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Die Fastenzeit und ihr religiöser Hintergrund

Die traditionelle Fastenzeit ist fest in der Religionsgeschichte verankert. Seit vielen Jahrhunderten wird von den beiden weltweit größten Glaubensgemeinschaften, den Christen und den Muslimen eine längere Fastenzeit praktiziert.

Die Beweggründe für die Österliche Bußzeit (die christliche Fastenzeit) und den Ramadan (die Fastenzeit im Islam) mögen zwar unterschiedlich sein, aber die Ausführung dieser beiden Fastenzeiten ähnelt sich durchaus in gewisser Weise. Mit dem therapeutischen Heilfasten hingegen haben diese beiden Fastenzeiten nicht viel gemeinsam!


Die Dauer der christlichen Fastenzeit beträgt 40 Tage und umfasst dabei die Zeit vor Ostern. Die Christen starten am Aschermittwoch mit dem Fasten und beenden die Fastenzeit in der Nacht zum Ostersonntag. Die christliche Fastenzeit soll an die Passionszeit, den Leidensweg Christi, erinnern.

Die katholische Kirche hat für die Fastenzeit relativ strenge Fastenregeln verfasst:

Während der 40 Tage sollen die Gläubigen nur eine Mahlzeit am Tag und eventuell zwei kleine Stärkungen zu sich nehmen. Zudem sollen sie auf Genussmittel (Alkohol, Zigaretten, Schokolade, etc.) und nach Möglichkeit auch auf Luxusgüter (Auto, Fernsehen, etc.) verzichten und sich auf die wichtigen Dinge des Lebens besinnen. Die Sonntage sind von der Fastenzeit ausgenommen. Am Aschermittwoch und an allen Freitagen vor Ostern gilt darüber hinaus zudem das Gebot der Fleisch-Abstinenz. Auf diese Weise hat sich das traditionelle Fischessen am Aschermittwoch und speziell am Karfreitag eingebürgert.

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Die Regeln für die christliche Fastenzeit wurden allerdings im Laufe der Jahrhunderte stark gelockert. Bis ins Mittelalter hinein galten die strengen Abstinenz-Regeln für die komplette Fastenzeit (kein Fleisch, keine Milchprodukte, kein Alkohol, keine Eier).

Die aktuellen Fastenregeln für die österliche Bußzeit im Christentum sind in der Paenitemini, einer päpstlichen Anordnung vom 17. Februar 1966 festgelegt.

Die evangelische Kirche sieht die Fastenzeit hingegen deutlich lockerer. Hier gibt es keine festgelegten Regeln wie sich die Gläubigen verhalten müssen. Dennoch ist die Zahl der freiwillig aktiv fastenden Protestanten im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich gestiegen. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland ist unter dem Namen "7 Wochen ohne" bekannt geworden.


Der Ramadan, der berühmte Fastenmonat der Muslime, beginnt mit der Sichtung der Mondsichel im 9. Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem heißen Sommermonat (Juli/August) wurde nach Auffassung der Muslime der Koran herabgesandt.

Im Islam wird die Fastenzeit jedoch deutlich strenger gesehen als die Fastenzeit im Christentum. Es gibt in einigen islamischen Staaten sogar eine gesetzlich geregelte Fastenpflicht. Selbst Nicht-Fastende (z.B. Urlauber) können hohe Geldstrafen und sogar Gefängnisstrafen riskieren, wenn sie in der Öffentlichkeit tagsüber etwas trinken oder essen.

Die Enthaltsamkeit während des Ramadan umfasst aber am hellichten Tage nicht nur das Essen, Trinken und Rauchen, sondern auch z.B. den Geschlechtsverkehr und fröhliche Geselligkeit.

Gegessen und getrunken wird erst am Abend nach Sonnenuntergang.


Die Juden fasten und beten am Jom Kippur, dem Versöhnungstag.


Im Buddhismus wird das Fasten nur als Vorbereitung zum Meditieren praktiziert. Der freiwillige Nahrungsverzicht bietet in dieser Religion lediglich die Möglichkeit rascher auf dem Weg zur Erleuchtung voranzuschreiten. Eine lange andauernde, durch die Religion vorgeschriebene Fastenzeit gibt es im Buddhismus jedoch nicht.



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Tonia Tünnissen-Hendricks
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2 Kommentare zu diesem Artikel


Guten Tag und Friede sei mit Ihnen,

Ich muss Sie leider etwas korrigieren, denn ein Verbot von "Fröhlicher Geselligkeit" gibt es beim fasten nicht. Der Zweck des Fastens ist eine komplette Geistesausrichtung auf die Religion hin und Abwendung und Enthaltsamkeit von negativen Verhaltensweisen. Der Hunger und Durst begleitet einen um Disziplin, Geduld und Dankbarkeit zu entwickeln.

Geselligkeit und Fröhlichkeit, solange sie nicht mit Verbotenem wie Lästerei, derben Witzen oder ähnlichem einhergeht, ist sogar gut, denn Familie und Freundschaft, die allgemeine Geschwisterlichkeit im Islam, sind ebenfalls gottesdienstlich.

Friede,
Issa-Ibrahim

geschrieben von Issa-Ibrahim am 05.07.2014 um 20:03 Uhr


Assalamu Alaykum
Sehr schön geschrieben. Vielleicht kann man noch dazu sagen, dass morgens vor Sonnenaufgang gegessen und getrunken werden darf und sollte und dann erst wieder nach dem Sonnenuntergang noch vor der Verrichtung des Abendgebetes. Abgesehen vom Monat Ramadan ist im Hadith (überlieferung, was der Prophet Muhammad (SAW) sagte und empfahl) überliefert, dass empfohlen ist im Monat Shaban (der Monat vor Ramadan) bis zu 15 Tage zu fasten. Wenn man jedoch faste zumindest am 13., 14. und 15. Shaban, im Jahr 2014 der 11. - 13. Juni. Die Enthaltung beinhaltet neben Essen und Trinken Geschlechtsverkehr wie auch der Gebrauch von Kraftausdrücken, Beschimpfungen etc., die ohnehin nicht genutzt werden sollten.
Das strikte Verbot in einigen muslimischen Ländern dient dem Schutz der Fastenden, denen durch Essen und Trinken von Nicht-Muslimen die Zeit erschwert werden würde.
Das im Islam praktizierte religiöse Fasten, egal in welchem Monat eignet sich definitiv nicht zu irgendwelchen medizinischen Zwecken, zur Entschlackung oder Entgiftung. Hierbei wird die Seele gereinigt und Gott gepriesen.
Khudaijah

geschrieben von Khudaijah am 12.04.2014 um 14:08 Uhr



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