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Forenthema: Langzeitprojekt Intervallfasten

» Forum: Fastentagebücher und Fastengruppen

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am 20.10.2013 um 10:58 Uhr
... hat Tonia geschrieben:
Tonia
Tonia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1710
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Moin Moin Zusammen

ich bin auch stets bemüht, mich möglichst natürlich und auch umweltbewusst zu ernähren. In dem Zusammenhang habe ich es irgendwann auch mal mit Soja-Produkten (Sojamilch, Tofu, etc.) ausprobiert, aber ich reagiere auf Soja durch die Bank weg extrem allergisch. Innerhalb weniger Minuten schwillt die Schleimhaut in meinem Mund an und juckt wie verrückt. Das geht gar nicht! Und geschmeckt hat's mir ... ganz ehrlich ... auch nicht *grins*

Aber aufgrund dieser Reaktion meines Körpers habe ich vor einiger Zeit mal ein wenig in Sachen Soja recherchiert und bin dabei auf sehr seeeeeehr viele negative Berichte über Soja gestoßen, so dass ich auf Soja-Produkte auf jeden Fall verzichten würde, wenn ich nicht ohnehin allergisch auf diese reagieren würde.

Durch den riesigen Soja-Hype in den vergangenen Jahren wurden nämlich bedauerlicherweise inzwischen Millionen Hektar Trocken- und Regelwaldgebiete in Südamerika gerodet. Der Schaden, den unsere Umwelt dadurch bereits erlitten hat, ist nicht wieder gut zu machen. Außerdem sind die riesigen Flächen an Soja-Monokulturen für die internationale Gentechnikbranche ein begehrtes Test- und Spielfeld. Soja steht zudem nicht nur im Verdacht verstärkt weitere Allergien auszulösen (so wie beispielsweise auch bei mir), sondern man hat herausgefunden, dass es den Hormonhaushalt von Kleinkindern nachhaltig stört und in den Wechseljahren bei Frauen das Tumorwachstum deutlich erhöht. Und man isst es auch nicht nur freiwillig ... sondern auch, wenn man tierische Produkte aus der Massentierhaltung zu sich nimmt ... wie man beispielsweise in einem Bericht der WWF lesen kann: Mäuse-Klick

Und noch ein paar Links zum Reinlesen: Mäuse-Klick ... Mäuse-Klick ... Mäuse-Klick

Ich mag Fleisch und auch Milchprodukte in jeder Form und möchte darauf gar nicht dauerhaft verzichten. Durchaus in Maßen und nicht in Massen ... allerdings würde ich auch gerne viel viel konsequenter diese Produkte nur beim Biobauern "um die Ecke" einkaufen, wo ich die frische Milch einer Kuh kaufen kann, die ich zuvor selbst auf der Weide habe grasen sehen. Das ist mir durchaus sympathischer als die anonyme und tot gekochte Milch aus dem Supermarkt. Wirklich "frische" Milch gibt es ja im Laden leider schon lange nicht mehr ... auch bei der Milch aus dem Kühlregal handelt es sich ja inzwischen nur noch um H-Milch ... "extra lange haltbar" ...

Aber es ist zugegebenermaßen einfach so schön bequem, alles in einem Schwung im Supermarkt zu kaufen, statt "stundenlang" durch die Gegend zu fahren, um alle Lebensmittel zusammen zu bekommen ... ich denke, in der Beziehung muss ich auch noch stark an mir arbeiten ...




--
Viele kunterbunte Grüße
Tonia

------------------------
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***Die meisten Menschen essen zuviel!
***Von einem Drittel dessen, was sie essen, leben sie,
***von den anderen zwei Dritteln leben die Ärzte!
***(alte ägyptische Weisheit)


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am 20.10.2013 um 11:51 Uhr
... hat katyes geschrieben:
katyes
katyes
... ist OFFLINE

Beiträge: 728

Liebe Tonia,
die Massenproduktion von Soja oder gar Gen-Soja resultiert vor allem aus der Produktion von billigem Tierfutter für die Massentierhaltung, nicht aus der alternativen Ernährung mit Soja, denke ich.
Wenn in den Wechseljahren das Tumorwachstum durch Soja steigen soll, wundert es mich, dass die Asiatinnen aus Japan und angrenzenden Gebieten aber nachweislich weniger Wechseljahresbeschwerden haben und ein höheres Alter bei guter Gesundheit erreichen als Frauen mit westlichem Lebensstil. Dann müste ja etwas anderes dafür verantwortlich sein, als die Ernährung mit viel Soja, die immer genannt wurde. Das ist ein interessanter Punkt.

Ich mag auch nicht alles aus Soja, aber Soja-Schnetzel für vegetarische Bolognese finde ich richtig lecker. Auch bei asiatischem Essen ist Tofu ein leckerer Begleiter. Natürlich nur, wenn keine Allergie vorliegt.

Ich habe eine Allergie gegen Eigelb entwickelt, daher kenne ich das Krabbeln und Jucken im Mund- und Rachenbereich inwendig auch sehr gut. Durch mein Langzeitfasten ist das aber bedeutend besser geworden - ich glaube, ich muss mal wieder eine Runde fasten nachlegen, wenn es so gut war, *schmunzel*

Liebe Grüße!


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am 20.10.2013 um 12:52 Uhr
... hat Tonia geschrieben:
Tonia
Tonia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1710
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Hallo Zusammen

ich kann mir durchaus vorstellen, dass natürlich verarbeitete, frische Sojabohnen früher einmal - ebenfalls in Maßen genossen - eine gesunde Sache gewesen sein könnten.

Aber die Soja-Produkte, die man hier bei uns heutzutage kaufen kann, haben leider nicht mehr viel mit Frische und Natürlichkeit zu tun

Und in Anbetracht der Tatsache, dass der Riesen-Chemie-Konzern Monsanto in Sachen Sojabohnen mehr oder weniger fast ein Monopol über das Sojabohnen-Saatgut in Händen hält, wäre ich mir nicht so sicher, ob die "alternative" Ernährung mit Sojaprodukten, die ja ebenfalls mittlerweile einen Massenmarkt darstellt, nicht ebenso aus genmanipuliertem Ausgangsmaterial hergestellt wird, zumal selbst Japan mittlerweile Soja größtenteils aus Südamerika importiert.

Vertrackt vertrackt ... das ganze Thema mit der industriell hergestellten Nahrung.



--
Viele kunterbunte Grüße
Tonia

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am 20.10.2013 um 13:58 Uhr
... hat Aqui geschrieben:
Aqui
Aqui
... ist OFFLINE

Beiträge: 1549

Hallo Frollein Tam Tam,
vielen Dank für die Erklärung und Aufklärung, ich fand es sehr aufschlußreich. Wann und wie hast Du eigentlich festgestellt, dass Du eine Gluten-Unverträglichkeit hast? Ich würde es für mich sehr bedauern, wenn ich diese hätte, da ich sehr gerne Getreideprodukte zu mir nehme und mir meine Körner auch frisch mahle, wenn ich sie benötige. Früher hab ich für meine größere Familie das Brot immer selber gemacht und bei 4 Männern im Haushalt hat es sich auch gelohnt
Ich denke auch, dass wir sehr gut ohne tierische Produkte auskommen, was natürlich überzeugte Fleischesser abstreiten. Ich habe einen meiner Söhne (den letzten) absolut vegetarisch ernährt und es hat ihm nie geschadet (ich hab seine Werte immer wieder vom Kinderarzt kontrollieren lassen) , unterdessen ißt er aber Fleisch (so ca. ab 18 Jahre - hat wohl was mit dem Abnabelungsprozess zu tun *fg*).
ich wäre gerne aus Überzeugung Veganerin, allerdings käme ich nicht bei "Besuch" auf positive Resonanz. Komme ich aber auch so nicht bei spontanen Essensankündigungen, weil mein Kühlschrank wirklich nur die Dinge beinhaltet, die ich verzehre und da gibts keine Wurst, kein Fleisch, keine Voll-Fett-Käse-Sorten, allerdings hab ich immer eine Dosensuppe auf Lager (aber auch keine Pizza im Haus und keine Baguettes - dafür ist mein Tiefkühlschrank zu klein).
Hier in NRW kommt die Sonne raus, find ich sehr angenehm und werde gleich noch eine kleine Fahrradtour machen, ansonsten zeigt sich der Herbst von seiner schönen Seite und ich schau noch ins Grüne (Laub an den Bäumen), bald werden wir täglich fegen können oder dabei stehen bleiben, wenn die Blätter von den Bäumen fallen.
Hallo Tonia, hab gerade kurz bevor ich dieses Geschreibsel abschicken wollte, Deinen Beitrag über Soja-Produkte gelesen. Ich war auch mal sehr erschrocken (weil ich sehr gerne Sprossen in jeglicher Form esse) dass davor gewarnt worden ist. Ich habe mir aber immer aus der Mungo-Bohne meine eigenen Sprossen gezogen und früher viel Tofu und Soja-Sprossen gegessen, ich muß dazu sagen, dass ich nie Schwierigkeiten mit den Wechseljahren hatte und nachweisbar war es ja genauso wie Katyes es schon sagte, dass auch die Japanerinnen die Nebenwirkungen nicht kennen und in Apotheken werden Soja-Produkte in Tablettenform verkauft. Durch die ganze Gen-Manipulation, durch Umweltveränderungen ist natürlich auch Soja in Mitleidenschaft geogen worden, und ich finde es schrecklich, wenn man bewußt leben möchte und immer wieder einen oben drauf bekommt. Ich kann mich noch so gut an Tschernobyll erinnern, das war meine Zeit, wo es nur selbsterzeugte Produkte gab.... tja und dann kamen die Langzeitprobs auf uns zu.....
Tonia.. die ganzen Recherchen machen uns ab und zu doch nur noch unglücklich. Ich höre unterdessen hauptsächlich auf meinen Körper. Soja hat meinem sehr gut getan, keine Hormone etc. während der Wechseljahre. Du reagierst allergisch darauf, Dein Körper signalisiert Dir :Nein zu Soja! Ich verfolge auch Berichte sehr interessiert, seufze sehr oft dabei und versuche meinen Weg auch bezüglich Ernährung zu finden (wie auch sonst im Leben *fg*)
Ich finde den Austausch hier ganz toll, jeder teilt seine Erfahrungen mit und man findet sich in der einen oder anderen Person wieder.
Im Moment versuche ich weiterhin meiner "Unverträglichkeit" auf den Grund zu gehen .
Also ich schicke es mal ab, im Moment zeigt mir mein Internet Probs an, aber vielleicht klappt es trotzdem.....


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am 21.10.2013 um 00:11 Uhr
... hat Odem geschrieben:
Odem
Odem
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Beiträge: 683
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Moin Moin zusammen,

aus einer yogischen Lebenseinstellung auch eine vegane zu machen halte ich für schwierig. Meist begründet das sich aus dem Prinzp von ahimsha, der Gewaltlosigkeit. Das ist völlig in Ordnung und selber führt mich dieser Weg zu einem praktischen Vegetarismus. D.h. ich verzichte im normalen Alltag auf Fleisch und begrenze mich auf Gemüse & Co., nehme aber Milchprodukte zu mir. Die Produktionsbdingungen sind mir klar und ich bin mir sehr bewusst, wie und unter welchen Bedingungen mein Käse produziert wird.

Aber Yoga lehrt nicht nur grundlegende Prinzipien des Lebens, sondern vor allem die Lebenstatsachen so zu nehmen, wie sie tatsächlich sind. Eine ernährungstechnisch "vollwertige" vegane Ernährung bedeutet z.B. den Rückgriff auf Importware, was lange Transportwege bedeutetet oder den Rückgriff auf Früchte und Produkte jenseits der Sainson.

Geht man in die Bewertung verschiedener Ernährungsweisen wird man schnell dazu kommen, dass eine regionale, saisonal angepasste die sinnvollste ist. Allerdings kenne ich keine Yogis, die sich ab Januar bis in den März hinein nur von Sauerkonserven, eingemachtem und Pökelgut ernähren. Das wäre etwa die real sinnvolle regionale Ernährung, die wirklich den Prinzipien entsprechen würde.

Bin ich nicht dazu bereit, muss ich die Prinzipien überdenken oder einen Modus finden, der die eigenen Ansprüche und die idiellen Ideen zu einem machbaren System abstimmt.

Vegan ist dabei ein denkbare Option ... aber keineswegs die letzte Wahrheit. Und vor allem nicht als einziges Prinzip denkbar.

Viele Grüße

Odem



--
Dem Leben begegnen wie ein Kind laufen lernt. Hinfallen, weinen, wieder aufstehen und weiter machen.

odem@imalltagleben.de


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am 21.10.2013 um 08:31 Uhr
... hat katyes geschrieben:
katyes
katyes
... ist OFFLINE

Beiträge: 728

Guten Morgen!
Odem, saisonal sind im Winter aber auch alle Kohlgemüse, eingelagerte Möhren und Äpfel und getrocknete Früchte oder Tomaten. Also sieht es schon wieder etwas besser aus, oder? (hatte mich bei "Pökelkonserven" doch etwas geschüttelt und musste daher was dazu sagen, lach).

So. Bei mir ist heute Nulltag. Seit langem wieder. Ich bin mal gespannt, ob ich es schaffe. Ich muss unbedingt von meinem "Kampfgewicht" runter. Ich fühle mich damit nicht mehr wohl.

Euch einen tollen Montag!


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am 21.10.2013 um 10:53 Uhr
... hat Simona geschrieben:
Simona
Simona
... ist OFFLINE

Beiträge: 294

Guten Morgen,

nach einem extrem genussreichen Schlemmerwochenende schließe ich mich Katyes an und nulle heute, nicht zuletzt der etwas aus dem Leim gegangenen Figur wegen .

Die Ernährungsdiskussion ist sehr spannend, zeigt sie doch einen schönen Querschnitt aller Einstellungen auf. Ich würde gerne mal zusammenhanglos noch so ein paar Gedanken los, die mir in loser Folge so durch den Kopf schwirren, da ich die Diskussion ja letztlich irgendwie losgetreten habe:

Selbstverständlich hat jede Ernährungsform negative Auswirkungen auch auf die Umwelt, verzichte ich z.Bsp auf Butter, werde ich früher oder später bei einem Austauschprodukt landen. Margarine enthält gehärtete Fette, schmeckt mir nicht und kommt somit nicht in Frage, Bioaustauschbutter enthält Palmfette... zwar in halbwegs verträglichem Bioanbau, aber dennoch umwelteingreifend. Verzichte ich generell auf tierische Milch, möchte ich Ersatz aus... Hafer, mandeln, Cashews oder Soja... die müssen angebaut und her transportiert werden, sicher auch nicht ganz umweltverträglich.

Esse ich Fleisch und verzehre viel Milch, muss das Soja etc auch hergeschafft werden, wandert ins Tier, wird dort zum kleinen Teil in tierische Nahrungsmittel verwandelt, welche ich dann esse... Da sieht die Umweltbilanz auch nicht besser aus. Hinzu kommt natürlich noch der Mehrverbrauch an Wasser bei der Fleischproduktion, der in den nächsten Jahren ganz erhebliche Umweltprobleme aufwerfen wird.

Kaufe ich vegane Nichtbioprodukte habe ich hingegen einen Haufen Aromen und Zusatzstoffe in der Nahrung etc .

Was mir noch auffällt, ist, dass ich fast niemanden kenne, der nicht die ein oder andere Allergie hat, jedoch kenne ich niemanden, der sagt, er habe eine Allergie gegen Fleisch... ich selber hingegen habe beim konsequenten Verzicht auf Fleisch bemerkt, dass ich 1. kaumnoch Gelenkschmerzen habe, 2. mir die Nasenschleimhäute nicht mehr zuschwellen und 3. ich keinerlei Verdauungsprobleme mehr habe, in Form von Durchfall oder Verstopfung.

Letztlich kann jeder also nur so leben, wie es seiner Sicht, seiner körperlichen Verfassung und seinem Gewissen entspricht. Wichtig finde ich allerdings, dass man sich hin und wieder mal ins Bewußtsein ruft, WAS man denn da so nett verpackt aus dem Supermarkt mit nach Hause schleppt und sich einverleibt. Ob das wirklich immer so alles nötig ist? Ob ein wenig Verzicht nicht für die meisten von uns doch sehr viel gesünder ist?

Ohne jetzt noch allzu sehr in die Tiefe gehen zu wollen, wird das Problem der tierquälerischen Haltung von Milchkühen und fleischliefernden Tieren für mich persönlich auch nicht durch den Kauf von Bioprodukten wesentlich verbessert. Besieht man sich mal die entsprechenden Biorichtlinien (die immer mehr aufgeweicht werden, um den steigenden Bedarf zu decken) und schaut sich auf vielen Biohöfen um, kann man leicht erkennen, dass hier nur graduelle Verbesserungen gegenüber den konventionellen Betrieben bei der Haltung vorliegen . Die Verbesserung liegt vor allem im Bereich dessen, was gefüttert wird und dass viele Medikamente nicht zugelassen sind, woraus dann "gesündere" Produkte resultieren.

Von meiner derzeitigen Ernährunssituation her ersetze ich momentan mit viel Spass und Genuss sehr viele tierische durch selbstgemachte pflanzliche Produkte aus Bioanbau und nehme den Rest eben auch von den Tieren. Dieser Teil hat sich jedoch inzwischen extrem verringert, da auch meine Familie gerne mitzieht.

Das verbleibende bißchen Sahne, Milch, Butter, Fleisch und Eier beziehen wir entweder vom Metzger unseres Vertrauens, der nur bei Bauern kauft, die ihre Tiere aus alten Nutztierrassen in Freilandhaltung artgerecht leben lassen und der selber schlachtet, bzw von Höfen, die wir kennen oder eben in Demeterqualität.

Gerade vorhin haben wir übrigens einstimmig beschlossen, dieses Jahr Weihnachten mal zu experimentieren und unseren eigentlich sehr geliebten Wildbraten gegen veganes Essen auszutauschen. Mal schauen, wie das so ankommt ?

So, jetzt Euch allen noch einen wunderschönen, genußvollen Wochenbeginn, gleichgültig ob mit oder ohne Essen .

Liebe Grüße

Simona

--
Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.

Giovanni Boccaccio


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am 21.10.2013 um 11:58 Uhr
... hat geschrieben:
User existiert nicht mehr bei heilfastenkur.de
John/Jane Doe
User existiert
nicht mehr bei
heilfastenkur.de

Allen einen guten Wochenstart

Für mich ist Ernährung auch schon lange ein Thema ,das mich beschäftigte und beschäftig.
Angefangen hat das mit der Verantwotung für mein Kind .
Vorher war alles mehr ambulant , Faulheitsprinzip , Lustprinzip .
Heute , bzw. Seit Jahren suche ich Möglichkeiten mit meinen Gelenkschmerzen ( RA )
Zurechtzukommen .
Streng Vegetarisch bis Vegan - Bircher - Brenner , Dr Bruker , .........
Arachidonsäure reduziert - es wurde immer ein wenig schlimmer .
Frischkornbreihe , mein Verdauungssystem ist dafür wirklich nicht gemacht ,
Und ich war bestimmt geduldig , hab die Anteile reduziert und und
So ist meine derzeitige Meinung :
Erstens bin ich glücklich und dankbar in einem Land zu Leben , in dem ich genügend auskommen und Möglichkeiten Habe, mich vielseitig , wenn ich will aus der ganzen Welt ,zu ernähren. Erst kommt das Fressen und dann die Moral - wieviele Menschen weltweit müssen sehen , dass sie irgendwie und überhaupt etwas essen können.
Wie privilegiert bin ich , die ich die Möglichkeit Habe , eine mir gemäße Ernährung zu finden und mir über Ethik , Moral Umwelt auch in diesem Zusammenhang Gedanken zu machen .
Und wie viele Imponderabilien gibt es da - unüberschaubar für den Laien .
Neulich las ich , dass die verstärkte Nachfrage nach Inkakorn , Quinoa , in unseren Bioläden dazu führt ,daß in Südamerika die arme indigene Bevölkerung die stark gestiegenen Preise nicht mehr bezahlen kann und noch mehr Hunger herrscht ( auch die gerne zitierten Kinder )
Wie sooft ist unser gesundes , alternatives , luxuriöses .... Leben auf Kosten anderer armer Menschen möglich .
Für mich habe ich beschlossen , nicht am Leid der Welt zu verzweifeln , sondern lustvoll und glücklich und dankbar mein kleines Leben zu genießen , ohne schlechtes Gewissen .
Was ich weiß und durch mein Verhalten beeinflussen kann , tue ich ohne eine " Religion " daraus zu machen - leise ,unspektakulär , - ohne ein Schild vor mir her zu tragen.
Von meiner persönlichen Ernährung Habe ich ja schon mehrmals berichtet.
Mit das Wichtigste scheint mir das Fasten und das Intervallen zu sein .
Dazu das strikte Meiden von Dingen die mir nicht bekommen.
Also alles , in dem Stärke steckt , Soja geht auch nicht , kein Obst , außer Beeren.
Und damit scheine ich schmerzfrei , quasi gesund zu werden .
Noch ein Gedanke ,wie Ernährung geographisch und kulturell richtig und wichtig ist.
Ein Eskimo ( Orginal natürlich ) hatte nur Fisch und Fleisch ! Punktum
Ein Massai Mich und Blut ( bin ich froh , keiner zu sein )
Fast ganz Indien lebt Vegetarisch , lecker ,gut und auch gesund
Weltweit war immer das richtig , WAS DA WAR
IN nördlichen Gegenden wäre niemand ohne Jagd über die Elend langen Winter gekommen
Und jetzt bin ich wieder bei meiner Meinung .
Wir sind unglaublich privilegiert , wir können uns aussuchen !


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am 21.10.2013 um 20:02 Uhr
... hat katyes geschrieben:
katyes
katyes
... ist OFFLINE

Beiträge: 728

Liebes Wissensschaf,
vielen Dank - du hast mir regelrecht aus dem Herzen gesprochen. Es geht uns gut, sehr gut und wir machen uns das viel zu selten klar.

Euch einen schönen abend!


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am 21.10.2013 um 22:38 Uhr
... hat FrolleinTamTam geschrieben:
FrolleinTamTam
FrolleinTamTam
... ist OFFLINE

Beiträge: 53

Puh, was für eine Diskussion hier losgetreten wurde...

Aber es diskutieren hier eigentlich die Falschen, nämlich die, die sich sowieso schon lange Gedanken über ihre Ernährung machen und für sich bewusste Entscheidungen getroffen haben, wie sie leben und essen wollen - ob nun gesundheitlich, ethisch oder kulinarisch motiviert.

Für mich lässt mich neben meinem Wohlbefinden vor allem mein Mitgefühl anderen Lebewesen gegenüber meine Nahrungsmittel auswählen. Ich bin froh, dass ich in dieser Luxussituation bin!
Ich kann schlicht und einfach kein Fleisch genießen. Ich habe es immer wieder probiert (z. B. die glückliche Ente zu Weihnachten vom netten Bauern nebenan) und habe dabei gelitten. Nicht, weil das Fleisch nicht geschmeckt hätte, sondern weil nicht zwischen Fleisch und totem Tier abstrahieren konnte.
Ich würde wieder Fleisch essen: ausgesetzt in der russischen Taiga oder auf dem ewigen Eis, verloren in der australischen Wüste oder im tiefsten Alaska. Ihr wisst schon, worauf ich hinaus will
Ich habe auch schon für Freunde Lasagne Bolognese gekocht, nach dem besten Schnitzelrestaurant der Stadt gesucht, Bratwürste gegrillt und anderen Schinken aufs Brot gelegt. Schließlich ist mein Fleischverzicht meine Entscheidung und nicht die anderer.

Ich würde mir nur wünschen, dass die Menschen, die im ähnlichen Luxus wie wir leben, hin und wieder darüber nachdenken würden, was sie konsumieren. Eine kleine Veränderung des Verhaltens würde nicht nur dem Einzelnen sondern auch der Allgemeinheit gut tun.

Heute war ich ganz verwundert, als mein Nichte kein Fleisch zum Abendessen wollte, obwohl es ganz toll zubereitet war. Auf Nachfrage meiner Schwägerin meinte sie nur: "Das ist die Schwester von Mathilda." Mathilda ist ein Schwein, das sie auf den Bauernhofferien kennen gelernt hatte. Wir mussten alle schmunzeln. Das Schwein auf dem Tisch hat ein Gesicht bekommen und nicht nur das, was der Wurst hinter der Theke mittels Schablonen aufgedrückt wurde.


Zu Deiner Frage Aqui:
Ich weiß nicht, ob ich eine Glutenintoleranz habe. Ich bin nur durch verschiedene Symptome und Erkrankungen darauf aufmerksam geworden, dass es sinnvoll wäre, probeweise mal darauf zu verzichten. Und schwuppdiwupp fing ich an schnell abzunehmen, meine Allergien, depressive Verstimmungen, Rückenschmerzen, Hautprobleme und Verdauungsbeschwerden sind stark zurückgegangen. Außerdem brauche ich weniger Schlaf und habe mehr körperliche Kraft!
Vielleicht steckt nur eine Glutensensitivität dahinter und keine Intoleranz. Doch ich habe kein Interesse daran, eine Glutendiät über ein paar Wochen durchführen zu müssen (dabei isst man besonders viel glutenhaltige Nahrungsmittel), um dadurch Antikörper nachweisen zu können.
Mir reicht mein körperlicher und seelischer Zustand als Beweis, dass mir Gluten (warum auch immer) nicht gut tut.

Ich will es nicht abstreiten. Glutenverzicht als "Ovovegetarier" ist das, was im Alltag am schwersten umzusetzen ist. Veganismus war damals ein Klax dagegen!
Ich kann nirgendwo bedenkenlos essen gehen, kann mir selten Essen unterwegs kaufen und bei Einladungen wissen die anderen nicht, was sie mir kochen können. In Deutschland ist im Gegensatz zu Skandinavien und dem englischen Sprachraum Glutenunverträglichkeit ziemlich unbekannt.
Es bessert sich glücklicherweise allmählich!
Morgen gehe ich mit einer Freundin Sushi essen. Da nehme ich dann bespielsweise meine eigene glutenfreie Sojasoße zum Dippen mit. Man muss sich nur zu helfen wissen.


Boah, habe ich in den letzten Threads viel geschrieben. Ich merke, dass ich Urlaub habe. Keine Sorge, ab nächster Woche werde ich wieder stiller

Ich wünsche Euch schöne, genussvolle Sonnentage!
Euer Frollein


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Tonia Tünnissen-Hendricks
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