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» Häufige Fragen zum Heilfasten

Autophagie - was ist das eigentlich und welche Auslöser aktivieren den Effekt der Autophagie?

Die Autophagie bezeichnet den Selbstverdauungsprozess von überflüssigen Ablagerungen innerhalb unserer Körperzellen. Der Begriff Autophagie setzt sich dabei zusammen aus den beiden altgriechischen Wörtern:

Viren und Bakterien fürchten die Autophagie

Erstmalig verwendet wurde die Bezeichnung Autophagie (=selbstfressend) durch den belgischen Wissenschaftler Christian de Duve (1917-2013), der sich seit den 1950er-Jahren intensiv mit den Entgiftungsmechanismen unserer Körperzellen beschäftigt hat. Christian de Duve erhielt für seine ausgezeichneten Forschungsarbeiten im Jahre 1974 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin.

Verstärkte Aufmerksamkeit erhielt der Prozess rund um die Autophagie kürzlich aufgrund weiterführender intensiver Forschungen durch den japanischen Zellbiologen Yoshinori Ōsumi, der im Jahre 2016 ebenfalls mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde.



Kann der Mensch durch die Autophagie Krankheiten besiegen?

Bei der Autophagie handelt es sich um eine Art körpereigene Müllabfuhr mit einem perfekten Recyclingsystem. Die Autophagie hat dabei Einfluss auf jede noch so kleine Zelle in unserem Körper.

Vereinfacht beschrieben kann man sich bei der Autophagie eine fleißige Putzkolonne vorstellen, die durch alle Zellen unseres Körpers wirbelt und dort mit einem äußerst effektiven Besenschwung sämtlichen "Müll" (beschädigte oder nutzlose Proteine und Zellorganellen, Plaques, Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen) zusammenkehrt, den sie finden kann. Das ganze unnütze Zeug schmeißt die Putzkolonne dann zusammen und verwandelt es in Energie, die anschließend effektiv verbrannt werden kann. Auf diese Weise wird der Zellabfall dann tatsächlich einer Art Recycling zugeführt.

Wenn die Autophagie nicht durch eventuell vorhandene genetische Schäden behindert wird, ist sie tatsächlich in der Lage krankmachende Ablagerungen zu eliminieren und sorgt auf diese Weise für die Heilung von Krankheiten. Laut Yoshinori Ōsumi sind insgesamt 15 verschiedene Gene für die Autophagie verantwortlich.

Läuft die Autophagie in unserem Körper nicht oder nicht mehr reibungslos, kann dies zu einer ganzen Reihe von Krankheiten führen wie zum Beispiel:

In diesem Zusammenhang hat mich ganz besonders und nachhaltig ein Vortrag von Dr. Frank Madeo beeindruckt, den er Anfang 2015 an der Universität in Graz gehalten hat. Hier ging es primär darum wie sich natürliche Alterungsprozesse durch die Autophagie ein Stück weit verlangsamen lassen. Vielleicht magst du dir diesen Vortrag auf youtube selbst einmal anschauen, siehe: Montagsakademie - Unser tägliches Brot - wie die Ernährung Gesundheit und Altern beeinflusst

Darüber hinaus hat ein Forscherteam der Universität Tübingen rund um die Professorin Tassula Proikas-Cezanne vom Interfakultären Institut für Zellbiologie (IFIZ) im Mai 2017 weitere neue Erkenntnisse zur Fehlregulation der Autophagie veröffentlicht, die dazu führen könnten, dass neue Therapien entwickelt werden, die sich speziell mit altersbedingten Krankheiten auseinandersetzen. Die Pressemitteilung hierzu findest du auf der Internetseite der Universität Tübingen: Wie Zellen bei Zuckermangel die Selbstverdauung stimulieren

Durch welche Auslöser oder Lebensmittel lässt sich die Autophagie aktivieren?

Prinzipiell ist die Autophagie permanent aktiv und damit beschäftigt molekularen Müll in unseren Zellen abzubauen und zu recyclen. Sie lässt sich jedoch durch bestimmte Reize im Körper verstärken. Dazu zählt beispielsweise das Fasten. Aber auch durch unsere Ernährung können wir die Autophagie nachhaltig stimulieren oder leider auch stören. Derzeit beschäftigen sich auch in Deutschland sehr viele Forscher mit dieser Erkenntnis. So gibt es beispielsweise Lebensmittel, welche die Autophagie unterstützen ebenso wie Lebensmittel, die den Prozess der Autophagie stören können.

Als besonders interessant gelten in diesem Zusammenhang Lebensmittel mit dem Molekül Spermidin. Die Anti-Aging-Wirkung dieses Wirkstoffes wurde bereits im Jahre 2009 von einer Forschergruppe rund um Dr. Frank Madeo (Universität Graz) entdeckt, siehe: Sprit fürs Hirn

Weizenkeime aus der Schapfenmühle
Weizenkeime
aus der Schapfenmühle

*

Besonders viel Spermidin ist enthalten in Weizenkeimen*, Weizenkleie, Grapefruits und Sojabohnen. Weitere Lebensmittel mit einem recht hohen Gehalt an Spermidin sind:

Einen ausführlichen Artikel über Weizenkeime findest du übrigens auf meiner Internetseite gesund-speisen.de.

Auch Kaffee kann erfreulicherweise die Autophagie verstärken. Allerdings funktioniert das leider nur, wenn man den Kaffee ohne Milch trinkt.

Tierisches Eiweiß hemmt den Vorgang der Autophagie bedauerlicherweise. Eine Alternative zur Kuhmilch stellt hier eventuell Pflanzenmilch dar.

Intermittierendes Fasten und die Autophagie

Ab wann die Autophagie durch eine Fastenzeit genau anspringt, lässt sich nicht auf die Minute genau berechnen. Viele individuelle Faktoren spielen hier eine Rolle. Bei manch einem Menschen läuft die Autophagie möglicherweise bereits nach einer kurzen Fastenzeit von 8 Stunden an, bei anderen Menschen dauert es möglicherweise 10 bis 12 Stunden ... wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte auf jeden Fall mittlerweile, dass regelmäßiges Fasten die Autophagie positiv beeinflusst. Das Intervallfasten wird übrigens auch in meinem Heilfasten-Forum immer interessanter - nicht zuletzt durch eine ganze Reihe von Büchern, die in den vergangenen Jahren zu diesem Thema bereits erschienen sind:

Die Autophagie kann zum Beispiel schneller in Gang kommen, wenn Sport mit im Spiel ist, weil eine sportliche Betätigung ebenfalls dazu führt, dass in unseren Körperzellen ein Nährstoffmangel entsteht.

Heilfasten ist ein starker Anreiz für die Autophagie

Für mich als langjährige Anhängerin regelmäßiger Heilfastenkuren ist die nun auch wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis rund um die Autophagie nicht weiter verwunderlich. Schließlich bin ich schon seit fast 20 Jahren durch die Beseitigung meiner eigenen Neurodermitis felsenfest von der Wirkungsweise des Fastens überzeugt :-)

Aber ich finde es dennoch sehr schön, dass die wissenschaftlichen Beweise mittlerweile dazu geführt haben, dass das Heilfasten als Therapieform in der wissenschaftlichen Welt nicht nur anerkannt, sondern auch von vielen Ärzten empfohlen wird.

Wirft man nun einen Blick auf die ganzen neuen Forschungsergebnisse zur Autophagie der vergangenen 10-20 Jahre und der damit im Zusammenhang stehenden möglichen therapeutischen Erkenntnisse  - auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen, dann war Rudolf Breuß (1899-1990) mit seiner Krebskur total (einer Mischung aus Saftfasten kombiniert mit speziellen Tee-Variationen) möglicherweise schon absolut auf dem richtigen Weg.




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Tonia Tünnissen-Hendricks
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