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Forenthema: Zuckersucht

» Forum: Dies und Das Plapper-Ecke

am 21.02.2023 um 10:50 Uhr
... hat kugelig geschrieben:
kugelig
kugelig
... ist OFFLINE

Beiträge: 145

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von kugelig am 21.02.2023 um 10:52 Uhr ]

Liebe Formaler,
ich bin Zuckersüchtig und damit scheinbar nicht allein.

In meiner Fastengeuppe haben sich auch andere geoutet und ich würde dem Thema hier gerne mal Raum schaffen. Ich hoffe ich habe keinen Beitrag dazu übersehen.

Ich wüsste sehr gerne von euch
- ist es eine Sucht oder einfach nur ein Verlangen?
- wann hat das angefangen?
- ist es Stimmungsabhängig oder immer?
- bezieht sich das "nur" auf Süßigkeiten oder auch auf reguläre Mahlzeiten?

Und wichtig:
- hast du es im Griff? Wenn ja wie?!


Ich fange natürlich selbst an:
- ist es eine Sucht oder einfach nur ein Verlangen?
Ich bin recht sicher, dass es eine Sucht ist. Es gibt viele Dinge die ich mag und nicht tue. Bei Zucker ist das anders, es ist eine Hasdliebe. Ich will es nicht essen, kann mich aber meistens nicht beherrschen. Esse ich keine offensichtlichen Süßigkeiten, trinke ich plötzlich Zucker oder esse vermehrt Ketchup, Fertigsoßen oder fertig Joghurts und ähnliche Fertigprodukte, die mit Zucker durchsetzt sind. Unbewusst greife ich dann danach.

- wann hat das angefangen?
Schon als Kind. Mindestens im Grundschulalter. Oft habe ich heimlich gefüttert.

- ist es Stimmungsabhängig oder immer?
Eigendlich immer. Aber wenn ich richtig depressiv bin, lasse ich das total schleifen und stopfe mich manchmal voll bis mir richtig schlecht ist. Los werd ich es dann aber nicht.

- hast du es im Griff? Wenn ja wie?!
Es ist besser geworden. Ich habe das Fasten für mich entdeckt, um mich zu neu zu justieren und wieder mit Kopf ans essen ran zu gehen.
Ich muss Essen eigendlich gut planen, weil ich sonst leicht zu stark verarbeiteten "Lebensmitteln" greife.
Aber ich habe gelernt, auf Tütchen zu verzichten. Fertige Joghurts kaufe ich nahezu nie. Aufs Brot kommt kaum Nutella oä. sondern oft Käse.
Ich verzichte oft auf Brot, Kartoffeln und Nudeln. Dadurch komme ich abends selten noch auf den Gedanken Schokolade hinterher zu schieben.
Geschlossene Süßigkeiten können oft lange im Schrank bleiben ohne das sie mich interessieren. Aber wenn... dann ist so ne Tafel/ Tüte weg. Egal ob 100g oder 1000g Und am nächsten und übernächsten und überübernächsten und ... auch. Bis ich es schaffe den Kreis zu durchbrechen. Dann darf ich nichts davon kaufen oder im Haus haben.

Ach ja, die Berühmte Banane oder anderes süßes Obst ist absolut kein Ersatz!
Helfen tut bei mir nur Abstinenz. Das ist in Gesellschaft nahezu unmöglich, oder seh ich das falsch?
--
Liebe Grüße Kugelig


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am 24.02.2023 um 10:52 Uhr
... hat Mama_fastet geschrieben:
Mama_fastet
Mama_fastet
... ist OFFLINE

Beiträge: 468

Liebe Kugelig,

was Du beschreibst, kommt mir - leider - sehr bekannt vor.
Ich schaffe es eigentlich nur, diese Sucht in Griff zu kriegen, wenn ich (fast) gar keine Kohlenhydrate esse. Am besten KEIN Obst, keine Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot... und natürlich kein Zucker. Gemüse oder Salat vertrage ich gut.

Und das mit dem "Vertragen" nehme ich wörtlich und kommuniziere es auch so, wenn ich in Gesellschaft gefragt werde, wieso ich kein Stück von der oberleckeren Torte esse, oder nicht wenigsten EINE Praline... Ich vertrag das nicht. Das wird meist akzeptiert.

Wenn ich im Büro, wo leider dauernd Süßes frei zugänglich rumliegt, auch nur 1 Gummibärchen oder 1 Stück Schoki esse, ist es aus. Dann fahr ich abends nach der Arbeit beim Discounter vorbei und kaufe mehr oder weniger wahllos Süßigkeiten, die dann am selben Tag noch gegessen werden.

In Gesellschaft ess ich grundsätzlich eher wenig, und wenn ich in so einer Suchtphase bin, ess ich tagsüber oft gar nichts, abends dafür aber jede Menge Mist. Süßer Joghurt, Kuchen, Ketchup etc. reizt mich übrigens nicht. Es sind wirklich pure Süßigkeiten. Schokolade, Eis...

Da ich den Mechanismus kenne, muss ich es "nur" schaffen, clean zu essen. Und ich kann diese "Mehl- und Zuckerabstinenz" (so wird sie von anderen meist wahrgenommen) auch wirklich gut und entspannt und ohne irgendwelche Gelüste durchhalten, solang ich mir keine Ausnahmen erlaube. Länger als 2, 3 Jahre am Stück hab ich es bisher nicht geschafft. Ich denke, es ist tatsächlich eine Sucht. Viele Therapien bei Eßstörungen zielen darauf ab, dass man von allem essen sollte, aber eben in Maßen. Das probier ich gar nicht erst. Einem trockenen Alkoholiker empfiehlt man ja auch nicht, doch ab und zu ein Gläschen zu trinken.

Das Weglassen der KH ermöglicht mir ein weitgehend normales, durch viel Gemüse und Salat auch wirklich gesundes und abwechslungsreiches Essen - das kann man getrost bis ans Lebensende durchhalten. Auf Dienstreisen frühstücke ich meistens Rührei, bis ich satt bin, und Steak oder Fisch und Salat gibts eigentlich auch überall. Ich hab aber tatsächlich schon drüber nachgedacht, wie das später mal in 30, 40 Jahren im Altenheim sein wird - ob sie mich dann zwingen, "alles" zu essen? Mit dem Ergebnis, dass ich jeden Abend den Süßigkeitenautomat im Foyer plündere??

Aktuell faste ich grade wieder - wie häufig in der Fastenzeit (da muss ich mich am wenigsten rechtfertigen). Es geht mir weniger ums Abnehmen, als darum, ernährungstechnisch wieder in die Spur zu kommen. Nach mindestens 3 Wochen Fasten ist mir das bisher immer gelungen.

Ich wünsch Dir, liebe Kugelig, dass Du einen für Dich guten Umgang mit Deiner Sucht findest.

Wir lesen uns... hier oder im Fastenthread.

Liebe Grüße
M.


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am 25.02.2023 um 11:33 Uhr
... hat George geschrieben:
George
George
... ist OFFLINE

Beiträge: 2687

Hi, mir fallen dazu zwei (mir) wichtige Tatsachen ein, die ich im Laufe der letzten Jahre in Erfahrung gebracht und auch mehr oder weniger begriffen habe.
Erstens, die Darmflora stellt sich in ihrer Zusammensetzung immer so ein, wie sie überwiegend beschickt wurde. Hat man also mal mehr Zucker zu sich genommen, stellt sich die Darmflora darauf ein. So erfolgt ein permanentes Verlangen nach Zucker.
Zweitens, jede Körperzellen braucht Vitamin C, um richtig funktionieren zu können. Nun ist es so, dass Zucker eine ähnliche Struktur hat, wie Vitamin C, zumindest wird der Zucker gerne statt Vit. C. von den zuständigen Rezeptoren der Zellen akzeptiert und aufgenommen. Die Zellen brauchen aber Vit. C.
Die natürlichste Bezugsquelle für Vit. C. sind Früchte und Beeren, die beides liefern, Zucker und Vitamine. Werden die Körperzellen mit zu wenig Vit. C. versorgt, nehmen sie stattdessen den im Blut vorhandenen Trauben - Einfachzucker auf. Das geht natürlich auf Dauer nicht gut. Werden z. B. die Augenzellen mit zu wenig Vit. C. versorgt und bedienen sich am Zucker, wird die Sicht unscharf. Insgesamt, das weiß ja jeder, wird die Immunabwehr des Körpers geschwächt.
Fazit, ja Zucker wird zur Sucht und es bedarf einer gewissen Disziplin, um dem beizukommen. Das Wissen um die ideale Zusammensätzung von natürlichem Obst kann helfen, dort haben wir beides, Vitamine und Fruchtzucker, der übrigens wesentlich besser verträglich ist, da er die Insulinproduktion nicht so stark puscht.
Letztendlich sind wir bei veganer Rohkosternährung, ideal für das Verdauungssystem und für die Gesundheit. - Habe ich bisher noch nicht länger als 6 Wochen im Stück geschafft, war aber immer die beste Erfahrung.

Grüße
Georgie

--
"An der inneren Reinheit ist ALLES gelegen.
Die ganze Schöpfung beruht auf ihr."

(J.H.S. 1950 - 2010)

e








Wer rastet, der rostet, es sei denn er fastet.


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am 25.02.2023 um 11:41 Uhr
... hat George geschrieben:
George
George
... ist OFFLINE

Beiträge: 2687

Nachtrag:
So ist das Verlangen nach Zucker eigentlich eher ein Verlangen der Körperzellen nach Vitamin C.


--
"An der inneren Reinheit ist ALLES gelegen.
Die ganze Schöpfung beruht auf ihr."

(J.H.S. 1950 - 2010)

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am 26.02.2023 um 03:24 Uhr
... hat kugelig geschrieben:
kugelig
kugelig
... ist OFFLINE

Beiträge: 145

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von kugelig am 26.02.2023 um 03:40 Uhr ]

Hallo Mama_fastet und Georgie,
danke für eure Rückmeldungen!
Mama_f. ich versuche meine Ernährung tatsächlich ähnlich wie du zu gestalten. Ist mir aber bisher nicht richtig gelungen. Aber mit jedem mal wird es besser. Es ist krass wie einem der Zucker beherrschen kann und der Vergleich mit dem Alkoholiker hat mir nochmal mehr die Augen geöffnet. Und jeder erklärt mir die Welt wie gesunde Ernährung geht und das ich ja bloß mich zusammenreißen muss.

Georgien, dass mit dem Vit. C ist mir neu! Wäre ja eine gute Erklärung.
Mit Veganer Ernährung habe ich mich nie auseinander gesetzt. Danke für deine Links.

--
Liebe Grüße Kugelig


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am 28.05.2023 um 11:27 Uhr
... hat Gonzigonzi geschrieben:
Gonzigonzi
Gonzigonzi
... ist OFFLINE

Beiträge: 17

Hallo,
Ich kenne das nur zu gut was du beschreibst. Für mich ist Zucker eine Sucht, entweder ganz oder gar nicht.
Ich habe vor 2 Jahren mit dem Zucker aufgehört, das heißt ich esse keinen industriellen Zucker mehr. Ich esse aber Obst und auch Trockenobst auf Weizenmehl Produkte verzichte ich gänzlich, ansonsten esse ich aber ganz normale Kohlenhydrate. Durch die Umstellung ißt man automatisch anders. Wenn ich mal unbedingt schoki haben muss dann esse ich 99% Schoki oder die mit Datteln gesüßt ist.
Ich habe mich vor meinem Ausstieg viel belesen unter anderem die Bücher von Anastasia.....haben mir super geholfen....

Liebe Grüße
Nina


--
Nina alias Gonzigonzi


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Tonia Tünnissen-Hendricks
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