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Forenthema: Eine Woche Fasten ab 20. August

» Forum: Fastentagebücher und Fastengruppen

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am 26.08.2016 um 02:56 Uhr
... hat helenna geschrieben:
helenna
helenna
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Beiträge: 287

Hallo Regenwurm,

sorry, gestern kam ich tasächlich nicht mehr dazu dir zu schreiben. Ich sag schon "dir", da sich ein anderer hier wohl tatsächlich nicht mehr aufhält

Ja, recht hast du, auch gestern hatte ich noch nicht mal Zeit, an irgendwelche Tiefs zu denken. Ich würde eher sagen, ich befinde mich in einem sehr positiven Zustand. Ich bin körperlich sehr leistungsfähig und immer guter Laune. Nicht komplett euphorisch aber alles ist fein. Ja, ab und an hab ich mal kurze Minuten des Hungers oder so einfach das Gefühl, Nahrung wär brauchbar, aber das geht dann schnell wieder weg. Einzig der Schlaf ist eine Katastrophe. Immer schon bei mir im Fasten. Mein Körper kann müde sein, aber er schafft es nicht, einzuschlafen. Stundenlang kann ich so im Bett rumliegen. Andere machen dann eben was, aber ich bin dafür zu müde! Im Moment fällt es mir besonders schwer, da ich vom Tag her so "auf action" bin, ich kann gar nicht abschalten. Von diesem Aspekt her weiß ich nicht, ob meinem Körper dieses Fasten so gut tut. Seit gestern merke ich auch - wie immer an Tag 5- wie ich weniger werde. Doch, hört sich seltsam an, aber genau so isses. Bei mir geht das recht schnell dass ich merke, dass sich alles anders anfühlt. Weniger halt. Daher weiß ich auch, dass ich nie mehr als 12 Tage Max machen könnte.
Ich nehme Schilddrüsenhormone, auch T3, also das stoffwechelaktive. Mein Körper kann glaub ich gar nicht so gut runterschalten auf Sparflamme.
Was ich sehr faszinierend finde: Im Fasten merkt man von seinen Tagen (die ich mal wieder im Fasten kriege, ist jedes Mal irgendwie so) nichts. Einfach nichts. Kein winziges Ziehen. Das ist bei mir zwar immer mal so mal so aber das ich nichts an Tag 2 merke gibts auch nicht sonst.
Ebenso hab ich mir vorgestern voll in den Finger geschnitten mit dem Cuttermesser - nicht untief. Normalerweise merkt man das dann mindestens mal am Abend. Ich hab außer direkt den "Unfall" nichts gemerkt. Es hat zu keinem Moment auch nur ein kleines bisschen wehgetan. Gespenstisch


Wie lange ich mache? Hm. Geplant hatte ich schon 12 Tage. Mal vage angeplant. Da ich wie gesagt auch nach Spiegelbild entscheide. Wenn ich denke "hey, du siehst irgendwie kacke aus, nicht gut", dann hör ich auf. Heute ist Tag 6, das WE mache ich auf jeden Fall noch. Könnte mir aber vorstelln dass ich die letzten Tage meiner "12" dann eher n Eiweißfasten draus mache.
Zu deiner Frage mit dem WE in Bangkok: Dieses WE bin ich in HK und mach meine Wohnung. Aber selbst wenn nicht...hey, ich bin ja kein Tourist Ich lebe ja dort so ca. zu 50%. Das wär ungefähr so, wie wenn ich dich fragen würde " wie machst du das denn in Dland mit dem Fasten, da gibts doch sooo geilen Schweinebraten, Knödel, etc." ;-D Diese Art Essen ist mein Alltag. Wir waren in den letzten Jahren so viel in Südostasien, ob es nun Cambodia, Vietnam oder Thailand ist, die Küchen sind für Westler ähnlich. Und hier in HK gibt es auch massig Restaurants in der Art.
Die 3 Wochen die ich gerade in Bangkok war waren wir 80% in westlichen Restaurants. Steakhäuser, französisch, etc. Weil das ja für uns was Besonderes ist Schon lustig wie sich die Perspektiven verändern.
Aber zu deinem Satz, " du hättest da ja ein langweiliges Leben dagegen" (oder so ähnlich). Genau das höre ich sehr oft von Fremden oder Leuten, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und solche Aussagen (die ich natürlich als spontane Reaktion verstehen kann) sind mittlerweile schon ein Problem geworden. Viele Leute betrachten mich als so ne Jetsettussi, die irgendein abgefahrenes Leben lebt. Der man eher mal skeptisch gegenüber steht. Die kann ja nicht normal sein. Ich spüre das, wenn ich Leuten begegne. Ich fühle mich manchmal in irgendeiner Sonderposition (nicht höhere Position!!) , irgendwo dort, wo ich mit dem Leben anderer nichts zu tun habe. Mittlerweile muss ich aufpassen was ich wie erzähle. Mit dem Pendeln zwischen Bangkok und Hongkong ist es noch ein Stück extremer geworden.
Nicht falsch verstehen - ich will deine Aussage nicht kritisieren. In diesem Forum (so glaube ich zumindest) glaub ich hat man eine deutlich größere Chance nicht sofort in eine Schublade gesteckt zu werden. Da fängt man gleich an sich richtig zu unterhalten Zudem sind Standesdünkel hier kein Thema...
Ach so, in diesem Zusammenhang fällt mir ein, deine Frage nach meiner Arbeit: Ja, ich arbeite/lehre an der Uni in Hongkong.
Aber, auf den anderen Aspekt deiner Aussage zu kommen: ein Leben wie du es hast steht meinem doch in nichts nach!! Ich habe keine Kinder, keinen Hund, ich lebe nicht in der Natur. Ich habe viele Dinge nicht. Meine Idealvorstellung vom Leben ist fernab des Lebens, welches ich jetzt führe. Ich mache das beste draus. Ich bin noch einigermaßen jung, ein paar Jahre dieses Leben ist fein, ist richtig. Genießen was man hier hat. Aber meine Wunschvorstellung vom Leben sieht anders aus. Haus, Hund, Garten, Natur. Mal grob umschrieben.

Also, machen wir nun ein wenig zusammen weiter? Schummel du mal mit deinen Tomaten am Sonntag Wenn du danach wieder reinkommst ists doch auch ok.
Tomaten...nach Lesen des Buchs von Kharazian, welches ich oben erwähnte (der Hashimoto quasi durch Ernährungsumstellung als heilbar sieht, da auch davon ausgelöst - wie einige andere Forschungen dies auch bestätigen) sieht Tomaten als kritische Sache. Die werde ich auch erst mal meiden. Ich habe auch immer das Gefühl, als wären sie nicht so gut für mich. Kann aber nicht sagen weshalb. Normalerweise bin ich bei Nahrungsmitteln unsensibel. Aber ich habe schon lange das Gefühl, das Milchprodukte mir nicht so gut tun. Und Tomaten irgendwie auch nicht. Kann aber einfach nur Schwachsinn sein.

So, gleich kommen meine eingelagten Möbel und vor allem : Klamotten!!!!
Nun wirds voll in der Bude.
Gestern hab ich zum ersten Mal im Leben Tapeziert. Und da ne Wand an sich ja langweilig ist, hab ich mir gedacht, nimmste mal die Wand mit der Klimaanlage und 6 Steckdosen und nem komischen Kabel von Klimaanlage in Wand rein und machst ne Mustertapete drauf
Was soll ich sagen, ohne mich selbst loben zu wollen (ok, doch, will ich) es ist ziemlich gut geworden.
Ok, die Stelle mit dem Kabel oben in der Ecke, da dürfte man nicht soo genau hinsehen, kann man aber eh nicht#
Ach ja, Internet hab ich auch. Nachdem der Typ um 23 Uhr gestern nochmal gekommen ist, weil es doch nicht ging nachdem er drei Stunden nachmittags da war gings dann endlich!

Das heißt, heute wirst du nochmal was von mir hören

Ich wünsch dir nen tollen Tag! Nicht so viel Schwitzen!! Der nächste Winter kommt bestimmt!


Helenna


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am 26.08.2016 um 07:11 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1865

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Regenwurm am 27.08.2016 um 09:58 Uhr ]

Hallo Helenna,

puh, du bist ja echt ein Profi! Im Tapezieren, meine ich. Habe als Studentin in den Semesterferien mal ein altes Schloß tapezieren müssen mit meiner Freundin, das war auch sehr schwierig, aber da haben wir´s gelernt - by doing, tüfteln und Fehler machen. Solange der Kleister noch feucht ist, kann man ja korrigieren. Das hat mir letztlich viel Geld gespart in meinem Leben... Hier habe ich aber nun überwiegend Kalkputz an den Wänden.

Tag 6, und was soll ich sagen: die Schlafqualität könnte deutlich besser sein. Da kommen ja auch mehrere Dinge zusammen. Ich war gestern auch so unter Adrenalin, weil ich immer viel zuviel in den Tag packen will, dass ich am Abend meine MBSR mehrfach ansetzen musste, bis ich in die Meditation reinkam. Aber dann kam ich runter - ist einfach toll, zu sehen, dass ich selbstwirksam die Kontrolle in meinem Haus (hier: Gedanken) wiedererlangen kann, wenn ich es wirklich will.

Der Sonnenschein ist toll, endlich viel Licht - wir hatten ja phasenweise mehr Regen in einem Monat als sonst im ganzen Jahr. Aber jedes Ding hat zwei Seiten. Die Bruthitze schlaucht, aber es ist das erste Fasten ohne Frieren! Und im Garten wächst nun selbst das Unkraut nicht mehr, alles im Hitzeschock. Verarbeiten muss ich gerade auch weniger, passt schon.

Ich habe bislang wohl wenig Gewicht gelassen, ist voll ok, da kann ich nächste Woche noch ein bissel weitermachen. Ich wiege mich nur 1 mal die Woche. Morgen aber, da ist eine Woche rum. Merke so optisch noch nicht wirklich etwas. 12 Tage, das wäre dann bis Mittwoch, schauen wir mal. Könnte mir auch vorstellen, jetzt abends Eiweiß zuzuführen. Bisher bekommt mir das Fasten gut, aber ich hatte ja schon mal eine kurze Phase im Juni, da erinnert mein Körper sich. Ich würde gern anschließend ins Intervallen, einfach, um nicht dauernd was in den Mund zu stecken. Ich kann gut auf Mahlzeiten verzichten, aber wenn ich mal anfange, stecke ich mir dann über Stunden immer mal wieder was rein. Das ist nicht gut (wegen Insulin usw). Andererseits taucht in meinem Hinterstübchen der Gedanke auf, dass ich doch ein Produkt aus Steinzeitgenen bin, und Sammlerinnen (zu denen ich eindeutig gehöre) haben ja auch den ganzen Tag immer was in den Mund gestopft, wenn sie was gefunden haben. Sie haben sehr erfolgreich überlebt - kann also so schlimm nicht sein (wenn es das richtige ist).

So, der Tag läuft schon, ich muss heute früher los, habe viele Hausbesuche zu machen und wieder eine Kurierfahrt mit Wasserproben... Schauen wir mal, wie heiß es heute wird
Dir viel Glück beim Einräumen - jetzt wird es ja richtig wohnlich in deiner neuen Behausung!

LG
Christiane

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am 27.08.2016 um 09:52 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1865

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Regenwurm am 27.08.2016 um 12:19 Uhr ]

Ups, bin ich nun alleine? Vielleicht funktioniert ja in der Wohnung kein Netz, trotz Nachbessern? Oder du hast schlicht zuviel zu tun... Ich schicke dir trotzdem einen Gruß, Helenna...

Mir ist eine neue Fastenkrise nicht erspart geblieben, mental fahre ich in den Keller, und mein Kreislauf macht weiter Probleme. Ich habe gestern wieder mittags eine Buttermilch trinken müssen, sonst hätte ich meinen Außendienst nicht überlebt. Es ist brütend heiß hier, wieder jenseits 36 Grad im Schatten, und mein Auto hat keine Klimaanlage. Aber es hilft nichts - was ich gestern nicht geschafft habe, werde ich heute nachholen.

Das Gewicht purzelt, mittlerweile mehr als zwei Kilo, Obergrenze bei mir für eine Woche. Wird viel Wasser dabei sein, ich trinke 5-7 l am Tag und habe trotzdem dunkelorangenen sehr streng riechenden Urin. Vielleicht gehe ich direkt ins Intervallen über - mit 1:1-Rhythmus, und beginne Montag mit Smoothie, da kann ich dann auch ein wenig von der Gartengemüse- und Salaternte mit nutzen.

Ich habe gestern abend noch 3 Stunden Gartenarbeit an den Hundespaziergang drangehängt, war dementsprechend k.o. danach, konnte aber wieder sehr lange nicht einschlafen. Es ist allerdings kopfmäßig gut, dass ich nun mit dem Unkraut langsam nachkomme - noch ein oder zwei so Tage, dann ist es übersichtlicher. Ich falle mit meinem Biogarten in der dörflich-konventionellen Landschaft sehr auf - die anderen Gärten glänzen mit aufgeräumten nackten Beeten und ordentlich in Reih und Glied stehenden Bilderbuchpflanzen, während es bei mir überbordend aus allen Fugen quillt und in bunter Mischkultur vor sich hin wuchert. Leider auch das, was ich nicht haben möchte, vor allem nach dem regenreichen Frühjahr. Ich bräuchte keinen anderen Job als Garten... Dennoch muss ich gelegentlich auch meiner Erwerbstätigkeit nachgehen...

Ich wünsche uns einen guten 7. Tag. Heute machen wir die Woche voll, die ursprünglich angedacht war. Mal sehen, wie es weitergeht...

Ich hoffe, es geht dir gut, und es ist nur ein technischer Defekt, warum du gestern nicht zum Schreiben kamst.

Lieben Gruß

Christiane

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am 27.08.2016 um 13:39 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1865

Hach ja, ich vermisse dich, Helenna!

Musste gerade auch den Beitrag von heute morgen korrigieren, weil meine Augen superschlecht geworden sind, jetzt im Fasten. Das kenne ich ja schon, liegt, glaube ich, am nachlassenden Augeninnendruck. Wenn ich es dann später nochmal lese, ist die Flut an Tippfehlern unerträglich - kann ich so nicht stehen lassen...

Meine Wahrnehmung ändert sich mit der Tageszeit - habe ich dabei gerade gemerkt. Gestern dachte ich am Morgen: gar kein Gewicht verloren - heute sagt mir schon der Spiegel, dass ich weniger werde, die Waage bestätigt einen für meine Verhältnisse üppigen Gewichtsverlust. Heute morgen denke ich, ich erlebe in diesem Fasten eine Krise nach der anderen - gerade merke ich, dass ich ganz schön viel weg geschafft habe diese Woche. Das ist neu - sonst wechseln bei mir Krisen und Hochstimmung so in etwa in einem Drei-Tage-Rhythmus. Kann aber unabhängig von der Fasterei sein - habe die Medis umgestellt. Fasten erfindet uns ja nicht neu - zeigt nur deutlicher, was in uns rumort. Ich nehme zur Kenntnis, dass auch die Schatten ihre Zeit haben und von alleine verschwinden, wenn ich nur beharrlich meinen Weg verfolge. Auch nicht wirklich neu...

Im Junifasten hatte ich zwei Wochen, die ohne krasse Schwankungen verliefen. Ein bissel Stimmung, aber nicht viel. Dagegen geht jetzt richtig die Post ab!

Zitat:


helenna schrieb:

Aber zu deinem Satz, " du hättest da ja ein langweiliges Leben dagegen" (oder so ähnlich). Genau das höre ich sehr oft von Fremden oder Leuten, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und solche Aussagen (die ich natürlich als spontane Reaktion verstehen kann) sind mittlerweile schon ein Problem geworden. Viele Leute betrachten mich als so ne Jetsettussi, die irgendein abgefahrenes Leben lebt. Der man eher mal skeptisch gegenüber steht. Die kann ja nicht normal sein. Ich spüre das, wenn ich Leuten begegne. Ich fühle mich manchmal in irgendeiner Sonderposition (nicht höhere Position!!) , irgendwo dort, wo ich mit dem Leben anderer nichts zu tun habe. Mittlerweile muss ich aufpassen was ich wie erzähle. Mit dem Pendeln zwischen Bangkok und Hongkong ist es noch ein Stück extremer geworden.
Nicht falsch verstehen - ich will deine Aussage nicht kritisieren. In diesem Forum (so glaube ich zumindest) glaub ich hat man eine deutlich größere Chance nicht sofort in eine Schublade gesteckt zu werden. Da fängt man gleich an sich richtig zu unterhalten Zudem sind Standesdünkel hier kein Thema...
...
Aber, auf den anderen Aspekt deiner Aussage zu kommen: ein Leben wie du es hast steht meinem doch in nichts nach!! Ich habe keine Kinder, keinen Hund, ich lebe nicht in der Natur. Ich habe viele Dinge nicht. Meine Idealvorstellung vom Leben ist fernab des Lebens, welches ich jetzt führe. Ich mache das beste draus. Ich bin noch einigermaßen jung, ein paar Jahre dieses Leben ist fein, ist richtig. Genießen was man hier hat. Aber meine Wunschvorstellung vom Leben sieht anders aus. Haus, Hund, Garten, Natur. Mal grob umschrieben.

Helenna



Ist ja schon eine Weile her, deswegen ein Zitat...

Das mit dem langweilig, das war auch so eine Stimmungstalfahrt. Wenn ich genau hinsehe, meine ich vielleicht, dein Leben ist aufregend anders. So, wie ich es mal in jüngeren Jahren so gerne wollte - aber auch nur für eine Phase, nicht bis ins hohe Alter.

Ich habe Agrarwissenschaft studiert, um in den Entwicklungsdienst zu gehen, fremde Menschen in ihren Lebenswelten kennenzulernen. Vorher die Lehre, damit ich wußte, was die Theorie so meint. Es war absolut meins. (Der Garten ist ein kleines Überbleibsel aus dieser Zeit.) Ich kam sehr ins Hadern, als ich meinen späteren Mann kennenlernte, der absolut nicht ins Ausland wollte (Bauer!!!) - was machen, Lebenstraum verwirklichen oder konservativen Lebensweg in Deutschland? Bevor ich aber eine Entscheidung treffen und ins Ausland gehen konnte, war ich schwanger, und zwar gleich im 4. Monat. Mein Leben bis dahin war nämlich sehr dicht - und mein Seelchen schon immer sehr auf Aufnahme programmiert, nur dass die Hormone dadurch ab und zu ganz schön tanzten. Also, mit der Diplomarbeit kam ich völlig aus dem Tritt, und statt Eieruhr-Zyklus war ich denn mal schwanger. Wir wollten Kinder, und so sah ich es als Schiksal.

Mein Leben war viele Jahre sehr turbulent hier - von wegen "konservativer Lebensweg" - ich habe später meine drei lebendig geborenen Söhne alleine großgezogen, ohne Unterhalt zu bekommen, habe nach der Scheidung meine Dauerbaustelle alleine an der Backe gehabt, dazu der Vollzeitjob und die üblichen Späße pubertierender Kinder. Ich habe eine Stelle hier angenommen, die passenden Job gab es damals nur in Beutedeutschland, und da wollte ich wegen der für mich nicht kalkulierbaren Bildungslage wegen der Kinder nicht hin. Konzessionen machen musste ich, aber alles im grünen Bereich.

Irgendwann kam der Burnout, und geblieben ist mir eine Seelenwunde. Seither brauche ich Strukturen, an denen ich mich entlang hangel wie ein Drahtseil über dem Abgrund. Ich arbeite nur noch 25 Wochenstunden, komme mit sehr viel weniger Geld hin und habe dadurch mehr Zeit für Regeneration - lange Waldspaziergänge und mein Garten. Alles findet sich, denn durch den Garten kann ich mich super preiswert selbst ernähren, muss lediglich Milchprodukte und Kaffee kaufen. Mein jetziger Mann steuert das Fleisch und hin und wieder einen Fisch bei, Obst und Nüsse "stoppel" ich bei den Spaziergängen. Im Herbst kommen noch die Pilze dazu, da bin ich allerdings sehr vorsichtig, wenn er mich nicht begleiten kann - allzu viele kenne ich nicht gesichert.

Fasten holt mich gründlich von der Decke, selbst wenn ich gar nicht bemerkt habe, dass ich wieder drunter klebe. Oft sind es die körperlichen Symptome, die mich wachrütteln, wie Reizdarm, Migräne-Attacken oder Schlaflosigkeit. Momentan steht die Ampel wieder auf orange - weil ich meine Selbstfürsorge vernachlässigt habe. Wieder zuviel und auf einmal wollte. Das geht aber hetue nicht mehr.

So ein Leben wie du könnte ich also gar nicht mehr führen. Nun sind die Kinder aus dem Haus, nur noch einer in Ausbildung, das Haus bezahlt... Was für mich jetzt nach all den finanziell eingeschränkten Jahren endlich geht, das sind Fernreisen. Die erste war im letzten Jahr - Nepal, auch ein Jugendtraum von mir. Dieses Jahr sind wir in Europa geblieben, und nächstes Jahr fliegen wir Ende April für 3 Wochen nach China. China ist mir aufgrund der politischen Situation sehr suspekt, daher eine organisierte Rundreise. Ich freu mich drauf wie blöde! Auch wenn wir dann nicht zu dem Jüngsten nach Bangkok fliegen können, während er sein Auslandssemester dort macht. Das ist sehr schade, ich hätte sein Mädchen gern mal kennengelernt - aber ich werde sie einladen, vielleicht kann sie dann mal Deutschland anschauen, wo ihr Partner aufgewachsen ist (falls sie die Nagelprobe - ein halbes Jahr Alltag - bestehen!).

Ich kann mir gut vorstellen, dass du als Europäerin in Hongkonk und diesem aus meiner Sicht schon anspruchsvollen Job ja etwas ganz besonderes bist. Bestimmt nicht alle im Bekanntenkreis sehen das neidlos. Aus meiner Lebenserfahrung (die man auch hier im altbackenen Deutschland sammeln kann) weiß ich aber, dass die Medaillien immer zwei Seiten haben. Für das, was wir bekommen, müssen wir auf etwas anderes verzichten, einen Preis dafür bezahlen. Das ist nicht wertend gemeint - nur feststellend. Ich habe meine Entscheidung für Kinder und Familie mit dem Lebenstraum Entwicklungshilfetätigkeit bezahlt - dafür aber erleben dürfen, wie die süßen Kleinen zu grenzwertig anstrengenden Halbstarken, aber letztlich doch zu tollen, selbstbewußten und lebensfähigen Menschen herangewachsen sind. Ich habe viel Arbeit in dieses Wohnumfeld gesteckt - dafür wohne ich aber genau so, wie ich es möchte, obwohl hier auch nach 20 Jahren Renovieren noch nichts wirklich fertig ist. Mich stört das nicht. Es gibt eben auch da was Gutes dran: ich kann neue Ideen in die Restbaustelle super einbringen, und die habe ich ja ständig...

Was du so von den Reaktionen deines Umfeldes beschreibst, kenne ich allerdings auch. Sowohl, was mein Haus und meine Lebensumstände betrifft - andere finden es sehr befremdlich, dass ich (fast) alles selbst mache und Jahre in unfertigem Umfeld wohne, das mein Haushalt nicht perfekt ist und ich trotzdem (oder gerade deswegen?) so ausgiebige Spaziergänge unternehme... Mein nicht abgespritzter Garten, der mir zugegebenermaßen regelmäßig im Frühjahr aus dem Ruder läuft, führt zu viel Gesprächsstoff, und ich werde belächelt und angefeindet. Sie gucken dann wohl aber sehr erstaunt, wenn sie mitkriegen, was ich da so alles heim schleppe... (die Gärten sind hier in der Peripherie).

Heute morgen habe ich Zucchini bergeweise verwurschtelt, für meinen Mann habe ich Suppe und Zucchinipuffer im Angebot. Der nächste Ernteschub ist Mangold - auch so ein Gemüse, was einen nachhaltig und sogar in unserem milden Wintern noch versorgt. Die Klassiker dagegen wie Petersilie, Möhren, Bohnen und Kohl, die bleiben, wenn sie tatsächlich mal auflaufen, in der Ausbeute weit hinter den konservativ bestellten Gärten zurück. Aber wer soll das denn auch alles essen? Für uns ist das, was wir ernten, mehr als aureichend, und die Übermengen lege ich den Kollegen auf der Arbeit hin, die das auch gerne annehmen.

Wir leben, jede auf ihre Weise, anders als die Masse es möchte oder automatisiert und unreflektiert tut. Anders eben. Und "anders" macht verdächtig. Jedenfalls ist das hier in Deutschland noch immer so. Muss mich das kümmern?

Nach mittlerweile 5 Jahren werde ich nur noch belächelt - jedenfalls bekomme ich die bösartigen Kommentare nicht mehr mit. Und wenn die Landfrauen mir gönnerhaft ein paar Salat- oder Kohlrabipflänzchen abgeben, weil meine Saat nciht aufgelaufen ist, erfüllt sie das mit großer Genugtuung. Eine gute Tat...

So, dann mache ich mal weiter!

Lieben Gruß

Christiane

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am 27.08.2016 um 14:49 Uhr
... hat helenna geschrieben:
helenna
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Beiträge: 287

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von helenna am 27.08.2016 um 15:13 Uhr ]

Hello Regenwurm,

Jetzt muss ich auch mal editieren. Irgendwie sind in der Zwischenzeit 2 Beiträge von dir eingetrudelt. Ich schreibe immer jeden Tag. Allerdings liegen zwischen uns 6 Stunden Zeitverschiebung, und ich schreibe entweder früh oder spät.

So, aber von Anfang:

Ach, das Tapezieren ging. Man kann auf dem Kleister ja immer korrigieren. Man kann auch ne ganze Bahn nochmal abziehen. Ich fand das jetzt nicht so schwer. Es ist mehr eine Frage der Genauigkeit und des Willens, wie perfekt es hinterher wird. Ich tendiere dazu, bei sowas zu schludern, weil ich einfach zu faul bin, mir noch mal ne Schere, n Winkel, n Bleistift ect zu holen. Da tendier ich dann, pie mal Schnautze zu machen, weiß aber, dass das dann nicht ideal ist. Ich mach das aber nur an Stellen, die man hinterher dann eh nicht wirklich sieht.


Intervallen. Ja, eine schöne Sache, vor allem weil man, wie du so nett sagst, das "ständig was in den Mund stecken" sich mal etwas abgewöhnt. Aus dieser Perspektive bin ich auch n Sammler.
Intervallen hab ich jedoch für mich schon abgehakt.Ich hatte es wirklich versucht, hier auch n Thread zu eröffnet. Aber es ist nicht meins. An den Tagen ohne Nahrung war ich morgens schon eher schlecht drauf. Es war immer ein extra Portion Stress irgendwie für mich. Wieder durchhalten etc. Das waren in Summe keine schönen Tage. Und ich stehe mittlerweile der Sache auch skeptisch gegenüber. Der Körper gewöhnt sich dran. Es gibt Leute, die machen jede Woche zwei Intervalle und regelmäßig mehrmals im Jahr Fastenkuren. Das bedeutet deutlich weniger Nahrung im Schnitt übers Jahr gerechnet als ein Otto Normalo. Normalerweise hauen diese Leute auch nicht mega rein in den esserlaubten Tagen. Ich frage mich, wie sehr sich der Körper darauf einstellt. Einspart etc. Will ich so meinen Stoffwechsel wirklich trainieren? Das es so oft und so regelmäßig kein Essen gibt? Will ich einen super trainierten Sparstoffwechsel haben? Eigentlich nicht. Und es ist mittlerweile erwiesen, dass Intervallfasten die Schilddrüsenaktivität senkt. Kann ich nicht nicht so ganz gebrauchen.
Auch wenn es viele gesundheitliche Benefits davon gibt, ich bin da zwiegespalten und empfinde es für mich persönlich als schwierig und mit nicht ganz absehbaren Folgen für den Stoffwechsel.


Ich werde wohl immer meine zwei, drei Mal im Jahr machen, so für 10-12 Tage. Damit fühle ich mich gut.

Heute, Tag 7. Wow, die Woche verflog wirklich ohne viel Nachdenken dahin. Alle anderen Male hab ich immer Tage gezählt. "Morgen ist schon Tag xy, dann kommt Tag xy, und dann hast dus zur Hälfte", solche Gedanken. Mehrmals am Tag. Jetzt weiß ich manchmal gar nicht genau, welcher Tag ist. Zwischendrin hatte ich heute schon mal einen Hänger. Kopfschmerzen....alles war irgendwie zu viel. Schlechte Laune kurz. Aber mei...mein Leben ist grad eher anstrengend. Für Körper und vor allem Geist. Ich verlange gerade viel von mir. Im Fasten so n Umzug nebst Renovierung stemmen. Und das hier. in Dland wär das einfacher. Da gibts Baumärkte, da hat man ein Auto...Hier ist alles mit Schleppereien, Laufereien, Taxierwischen etc verbunden.

Bisher habe ich wirklich kein 2. Mal abgeführt. Irgendwie klappts ja auch so. und ich habe schlichtweg nicht die Zeit dazu, dass nochmal zu machen. Vielleicht morgen. Aber dann noch mal Glaubern. Das würde vielleicht einfach noch mal Schwung für die letzten Tage bringen.

Morgen ist von morgens bis abends rumräumen und aufräumen angesagt. Dann ist diese Woche vorbei. Und ab Montag werde ich wieder ein wenig bei der Arbeit auftauchen. Das Semester beginnt am Donnerstag. Als Belohnung für die ganzen Strapazen winkt das nächste Wochenende ab Freitag dann Koh Samui. Das ist das Nette hier: Sowas liegt eben auch nicht weit und man kann eben mal hin.
In China waren wir noch nicht so wirklich, wollten wir relativ schnell auch nicht mehr. In Beijing waren wir, ja. Auch in Gulin, was ja ein Katzensprung ist. Generell ist Mainland China nicht so unsers. Ist auch schwierig, dem Mainland neutral gegenüber gestellt zu bleiben, wenn man in Hongkong ist. Landschaftlich an vielen Stellen sicher toll. Ohne Mandarin zu sprechen aber auch schwierig, wenn es keine organisierte Reise sein soll. Dafür haben wir viel anderes hier im Umkreis gesehen. Aber was gäbe ich jetzt für eine Europareise

Bis morgen! Mach es gut Regenwurm!

Helenna


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am 28.08.2016 um 04:02 Uhr
... hat helenna geschrieben:
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Beiträge: 287

hello again,

so, nun bekommst du auch mal gleich zwei Beiträge hintereinander!
Ach, so n Morgen ist schön. Hab mir angwöhnt in nen coolen Kaffeeladen ums Eck zu gehen. Mein morgendliches Aufstehgetränk genießen. am Fenster mit meinem Laptop...Mein Highlight des Tages. Sowas gewöhnt man sich schnell in der Großstadt an. Abhängen im Café

Heute ist vor allem Aufräumen aber auch Ausmisten dran. Wow...ich hab unendlich viele Klamotten...Und so vieles was ich eben nicht mehr anziehe. Hängt nur noch im Schrank rum. Aber immer dieser Gedanke "ach, aber ist doch noch gut, passt noch, sieht gut aus, behalte es!" Und dann zieht man es aus irgendwelchen Gründen aber doch nie an.
Aus Platzgründen muss ich nun aber streng sein. Solche Sachen müssen in die Tonne wandern.
In den letzten Jahren hat das etwas überhand genommen, dass ich, wenn mir was gefällt es einfach kauf. Ich geh tatsächlich nicht oft shoppen, aber dennoch kommt was zusammen. Wenn dann wenig entsorgt wird wird es eben immer mehr. Ich kann mir auch super bei Ebay was kaufen...aber auch wenn das dann super billig war, es braucht seinen Platz im Schrank...Mittlerweile könnte ich die weibliche Bevölkerung einer ganzen Gemeinde einkleiden

Gerade festgestellt, dass über dem Stadtteil in dem ich nun wohne ein Joggingtrail entlangläuft. Ich muss nur den Hügel hochlaufen (müssen einige Stufen sein) und dann läuft er parallel über der Stadt. Das muss ich unbedingt die Tage ausprobieren! Das wär mal ziemlich perfekt. Joggen im Freien ist einfach was Tolles, ich kann nicht ohne. Nach all den Jahren hier bin ich auch fähig bei 30 Grad und 90 % Luftfeuchte zu laufen - morgens oder abends.

Ist bereits Tag 8?! Wow...es ist Tag 8. Tag 8 ist für mich eine besondere Zahl, denn sie stellt das absolute Minimum dar, welches ich geschafft haben will. Würde ich morgen abbrechen, wär es dennoch erfüllt
Ein Blick in den Spiegel zeigt mir - 8 Tage haben auch diesmal gereicht um "back to normal" zu kommen. Alles was nun noch kommt ist Luxus. Mache ich, weil es guttut, nicht schwerfällt, ja fast schon Routine nun geworden ist.
Hab mir gestern ein Eiweißpulver besorgt was ohne Soja, Ei etc ist. Nur sowas wie Erbsenprotein, Reisprotein und sowas. Ich werde irgendwann die Tage damit anfangen.
Die Wochenendbeziehung hat auch was Gutes. So ernähre ich mich auf jeden Fall unter der Woche gesünder. Ich bin ein gesellschaftsesser. Alleine mach ich mir irgendwas. Und das ist dann meist sehr gesund. Salat mit Sushi, Gemüsepfanne, sowas halt...keine Kohlenhydrate (bis auf die, die eben zwangsläufig in den kohlenhydratarmen Lebensmitteln drinstecken)...

So, ich werde nun mal meinen Hintern aus diesem gemütlichen Platz erheben und wieder nach Hause gehen....wo so viel Arbeit wartet...

Ich wünsch dir nen erholsamen Sonntag Regenwurm!

Helenna


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am 28.08.2016 um 09:33 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1865

Hi, Helena,

toll, du bist wieder da! An die Zeitverschiebung hatte ich auch kurz gedacht und war aber zu träge, nachzuschauen, in welche Richtung usw. Klaro, das ist eine absolut logische Erklärung!

Das mit dem Kleiderschrank ausmisten, das habe ich beim Sommerfasten gemacht. Ich habe drei Kleidergrößen vorrätig, weil mein Gewicht um 6-8 kg schwankt - wenn ich einen Depri-Schub kriege, fange ich an, unreflektiert vor allem Schokolade und andere nicht wirklich gesunden (Über-)Lebensmittel in mich hinein zu stopfen, bei gleichzeitiger Antriebsminderung eher fatal... Trotzdem hatte sich vom Stil oder Möchte-gern-Stil einiges in meinem Schrank angesammelt, was schlichtweg nicht zu mir und meinem Lebensgefühl passt. Und da werde ich dankenswerterweise immer intoleranter. Ich habe behalten, in was ich mich wohl fühle, was ich auch anziehe (oder anziehen würde, wenn ich das dazugehörige Gewicht habe). Und ein paar Sachen, wenn ich mal das Bedürfnis habe, mich zu "verkleiden", also bisschen was Feineres. Mir gefallen immer noch die gleichen Sachen wie früher - manches in meinem Schrank hängt da schon seit dreißig Jahren. Und immer wieder passt es für ein paar Monate, also darf es bleiben. Ist für mich interessant, wie ich mit dem Anziehen von irgenwelchen Kleidungsstücken ein positives Lebensgefühl aus meiner Vergangenheit überstreifen kann, dann Dinge tue, die ich schon lange nicht mehr getan habe und mich richtig gut dabei fühle - das sind so ganzheitliche Erlebnisse. Andere Kleidungsstücke in meiner Sammlung wollte ich nur haben, weil sie toll aussehen - aber an mir eben nicht, weil da eine Donauwelle oder ein Bäuchlein oder der BH-Träger, auf den ich leider nicht verzichten kann, zu sehen ist. Die sind überwiegend einem plötzlich aufflackerndem Realismus zum Opfer und damit in den Kleidersack gefallen. Diese ausgemisteten Sachen bringe ich in einen Sozialmarkt, da fällt es mir viel leichter wegzugeben, als wenn ich es in eine Abfalltonne stopfen müßte ("ist doch noch gut!").

Heute ist schon Tag 8? Und ja - gestern war für mich auch ein Meilenstein. Ich rutsche in eine andere Fastenkategorie, eine, die ich meine, wenn ich das Heilfasten beginne. Ich habe ja da die Energie und die Hochstimmung im Auge - auch wenn mich die Tiefs mit ihren Hinweisen auf Schieflagen in eminem Leben letztlich weiter vorantragen als eine Energieflut, die mir ein Aufräumen und Loslassen ermöglicht.

Gestern habe ich also den Stau an Erntegut beseitigt, auch ein Schüsselchen von der Zucchinisuppe mitgegessen. Ich hoffe, es gibt nun keine Hungerattacke. Aber warum sollte es, wenn ich doch normalerweise auch nie Hugner verspüre?

Heute ist der Tomatentag, ich werde gleich mit meinem Mann hinfahren. Dass sich Tomaten mit Schilddrüsenunterfunktion nicht vertragen, ist mir absolut neu - wenn du da mehr Informationen zu hast (einen Link?) wäre mir das total hilfreich. Ich hasse es, Tabletten zu nehemn, und gerade bei Hormonen habe ich die totale Abneigung. wir greifen da in unseren angestammten Stoffwechsel ein, ohne nur ansatzweise die Komplexität zu erfassen, was da mit was zusammenhängt. Auch deine Theorie, dass Glutenverzicht einen von Hashimoto heilen könnte, interessiert mich. Mein Schwager hat mir ein Buch mitgegeben, dass er nun ausprobiert - er hat sehr viele Allergien und Unverträglichkeiten, unter anderem gegen Tomaten, Nüsse, Äpfel und andere (aus meiner Sicht unverzichtbaren) Nahrungsmittel. In dem Buch steht ebenfalls drin, dass erst alles, was Gluten enthält, weggelassen werden und anfangs eine sehr strenge Diät eingehalten wird (wäre ja wieder gar ncihts für mich), um dann Stück für Stück dazuzunehmen und zu schauen, was man verträgt. So ähnlich, ich habe es noch nicht gelesen.

Irgendwie spüre ich innerliche Widerstände gegen diese absolutistischen Theorien, wenn sie so einseitige Ernährungsweisen propagieren. Meine Philosophie ist, mich so naturbelassen wie möglich zu ernähren und auf meinen Körper zuv ertrauen. Er zeigt mir in der Regel durch ein Appetitsignal, welche Stoffe ihm fehlen. Wenn ich Süßhunger verspüre, muss ich allerdings aufpassen, weil auch ich in meiner frühen Kindheit darauf geprägt wurde, dass Süß für alle Unbehaglichkeiten die Lösung darstellt. Wenn wir als Babies geweint haben, wurde der Schnuller in die Zuckerdose getunkt... Habe ich meiner Oma und meiner Mutter mit Gewalt und Androhung von Enkelentzug verbieten müssen!

Die Sprache meines Körpers wieder neu zu lernen, dass war für die letzten 10 Jahre eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, für die ich zweimal länger in eine psychosomatische Klinik eingerückt bin. Erster Kontakt mit der Thematik war für mich das Buch "Frauenkörper - Frauenweisheit" von Dr. Christiane Northrup. Ich habe lange mit mir gearbeitet, um den Inhalt nicht nur verstandesmäßig zu erfassen, sondern zu fühlen.

Aber genug Theorie - wir haben einen Weg und beide eine Wahrheit, die sich ja nicht widersprechen muss, viele Wege führen nach Rom... Es muss immer auch zu uns passen, und das kann und wird sich auch verändern, je nach dem, wie sich die Lebensumstände ändern. Ich werde jedenfalls nie aufhören, lernen zu wollen - und alles als Denkanstoß zu sehen und gerade dass, was meiner derezitigen Meinung scheinbar widerspricht. In allen Lebensbereichen - eine anstrengende Art zu leben, zugegebenerweise.

In unserem Fasten haben wir nun die Pflicht erfüllt, jetzt kommt die Kür - und darauf freue ich mich, auch wenn ich nun das strenge Heilfasten nach Buchinger wohl nicht durchführe und weiterhin wenige Eiweoßträger einschleuse. Es geht mir damit besser, ohne, dass ich den emntalen Fastenmodus gefährde. Für den körperlichen steht die Energiebilanz - die stimmt ja nachhaltig, auch wenn wir uns mal eine Buttermilch oder einen Eiweißshake genehmigen!

Dass du bei der Hitze laufen gehen kannst, finde ich absolut bewundernswert - ich könnte tatsächlich auch mal ausprobieren, ob das abends im Wald auf der Höhe geht.... Auf die Idee Indoor zu laufen, käme ich nie! Mir ist auf dem Laufband nur mal schrecklich übel geworden!

Liebe Grüße und viel Elan für dein heutiges Vorhaben!

Christiane



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am 28.08.2016 um 10:33 Uhr
... hat helenna geschrieben:
helenna
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Beiträge: 287

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von helenna am 28.08.2016 um 14:03 Uhr ]

Hallo Regenwurm,

nur ein kurzes Hallo mitten am Tage und gleich ein Link:

Mäuse-Klick

googelt man "Gluten, Hashimoto" bekommt man tausende links Das war der erste der auftauchte und der ist schon sehr brauchbar.
Gelesen habe ich, unter anderem, folgendes Buch: Mäuse-Klick* (das war hinsichtlich dieser Thematik das Beste)

Sehr sehr zu empfehlen. Hashimoto steht unter starkem Verdacht quasi hausgemacht zu sein. Durch die Ernährung. Hier allerdings läuft eine Therapie genau so wie ich es am Anfang hier im Thread erklärte und auch die deines Bruders klingt ähnlich. Fasten, dann allmählich Stück für Stück wieder einführen, erkennen was der Körper nicht verträgt (hier ists dann vor allem Gluten, Milcheiweiß, Eier, Soja, Tomaten...). Gluten dann aber für immer meiden.

Folgendes Buch kenne ich noch nicht, aber ich ernähre mich selbst in Richtung Paläo.
Daher könnte das für dich auch interessant sein: Mäuse-Klick*

Leider leider darf man auf den eigenen Körper meiner Meinung nach nur bedingt hören. Was er sagt, hat heutzutage keine Gültigkeit mehr (in meiner Logik), wenn es um die Zusammensetzung der Nahrung, vor allem den Bedarf von Kohlenhydraten geht. Ein Körper reagiert heute, wie er damals vor Urzeiten reagieren musste. Zucker und schnell verdauliche Kohlenhydrate waren damals rar, boten aber schnelle Energien und eventuell sogar die Möglichkeit Fettreserven zu bilden. Fand der Körper super, konnte er gut brauchen und so signalisierte er dem Menschen bei jenen "bitte sofort essen, alles was du kriegen kannst davon". Es überlebte logischerweise der am besten, der mit dem größten Verlangen danach ausgestattet war. Heute signalisiert der Körper das immer noch. Und sorgt dafür, mit diesem Urinstinkt, dass viel viel zu viel von diesen Dingen gegessen werden. Und noch fataler, da Nahrung weiß Gott heute eine völlig andere Zusammensetzung und Qualität hat: Zucker gabs in Reinform nicht. Der Weizen beispielsweise wurde so verändert, dass er dem Urweizen nicht mehr entspricht. Der Haufen Gluten darin ist Wahnsinn. Damit kann der Körper einfach nicht.
Würde ich auf meinen Körper hören, würde ich weiter Brötchen, Croissants, Nutella, Nudeln, Chips etc essen. Wenn ich ganz ganz ehrlich bin und alles Ernährungswissen mal außen vor - dann würde ich nur Mist essen. Weil das am besten schmeck. Weil das mir mein Körper, mein Urinstinkt sagt. Der sagt nicht " dünste dir mal n bisschen Kohl und iss ein wenig Salat und Fisch dazu. Sicher schmeckt das auch. Und man fühlt sich auch gut damit. Aber vor allem weil der Geist weiß, dass es das Richtige ist. Son bissl Placeboeffekt irgendwie.. Der Instinkt aber sagt mir nicht, dass ich das essen soll...leider.
Ich verfalle in Ahs und Ohs wenn ich an Bäckereien vorbei gehe. Oder der Geruch einer frischen Pizza....aber wenn ich an nem Gemüsestand bin läuft mir nicht das Wasser im Mund zusammen. Is einfach so...

Ich habe schon sehr sehr viel über diese ganze Ernährungsgeschichte gelesen. Paläo dabei kommt mir so vollends logisch und richtig vor. Ernähren auf eine Weise, wie unser Körper eigentlich geschaffen wurde. Für mich kann das nur richtig sein.

Ob ich heut noch laufe...naaaa...ich weiß nicht. Ich hab tatsächlich vor drei Stunden nochmal geglaubert. Noch ist nicht viel passiert. Aber später laufen könnt..in die Hose gehen...wasn Wortwitz

Bis später oder spätestens morgen!!

VG und viel Spaß bei den Tomaten (die übrigens wie gesagt nur eventuell zu problematischen Dingen zählen können)!

Helenna

Update für heute: Tag geschafft. Uff. War mal wieder ein arbeitsreicher Tag. Ohne Laufen

Das Glauber hat auch diesesmal irgendwie...kaum Wirkung. Also nicht so dass ich dauernd auf den Topf muss. Naja...egal. Dafür gings mir den ganzen Tag eigentlich wirklich gut. Kein Tief, keinen Hunger. Diese Fastenzeit ist wirklich nicht schwierig.

Man, hab ich nochmal ausgemistet in den Klamotten. Und mindestens 6 mal gedacht. "Ey, du bist echt n bissl gestört, was du alles für Zeug hast. Nie im Leben wirst du das alles anziehen. Es hat mich irgendwie leicht deprimiert. Ich habe mir geschworen, nun erst mal viele viele Monate einfach jeden Tag unbedingt was anderes anzuziehen. Auch mal Dinge anziehen, nach denen ich aus irgendeinem Grund nicht so gerne greife. Ich habe viele Klamotten, mit denen ich erst "warm werden" muss. Wirklich. Sie sehen vorm Spiegel toll aus , ist auch mein Stil, aber irgendwie sind mir die Outfits fremd. Schicke Etuikleider beispielsweise. Hab viele für die Arbeit. Aber mit Rock und Shirt fühl ich mich sicherer. Außer Kleider, die ich dann schon mehrmals anhatte. Die kenn ich dann Und kenne mich in dem Kleid...total bescheuert irgendwie.

So, ich bin dann mal raus für heute. Hier ists schon 20.00 Uhr. Nun noch mit dem Liebsten in der Ferne skypen und dann gemütlich im Bett aufm ipad fernsehen.

Einen schönen Sonntagabend!

VG

Helenna




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am 29.08.2016 um 06:43 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1865

Guten Morgen Helenna!

Ich bin gestern mental sehr müde geworden, konnte mich gegen die Anfeindungen aus den Sofareihen nicht mehr wehren. Wegen der Hitze jetzt zwei Nächte nicht wirklich geschlafen (aber geruht - daran bin ich seit der Depri geübt). Tomaten verkosten war irgendiwe nicht, ich habe aber jede Mange sehr schöne Samen gekauft (z.B. Schokoladentomate, Gestreiftes Hörnchen, Naschbeere ) und ein Körbchen voller saatechter Raritäten aus aller Welt mitgenommen, wo wir nach dem Verkosten die Samen behalten und nächstes Jahr einsäen können. Das mache ich jedes Jahr so und ahbe auch in diesem Jahr 6 verschiedene Tomaten gesät, 5 sind aufgelaufen.

Danke erstmal für die verschiedenen links, da muss ich mich später mal gründlicher einlesen! Ich habe mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht viel zu tun, Allergien nur wenige, die ich allerdings zum größten Teil selbst bannen konnte durch Ernährung und Lebenswandel. Ein Medikament ist übrig geblieben und die Erinnerung an fürchterliche Pollenallergie, die mich bis 45 gequält und dann suksessive schwächer geworden ist. Jetzt isse weg!

Dass Autoimmunerkrankungen unter anderem auch mit Ernährung zu tun haben, leuchtet mir sehr ein. Paläo wäre für mich allerdings nichts - zuviel Fleisch. Und die Theorie bezweifel ich auch an, dass wir so viel Fleisch gegessen haben, denn das Jagdglück war nicht immer so regelmäßig da. Viel Rohkost, viel Wurzeln aber eben auch viele Beeren und Samen. Ich denke, unsere Darm und seine Flora hat sich bestimmt verändert, unter anderem auch der Blinddarm stark zurück entwickelt. Meine Gene sind insoweit noch sTeinzeitakriv, dass ich voll auf bunt abfahre und mir bei einer bunten vielfältigen Gemüse- und Obsttheke das Wasser sehr wohl im Munde zusammenläuft. Der Geruch von reifem Obst ist doch mit nichts zu vergleichen - die Krönung war eine Papaya, die ich mir aus Indien mitgeschmuggelt habe, aber auch, was Mein Jüngster von den asiatischen Fruchtangeboten erzählte (Thai) wäre alleine ein Grund, dieses Land zu besuchen. Bei Fleisch bin ich eher zurückhaltend - zuviel Leid wird den Tieren zugefügt, bis sie auf unserem Teller landen. Auch und gerade in fremden Ländern. Und die buddhistische Philosophie und Lebensweise kommt mir nach Gefühl am nächsten. Hin und wieder ahbe ich aber ein starkes Verlangen nach Fleisch, und dann denke ich, signalisiert mir mein Körper einen Mangel.

Natürlich kennen ich auch, was du von Pizza und Bäckereien beschreibst... Aber da sehe ich uns als Opfer der Marktforschung, weniger als Produkt der Steinzeit. Denn dann müssten wir vor allem auf Fett stehen - da ist die meiste Energie gebunkert. Wir haben aber erstaunlich schnell die Vorliebe für Fettes abgelegt, obwohl der ein optimaler Geschmacksträger im Essen ist.

Ich werde mich heute in Richtung Intervallen verabschieden - meine Nerven liegen blank und sind den Anfeindungen aus der Sofa-Ecke nicht mehr gewachsen. Und da wird ja alles, was vermutlich der Hitze geschuldet ist, dem Fasten in die Schuhe geschoben. Gestern Abend habe ich wieder eine leichte Gemüsemahlzeit gegessen, sensationelle Geschmackserlebnisse...

Mein Gewicht ist gut runter - zwei Kilo Puffer nach unten habe ich aber noch, bis es brenzlig wird. Jetzt gilt es für mich, eine Ernährungsform zu finden, mit der ich auf Dauer gut leben kann, meine verhängnisvollen Muster des abendlichen Daueressens unter Kontrolle kriege und mich wohl fühle. Ein guter Weg war die Insulintrennkost auf vorwiegend vegetarische Weise - morgens ein Smoothie, mittags was leichtes Eiweißhaltiges, und abends eine leckere Gemüsemahlzeit. Vorläufig belasse ich es aber mit abends was leichtes - gaaanz langsam anfangen.

Tut mir leid, dass ich dich nun alleine lasse (ich schreibe gern noch diese Woche weiter), du bist aber so super drauf, dein Fasten und dieses Projekt haben wohl optimal zusammengepasst!

Einen gtuen Tag wünsche ich dir!

Christiane

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am 29.08.2016 um 12:33 Uhr
... hat helenna geschrieben:
helenna
helenna
... ist OFFLINE

Beiträge: 287

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von helenna am 29.08.2016 um 14:42 Uhr ]

Hello Regenwurm,

Anfeindungen aus der Sofaecke? hm. Klingt so, als würde dein Mann dein Fasten nicht unterstützen?
Schade, dass du nicht weitermachst aber nun, alles hat ein Ende. Und ich mach ja nun auch nicht mehr ewig. Aber noch bin ich gedanklich nicht beim Aufhören. Im Gegenteil, das ist jetzt so Routine geworden..Ich bin jetzt wirklich ganz bequem im Fasten drin. Bin eben zum ersten Mal seit letzten Samstag ne Runde gejoggt. Obwohl ich mitten in der wuseligen Stadt lebe ist tatächlich über mir am Hügel ein ruhiger, schattiger Weg, 4 km lang mit Sicht auf die Stadt. Es könnte nicht idealer sein

Zu den Links bzw. der Theorie, die dahinter steckt. Wobei Theorie klingt zu fragend. Es ist mittlerweile ja bewiesen. Das hat ganz und gar nichts mit Allergien zu tun. Ich selbst habe keinerlei Allergien und mit keinem Lebensmittel ein spürbares Problem. Leaky Gut Syndrom, also die Durchlässigkeit des Darmes für zu große Bestandteile und daher die Reaktion auf das eindringende Gluten kann man nicht spüren.

Aber ja, lies das mal alles. Vielleicht sind da für dich ja auch Erkenntnisse dabei!

Paläo geht nicht davon aus, dass jeden Tag ein halbes Rind auf dem Teller lag. Es gibt auch Leute, die sich vegetarisch Paläo ernähren. Und ja, einer der Hauptenergielieferanten ist da tatsächlich das Fett. Oft wir auch in die Richtung High Fat gegangen, was nach all dem was ich mittlerweile gelesen habe, nur logisch ist.






"Denn dann müssten wir vor allem auf Fett stehen - da ist die meiste Energie gebunkert. Wir haben aber erstaunlich schnell die Vorliebe für Fettes abgelegt, obwohl der ein optimaler Geschmacksträger im Essen ist."

Da muss ich dir jetzt ein wenig widersprechen. Ja, im Fett steckt die meiste Energie. Damit dies aber eingelagert wird, muss Insulin her. Und das wird ausgeschüttet wenn Kohlenhydrate kommen. Daher ist das optimalste Lebensmittel bezüglich schneller Zunahme eine Mischung aus Fett und einfachen Kohlenhydraten. Der Toast mit Nutella, das Croissant, das Brot mit Butter, die Nudeln in Sahnesauße etc etc. Exakt jene Dinge, die bei vielen vielen Menschen (toll, wenn du da nicht dazugehörst) einen Jieper auslösen, enormen Suchtfaktor habe, Soulfood sind, Seelentröster, man einfach total wild drauf ist...Das, was Leute essen, die von Ernährung null Ahnung haben und denen alles egal ist. Ich will nicht sagen Harz4 food aber schaut man in die Einkaufswägen der nicht ganz so intelligenten sieht man oft "aha, das isst der Mensch wenn er kein Wissen hat und nur seinem Essinstinkt folgt.
Und mitnichten haben wir die Vorliebe für fettiges Essen abgelegt. Die Ernährungsindustrie hat uns fälschlicherweise eingetrichtert dass Fett böse ist. Aber Low Fat Produkte schmecken doch scheußlich oder zumindest weitaus schlechter als die Vollfettvarianten. Das weiß jeder... Dennoch, es hält sich in den Köpfen hartnäckig, dass Fett fett macht und die, die auf Ernährung achten, meiden es wohl oder übel weitgehend. Aber nicht weil das gut schmeckt Deutschland ist da etwas hinten dran. Aber schaut man nach Schweden beispielsweise hat man längst erkannt, dass Fett wieder weiter oben in die Ernährungspyramide gehört.

So, genug dazu. Ich hoffe, du hast keinen Stress zuhause! Das wär doch schade für die Nachfastenzeit.
Ich habe auch nun nur noch maximal 3 Tage. Was sind schon 3 Tage, wenn man eh schon drin ist. Allerdings bin auch ich noch nicht dort, wo ich gewichtsmäßig hinwollte. Ich wiege mich zwar nie, besitze auch keine Waage, aber dafür Kleider und Hosen, die nicht lügen. Und die sagen mir, dass es zwar irgendwie im Bereich von "Ok" ist aber noch nicht da, wo es bisher nach den Fastenkuren war. Vielleicht habe ich tatsächlich so hoch gestartet ohne es zu merken...Wie auch immer, ich denke noch nicht mal die fehlenden 3 Tage werden das nun dorthin bringen. Aber da sich mein Leben hier ernährungsmäßig recht streng gestalten wird bin ich guter Dinge, dass ich endlich mal langfristig gleich bleiben kann. Bisher habe ich die Fastenkuren so dreimal im Jahr tatsächlich benötigt um wieder runterzukommen. Mit der Schilddrüsenunterfunktion, die bei mir immer noch nicht so optimal eingestellt ist, nehme ich recht schnell zu und eher schlecht wieder ab (außer beim Fasten).
Naja, in Summe habe ich es irgendwie ja im Griff. Ich habe im Prinzip nur eine Kleidergröße im Schrank. Und wenn bestimmte Dinge nicht mehr passen dann ist es Zeit eine neue Fastenzeit einzuläuten.
Dann hoffe ich mal, dass du noch ein wenig mit mir schreibst. Berichte mir von deiner Nachfastenzeit

Helenna


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