder 4 kleine Tassen am Tag, meistens eher weniger.


Zitat:

frage: die 2 - 3 Kilo sind also nur Wasserverlust?Das heißt ja man nimmt in der ersten Woche überhaupt nicht ab.




Ich denke, das hängt von vielen Faktoren ab, z.B: Wie nah ist man dem Idealgewicht? Aus wieviel Flüssigkeit/ Fett/ Muskelmasse besteht der eigene Körper? Wie voll war der Darm vorher (ich mache immer einen sehr kurze Entlastung und fahre gut damit)? Wieviel wird getrunken und wie läuft die Entgiftung? Wieviel Sport wird gemacht und wieviel wurde vorher gemacht? Wassereinlagerungen?

Kann man also pauschal nicht sagen. Bei mir weiß ich erfahrungsgemäß mehr (allein durch das Ausgangsgewicht), bei dir sicherlich weniger.


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am 13.01.2011 um 07:29 Uhr
... hat Oz geschrieben:
Oz
Oz
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Beiträge: 367

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Oz am 13.01.2011 um 07:35 Uhr ]

Hast du super zusammengefasst. Auf Kaffee verzichte ich beim Fasten völlig, bin aber auch sonst kein großer Kaffeetrinker mehr.

Ich faste solange es geht ohne Säfte und Brühe, sondern nur mit Tee und Wasser. Wenn dann irgendwann (so meistens nach Tag 10) ein "Heisshunger" auftritt, dann gibt es auch mal einen verdünnten Saft, wobei bei mir der Gemüsesaft oder auch rote Beete Saft der Bevorzugte ist und mir auch nicht über wird. Normale Brühe nehme ich nur im Notfall, also wenn die Geschmacksnerven mal etwas zu tun haben sollen. Ansonsten nehme ich salzlose Brühe aus dem Reformhaus. Sieht zwar nach Brühe aus (genügt somit den optischen Reizen) schmeckt aber wie warmes Wasser

--
Carpe Diem


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am 13.01.2011 um 10:40 Uhr
... hat ivanbasso geschrieben:
ivanbasso
ivanbasso
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Beiträge: 57

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von ivanbasso am 13.01.2011 um 14:16 Uhr ]

Hallo Oz,

vor meiner nächsten Kur muss ich mich evt. mal vorher in einem Reformhaus nach hochwertigen Gemüsesäften umschauen. Das nächste ist ein ganzes Stück weg und so konnte ich max. Säfte aus dem mittleren Qualitätssegment ergattern, die ich aber nicht so lecker fand.

Zum Salz: Ich trinke vielleicht drei 0,5l-Tassen mit einem gehäuften Teelöffel von der Fertigbrühe in der Woche! Habe bisher nicht die Erfahrung gemacht, dass das den Körper in Schwierigkeiten bringt oder zu großen Einlagerungen bei mir führt. Ganz auf Natrium soll man ja ohnehin nicht verzichten, gerade bei längerer Fastendauer. Muss natürlich jeder selbst wissen/ausprobieren, was für ihn am Besten ist.


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am 13.01.2011 um 13:15 Uhr
... hat Oz geschrieben:
Oz
Oz
... ist OFFLINE

Beiträge: 367

Ich verzichte nicht auf Natrium, ich nehme es in Form von Mineraltabletten zu mir.

--
Carpe Diem


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Tonia Tünnissen-Hendricks
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