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Forenthema: Eure Meinung - Essen, Genuss, Gelüste, Appetit....
» Forum: Spezielle Fragen zum HeilfastenHallo allerseits,
seit ich faste und mir ab dem 2. Tag immer wieder "unkeusche Gedanken" an's Essen gekommen sind, beschäftige ich mich mit der Frage, warum da ständig dieser Appetit im Kopf ist.
Ich habe vor über einem Jahr meine Ernährung umgestellt und beschäftige mich generell oft mit dem Gedanken, warum und aus welchen Gründen ich esse. Der offensichtlichste Grund - Hunger - fällt ja nun mit dem Fasten weg.
Was meint ihr? Wie ist euer Essverhalten motiviert? Wie erklärt ihr euch diese Kopfgelüste während des Fastens? Ich habe da so meine Theorien, würde mich aber SEHR für eure Erfahrungen, Meinungen und Ideen dazu interessieren. Bin gespannt!
Einen schönen sonnigen Tag euch
Nadine
Hallo Nadine!
Ich denke das rennt alles psychologisch, im Kopf ab. Gerade weil man es in der Fastenzeit nicht essen darf wil man es haben. Wie du sagst, ha das nichts mit Hunger zu tun.
Immerhin ißt man fast ständig das ganze Leben lang. Dann plötzlich den Komponenten "Essen" abzuschalten ist eben nicht einfach.
Vergleich: Ich putze mir mein Leben lang 3x am Tag die Zähne.
Plötzlich soll ich einige Wochen meine Zähne nicht putzen. Da denke ich mehr ans Zähneputzen als an sonst was. Wenn ich sie mir wieder putzen darf, denke ich gar nicht daran, muss sogar aufpassen das ich nicht darauf mal vergesse.
Das gleiche ist beim Essen. Das ist meine Meinung.
Bestes Gegenmittel - gaaaanz viel, viel Ablenkung. Immer wenn Essensgedanken aufkommen, die mit etwas interessanteren besiegen.
Was sagst du dazu?
LG.
--
Natty

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Hallo Natty,
also meinst du, es geschieht aus Gewohnheit? Weil man sich sonst einen nicht unwichtigen Teil des Tages so damit beschäftigt und jetzt fällt dieser Teil einfach weg? So habe ich es noch nicht gesehen. Aber interessanter Gedanke!
Ich glaube, bei mir ist es zum großen Teil einfach, dass ich wahnsinnig gerne gut esse. Ich liebe es, zu kochen, Gemüse zu schnippeln, abschmecken und dann genießen. Das ist viel Genuss und Lebensqualität, die ich jetzt nicht so habe, wie sonst.
Außerdem mag ich es einfach - auch wenn's blöde klingt - etwas im Mund zu haben. Zu schmecken, ertasten und auch zu kauen. Das feeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehlt mir! Gemüsesuppe ist mit ihrer Konsistenz leider nur ein inadäquater Ersatz.
Also in meinem Leben spielt ganz gewiss die Gewohnheit des Essens eine Rolle. Bei meinen Eltern wurde immer pünktlichst zu Mittag gegessen, und immer zur selben Zeit gabs Abendbrot. Da ich noch aus einer Familie komme, wo es hieß: "Gegessen wird was auf den Teller kommt" und " es wird nicht aufgestanden bevor der Teller nicht leer ist", habe ich lange Zeit unbewusst dieses Verhaltensmuster in meinem Leben mitgezogen.
Dank dem Fasten konnte ich endlich meine Gewohnheiten brechen und meine Esskultur neu aufbauen und überdenken!
Beim Fasten selber hatte ich aber überhaupt keine Gelüste und Schwierigkeiten, weil ich mich einfach schon vorab so sehr auf diese Erfahrung gefreut habe, dass ich es überhaupt nicht als Entbehrung empfunden habe.
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Nichts ist jemals einfach!
Hallo Kahlan,
ohjeee, da musstest du ja wirklich aus tief geprägten Bahnen und Verhaltensmustern ausbrechen, das ist gar nicht so einfach. Prima, dass du es geschafft hast!
Hmmm, also ich habe mich auch sehr auf die Erfahrung "es geht ohne Essen" gefreut, die ersten 2 Tage kamen mir diese Gedanken auch nicht. Aber an Tag 3 und 4 wurde es echt fast quälend. Heute, am 5. Tag, geht es wieder super. Aber morgen breche ich das Fasten und freue mich schon tierisch auf den Apfel/ das Apfelmus
Hallo,
bei mir ist es nicht so, daß ich die Gelüste einfach so habe. Ich kann das Visuelle prima aushalten, aber wehe, wenn die Gerüche dazukommen... Ich habe bisher immer widerstehen können, aber es ist nicht so, daß es mir völlig egal ist. Die "Kopfgelüste" habe ich also nicht. Ich kann auch anderen völlig entspannt beim essen zusehen, darf es halt nur nicht riechen. Das ist allerdings schwierig, wenn man seine Familie bekocht.
Da ich leider auch zu denjenigen gehöre, die (wahrscheinlich) ihr Leben lang mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben, habe ich das Fasten als tollen Ausgleich für mich gefunden. Ich versuche schon auch darauf zu achten, was und wieviel ich esse, empfinde es für mich aber einfacher nichts zu essen, also bewußt zu fasten. Wobei bei mir der Grundgedanke des Fastens wichtiger ist, nämlich das Entgiften. Je länger du fastest, desto stinkiger wird das, was noch rauskommt. Da hat man echt das Gefühl, man verfault innerlich. Unglaublich, was der Körper da leistet.
Ganz toll nach dem Fasten ist der Geschmack, der unglaublich intensiv ist. Man braucht kaum mehr Gewürze, also so empfinde ich es jedenfalls. Man kann wieder mit Genuss essen, ohne ständig nachzuwürzen etc..
Liebe Grüße
aries
Geht mir gleich, ich empfinde jetzt viele Lebensmittel als "zu süß" oder "zu salzig", ich verwende im Vergleich vor dem Fasten sehr viel weniger Zucker und Salz! Generell bin ich sehr froh, dass ich das aufbauen nach dem Buch "Richtig essen..." gemacht habe, die Umstellung auf Vollwerternährung tut mir mehr als nur gut!
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Nichts ist jemals einfach!











