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» Forum: Fastentagebücher und Fastengruppen

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am 06.01.2022 um 20:23 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
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Beiträge: 1284

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von LuChia am 06.01.2022 um 20:24 Uhr ]

Tag 5 geht zu Ende,
ein wirklich schöner und sonniger.

Ich erhole mich langsam von den emotionalen Turbulenzen des gestrigen Tages und der vergangenen Nacht. Hab einen langen Spaziergang im mittäglichen Sonnenschein genossen, notwendige Telefonate und Mails erledigt und jetzt ist Wochenende.

Mir ist jetzt fast durchgehend kalt und ich hab langsam echt Lust auf eine große Portion warmes Gemüse
- am besten mit Spiegelei : 0 )

Oder Quark mit Zwiebeln, obwohl- der wäre zu kalt…
Heute gab es endlich ein warmes Fastensüppchen- Zeit wurde es und gut tat das!

Wie läuft es bei dir, liebe Christiane?
Wie war die Wanderung?

Lass dich von deinem Liebsten zum Lachen bringen und genieße den Abend!

Bis morgen- gute Nacht!


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am 06.01.2022 um 21:09 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2013

Hallo Lu und Enja,

danke für den Buchtipp, Enja, davon hatte ich mal eine Buchbesprechung gelesen, wollte es kaufen, aber ich glaube das habe ich dann doch nicht... Dann bräuchte ich nur noch Zeit, es zu lesen... Ich habe den Betreuungsassistenten angefangen, da ist ein Modul Demenz und eins für Hospiz dabei, deswegen wollte ich es machen, aber Pflegeausbildung und Hilfen gehören noch dazu... Wäre schon fertig, wenn ich Urlaub bekommen hätte. Nun sind die Termine wieder rum.

Lu, mein Tag war der Supergau - Mutter gestürzt und dann aus der Ferne (sie wohnen eine Autostunde entfernt) alles in die Wege leiten. Nur Prellungen, nichts gebrochen. Aber eine Nacht auf dem Teppich - es geht so nicht weiter. Der Notdienst hat sie wieder aufgehoben, untersucht und dann aber erlaubt, dass sie da bleibt. In Coronazeiten wäre Krankenhaus nicht so meine Lieblingsvariante... Ich darf ja dann nicht rein, und sie bekommt Panik dort. Das hatten wir im Sommer schon mal, muss ich jetzt nicht auch noch oben drauf haben.
Dann habe ich den ganzen Tag telefoniert, Formulare ausgefüllt, organisiert usw. Dazwischen ist mir vieles misslungen, ich hatte auch Konzentrationslöcher - absolute Überforderungsanzeichen. Und natürlich Stress-Ess-Sucht, der ich aber nicht nachgegeben habe - keine Schokolade im Haus und alles andere widerte mich an. Sehr seltsame Stimmung, getriebene hektische Unruhe, bis es sich wieder legen konnte: habe mir dann eine Orange ausgepresst, mache ich ja sonst nie. Die hat mir sehr gut getan. Fruchtzucker ist auch Zucker...

Die Wanderung habe ich doch mitgemacht, rein rational überlegt, dass ich nun für Auszeit sorgen muss, sonst... konnte sie leider nur nicht genießen aus Sorge, weil sie nach Abrücken der Ambulanz auch nicht mehr ans Telefon gegangen sind. Trotzdem hat mir das Laufen wieder Boden unter den Füßen - Erdung - gegeben.

Nun will ich nur noch ins Bett, morgen früh fahre ich hin. Weiß jetzt nicht, ob ich dann noch vorher schreiben kann.

Schön aber, dass du wieder deinen Frieden findest. Du konntest auch ein wenig Sonne tanken und draußen laufen - das ist Balsam in diesen Zeiten... Und dein kleiner Hunger, die ersten Appetitbilder tauchen auf. Lustig, Spiegeleier... Seit mein Mann sich gestern welche gemacht hat, spuken die mir auch im Kopf rum. ich hätte hetue unzählige Male in den Sack hauen und zuschlagen wollen, aber ich weiß genau, das hätte mir alles andere als gut getan. Vielleicht ist es letzlich der Fastenmodus und meine Fastenschneekugel gewesen, die mich vor einem Nervenzusammenbruch bewahrt hat. Sitz mal 50 km entfernt und kannst nichts tun... Naja, ich habe ja getan, aber nicht selbst. Wenigstens dürften nun die Widerstände gegen den Hausnotruf beseitigt sein.

So, dann sage ich mal gute Nacht und schlafe gut. Für ausführlicheres Eingehen heute ist echt die Luft raus.

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(Kirkegaard)


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am 06.01.2022 um 21:22 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2013

Habe gerade doch nochmal deine Zeilen von heute morgen gelesen und will da doch unbedingt noch was schreiben - nur jetzt kann ich nicht mehr.

Nur noch das mit der Ohnmacht. Ich sage ja oft, es gibt nichts Schlimmes, dass nicht auch was Gutes hat - aber bei Ohnmacht ist mir noch nie derartiges eingefallen. Du hast nachhaltig meine Sichtweise verändert!

Schön, dich noch mal gelesen zu haben...

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
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am 07.01.2022 um 08:21 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2013

Moin moin, Lu,

ich mache jetzt mein eigenes Projekt "Lightspeed" rotiere bereits seit 3 Uhr. Aber habe viele Infos und noch ein volles Aktionsprogramm heute in meiner Thematik.

Dich muss ich nun leider wieder auf den Abend vertrösten, aber ich melde mich auf jeden Fall. du hast mir gestern mit diesem Ohnmachts-Gedankenanstoß unglaublich geholfen, Lu, und einen jahrzehntelangen Knoten gelockert, vielleicht auch gelöst.

Heute Tag 6? Fühlt sich entlastend an, deshalb bleibt es bei mir noch dabei. Ich würde fürchterlich falsch aufschlagen, wenn ich in dieser Situation essen müsste. Lieber aus der Fastenwatteblase mit einem wenn auch unzureichenden Schutz agieren. Du wolltest morgen oder am Sonntag fastenbrechen? Gib mir gerne deine Essensvorhaben bekannt, sind oft so herrlich inspirierend. Ich habe noch Pak choi und jede Menge Kohl - Wirsing, Grün- und Rotkohl, werde, so der Plan, wie nach der Klinik im Frühjahr auch zuhause wieder rohkostlastiger essen. Aber noch nicht, vielleicht in einer Woche. Darf dies auf Pflegekassenkosten auch tun, um den Organisationsaufwand jetzt zu bewältigen.

Habe einen guten Tag - egal, wie das Wetter wird. Viel Erfolg bei deiner Aufräumerei, dieser Elan ist ansteckend! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mal Sehnsucht danach hatte, Dinge wegzuwerfen, aber momentan könnte ich es, glaube ich, sehr gut. Mein Leben fühlt sich megakomprimiert und vollgestopft an. Aber wie schriebst du kürzlich: nach dem Fasten ist vor dem Fasten? Naja so ähnlich

Bis heute Abend!

--
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am 07.01.2022 um 10:23 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
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Beiträge: 1284

Liebe Christiane,

welch ein Schreck- gut dass deiner Mutter nichts Schlimmeres passiert ist.

Genau, dir stehen 14 Tage Kurzzeitpflege und bis zu einem halben Jahr Pflegezeit zu- falls die 14 Tage nicht ausreichen sollten, um alles zu organisieren. In dieser Zeit werden deine Krankenversicherungsbeiträge von der Pflegekasse übernommen.

Ich freue mich sehr, dass ich dir mit meinen gestrigen Gedanken helfen konnte! Dann hat meine derzeitige Situation der Unsicherheit ja einen weiteren Sinn : 0 )

Spiegeleier- auch mich hat das Essen deines Mannes auf die Idee gebracht!
Ich weiß noch nicht, wann ich wieder esse. Bin seit gestern in der Phase, in welcher ich hin- und herschwanke. Einerseits ist das Fasten sehr wohltuend, ich bin wach (meine Nacht war wieder sehr erholsam) und energiegeladen und ähnlich wie du sehr bei mir. Möchte auch gerne noch mit dir gemeinsam weitermachen, das Erlebnis teilen.

Hab ein ruhiges, heimeliges Wochenende mit den Fotos des letzten Jahres geplant. Auch dabei würden mich Essen/ Kochen und die typische Nachfasten- Ess- Trägheit eher stören. Heute also schlägt das Pendel noch deutlich Richtung Fasten.
Tag 6 ist schon wieder- da staune ich, wie leicht mir diese Runde fällt, verläuft fast unbemerkt und nebenbei.
Und ich nehme den Elan, mit welchem ich jeden Tag etwas in der Hütte erledige, sehr wohlwollend zur Kenntnis. Hatte mir letztes Jahr vorgenommen, viele Dinge des Frühjahrsputzes in die grauen, kalten Monate vorzuverlegen, da ich dazu kein schönes und warmes Wetter brauche. Meine Vorstellung war, dass ich dann im Frühling nur noch die Fenster putzen muss und ansonsten ohne Umwege Zeit habe, draußen herumzutoben.
Genauso mache ich es jetzt. Heute ist es kalt und der Himmel grau, da reicht mir eine Mittagsrunde, um Bewegung zu haben und Licht zu haschen. Im Frühling zieht es mich morgens ohne Umwege raus, wenn ich frei habe. Das ist ganz eindeutig die kleine Lu und meistens lasse ich sie dann auch- fände es fies, sie zum Putzen in die Hütte zu sperren. Aber ich weiß, dass ich es auch genießen werde, dass der Dreck mich nicht ständig mahnend daran erinnert, welch faule Socke ich bin.

Kohl in allen Variationen schwebt mir auch vor. Gebraten, als Beilage zu Quetschkartoffeln (Sauerkraut!) und dicker Eintopf. Und Hülsenfrüchte möchte ich essen. Bei Denns sind Gläser mit Zuckermais, Kidney- und weißen Bohnen und Kichererbsen im Angebot, damit hab ich mich vorgestern eingedeckt. Das Eichhörnchen spielt gerade im Winter während des Fastens gerne mit und die Gläser glänzen und sind so schön farbig : 0 )
Drei meiner auch heute dominierenden Anteile hab ich also identifiziert: Kleine Lu, Eichhörnchen und Arbeitstier. Am meisten mag ich die Kleine, das Arbeitstier hat Feierabend. Das Eichhörnchen darf nachher wieder raus- mal findet es was, mal nicht- schon das Herumschnuppern macht Spaß.

Schreibst du bitte mehr über dein „Projekt Lightspeed“?
Ich wünsch dir weiterhin viel Kraft und gutes Gelingen für deine Vorhaben, gute Nerven und eine große Portion Humor!

Bis später!

Achso- klar: Nach dem Fasten ist vor dem Fasten. Und da ich erfahrungsgemäß Ende Januar, Anfang Februar beginne, mir eine Speckschicht anzufuttern, steht auch im nächsten Monat wieder eine Runde an. Verhalte mich da ganz anders als in Frauenzeitschriften empfohlen. Wenn die beginnen, mit der Aktion Sommerkörper zu titeln, bekomme ich Hunger- und zwar richtig.


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am 07.01.2022 um 15:29 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1284

Liebe Christiane,

kleiner Nachtrag, ich hab nun einen Plan, der mir ausgesprochen gut gefällt:
Werde in der nächsten Woche ein bisschen von zu Hause aus arbeiten, mich boostern lassen und kann also gut eine weitere Runde fasten. Da mir zwei Wochen durchgehend zu lang sind, ich aber gerne mit dir bis zu Ende weitermachen möchte, mich aber auch das Essen sehr lockt, breche ich morgen vorübergehend das Fasten und steige Montag wieder ein.
Dann faste ich nochmal bis Freitag und hab insgesamt 11 Tage, das reicht mir völlig. Außerdem bringe ich meinen Stoffwechsel so zwischendurch auf Trab und kann sowohl an diesem als auch am nächsten Wochenende das Familienessen genießen- ich bin begeistert!

Also nur ne kurze Pause, ich bleib bei dir : 0 )


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am 07.01.2022 um 21:47 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2013

Liebe Lu, bei mir ist alles wieder anders... Und wirklich supergau. Project Lightspeed in Anlehnung an das Buch, das ich einfach nicht lesen kann, weil mir die Zeit fehlt, und verknüpft sich mit der Hoffnung, im Thema Eltern und Pflege nicht immer wieder hinterherzuhinken und endlich wieder agiere und nicht ständig im Katastrophenmodus reagieren muss.

Ich dachte gestern ginge nicht mehr zu toppen, ich habe mich geirrt. Und morgen, wenn das Universum nicht final anders entscheidet diese Nacht, geht es wieder mit Muttern ins Krankenhaus - HB unterirdisch., 3,4. Kann sein, dass ich mich nun nicht mehr melden kann, mit diesem Handy war ich noch nie im Forum.

Dein Plan, am Wochenende jetzt mit der Familie zu speisen und dann wieder einzusteigen, kommt mir also sehr entgegen. So oder so wird es ja wahrscheinlich recht bald "rum" sein. Ich faste auf jeden Fall weiter, jetzt abzubrechen wäre absolut tödlich. Ich brauche meinen Fastenschutz wie nie zuvor im Leben. Mir war vorhin sehr massiv nach Glühwein. Rotwein und heiß. Ich habe den Drang niedergekämpft und mir eine Kanne Tee und zwei Caro zugeführt. Passt schon. Frieren tu ich immer noch erbärmlich - trotz Wolldecke und Wärmflasche. ich muss glaube ich, baldigst ins Bett...

Das mit deinen bunten Hülsenfrüchten im Glas kann ich mir so richtig gut vorstellen! Lockt mich jetzt natürlich auch - ich bin bei Nahrung ein Hamsterer, nicht nur auf den Rippen! Aber ein zunehmend erfolgreicherer Kampf von mir dagegen, also gegen die Vorräte für ein halbes Jahr für eine 5köpfige Familie, die wir ja längst nicht mehr sind, wird mich hoffentlich davon abhalten, es dir gleich zu tun.

Interessanter Ansatz, den Frühjahrsputz in die Schlechtwetterzeit zu verlegen Ich fand das auch immer völlig unpassend, wenn die Sonne scheint, Fenster zu putzen (bei meinem Glück regnet es dann im April auch prompt wieder dagegen). Ich putze mein Haus nicht übertrieben vorm oder auch im Advent, das muss erstmal reichen, und dann nochmal Anfang Sommer. Diesmal habe ich nicht alle Fenster geschafft (16 Sprossenfenster! ) muss also bei Gelegenheit noch mal nacharbeiten. Das mit der faulen Socke hast du hier im Forum aber richtig gut getarnt, du sprühst doch jedesmal vor Elan und Tatendrang, mistest, räumst und wienerst wie im Schloßpalast. Faul und energielos komme ich mir dabei meistens vor

Deine links kürzlich fand ich sehr erfrischend, aber der Gedanke, wirklich mal in diese Staffeln reinzugucken hat sich nun schnell erledigt. Ich gucke fast nie fernsehen - nur die Nachrichten... bin dabei also hoffnungslos uninformiert, was gerade in und dran und sehenswert ist. Zwischendurch finde ich daher solche Spots sehr nett - bin ja noch völlig un-abgestumpft

Das was du mit deiner Herkunftsfamilie beschrieben hast, hätte auch über meine sein können. Das ist so das, was ich "Preußisch" nenne. Krank zuhause bleiben und sich vor der Klassenarbeit drücken? Da mussten es schon mindestens 39 Fieber sein, alles andere war ja nur etwas Temperatur. Naja, wem sage ich das

Was ich gelernt, ist, dass sich diese kindlichen Prägungen, die es uns teilweise wirklich schwer gemacht haben, in manchen Lebensphasen von mir mehr als bewährt haben. es gab Zeiten, da hätte ich ohne die eingebläuten preußischen Tugenden nicht überlebt. Mit meiner Gesundheit habe ich dann irgendwann dafür bezahlt, oder sollte ich denken, das Lebensenergiebudget war stellenweise bereits überzogen? Ich habe hartnäckig nachverhandelt und nochmal einen Nachschlag bekommen.

Wenn heute so ein übertriebener Aktivismus aufkommt, schnappe ich mir (m)einen Hund und laufe im Wald oder mache was mit Holz oder im Garten. Da kann ich dann kreativität ("brotlose Künste" und Grünkraft tanken und komme zügig wieder runter und in Balance. Aber manchmal braucht es auch größere Anstrengungen - so wie gerade jetzt. Aber würde ich das packen ohne die harte Kindheitsschule?!

Was mir noch immer megaschwer fällt, einfach so alleine da sitzen und gar nichts tun. Konnte ich noch nie, wenigstens der Mund (Gespräche), die Hände (Stricken?) oder Füße (wandern?) mussten beschäftigt sein. Für andere wäre das bereits Arbeit...

Hasst du dein Herzensprojekt nun in einen guten Kompromiss bringen können und dir inneren Frieden gebracht?

Viel zu spät schon wieder - ich sag mal tchüs bis? ich melde mich wenn ich kann.

--
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(Kirkegaard)


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am 08.01.2022 um 10:26 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1284

Liebe Christiane!

Das klingt alles sehr bedrohlich, auch wenn mir der HB- Wert nichts sagt, davon hab ich keine Ahnung. Was heißt, wenn das Universum es final anders entscheidet? Ist deine Mutter in Lebensgefahr?
Bestimmt seid ihr gerade auf dem Weg ins Krankenhaus, das tut mir sehr leid. Vielleicht muss sie nicht lange dableiben, kann bald wieder nach Hause? Kannst du vielleicht vorübergehend zu ihr ziehen? Bleibt dein Vater alleine, solange sie in der Klinik ist?

Deinen Wunsch, nicht immer nur im Katastrophenmodus reagieren zu können, kann ich gut nachvollziehen. Vielleicht ergibt sich jetzt ein Schritt aus dem anderen, du fährst erstmal auf Sicht?

Was machen deine Gummibeine? Hast du festen Stand, spürst festen Boden unter den Füßen?

Wenn ich lese, wie sehr du über deine gesundheitlichen Grenzen gegangen bist, bekomme ich jedes Mal einen Schreck. Auch ich hab früher nicht gut auf mich aufgepasst, hielt mich für unsterblich. Vielleicht gehören solche Grenzerfahrungen dazu, um die Chance, gesund alt zu werden, zu erkennen und zu nutzen? Es sind Entscheidungen, die getroffen werden müssen- von uns, die nimmt uns keiner ab.

Mein Problem konnte ich grundsätzlich nicht lösen. Es ist vertagt, was allerdings bedeutet, dass es mir mit der Übergangslösung besser geht, als ich erwartet hatte. Sehe es als Geschenk des Universums, das ich dankbar annehme. Meinem Wunsch wurde nicht entsprochen, aber so wie sich die Situation gerade entwickelt, ist das großes Glück für mich.

Und stimmt, während des Fastens bin ich, was den Haushalt betrifft, meist ziemlich aktiv, das hat aber auch damit zu tun, dass ich mir zum Fasten freie Zeiten suche. So wie du schwer sitzen und nichts tun kannst, mache ich auch immer irgendwas, versuche das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Aus dem Grund fallen mir sportliche Aktivitäten, Yoga und Meditation auch echt schwer- man kann sich nebenbei nicht nützlich machen. Was mir wunderbar gelingt, ist liegen und lesen, das mache ich jeden Abend. Ansonsten kann ich am besten in Bewegung nichts tun- wobei ich mir oft auch beim Spazierengehen ein Ziel suche, um irgendwie am Ende doch noch irgendwas geschafft zu haben.

Den Frühjahrsputz ganz vorzuverlegen, wird mir nicht gelingen, gerade die Fenster sind im Frühling dran, klar. Aber der ein oder andere trübere Tag findet sich auch da und ich bin fest entschlossen, das diesmal gleich bei erster Gelegenheit hinter mich zu bringen.
Was jetzt gut geht, sind Lampen, Schränke und solche Sachen. Gestern hab ich Gewürze sortiert und ersetzt, das war auch eine feine Beschäftigung für das Eichhörnchen. Hab mich von vielen kleinen und größeren Gläsern getrennt. Die sind zwar süß, aber sie abzuwaschen und neu zu befüllen hat doch immer wieder genervt.
Falls sie mir fehlen, hab ich ja jetzt einen neuen Vorrat- zu meinen bunten Hülsenfrüchten kamen gestern noch Lupinen in Demeter Qualität.

Hier scheint die Sonne. Mittags soll sich das wieder ändern, weshalb wir jetzt raus gehen.

Ich wünsche dir sehr, dass dich deine Fastenglocke weiterhin gut schützen und behüten kann. Pass auf dich auf!

Bis später!


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am 08.01.2022 um 20:47 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 2013

Hallo Lu!

Schön von dir zu lesen, so viel, so aus dem alltäglichen normalen Leben, da möchte ich auch wieder hin. Superschön, was du zu deinem Ärgerprojekt geschrieben hast: deine Ideen wurden zwar nicht gewürdigt, aber - ätsch - es entpuppt sich als glückliche Erfahrung. Auch so kann das Universum uns umsorgen und trösten...

Heute ist Fastenbrechen Klappe die erste? Dann wünsche ich dir guten Appetit und ein genussvolles Miteinander in deiner Familie!

Heute hat mir deine Interpretation der Ohnmacht den Hals gerettet. Ich wäre sonst sowas von ausfallend geworden oder in eine körperliche Auseinandersetzung gekommen. Wenn ich mich aufrege, pfeift auch mein Tinnitus sehr dominant, was mich zusätzlich stresst, und dann gibt es nur noch Angriff oder Flucht... Mir war gerade mehr nach Angriff!

Hämoglobin ist normalerweise bei einer gesunden Frau bei 12-14, ab 9 spricht man von Anämie und unter 8 wird es lebensbedrohlich. Sie bekommt nun 4 Blutkonserven und auch wieder Eisen über Infusionen. Ich durfte nicht mit in die Notaufnahme trotz taufrischem Negativtest, und geboostert bin ich auch - was soll das? Erzählen wollten sie, meine Mutter sei tiefenentspannt und alles sei prima - als ich auf einem Telefonkontakt bestand hörte sich das ganz anders an. Ihr ging es "beschissen" und ich sollte sie da raus holen, sie wollte doch nur nach Hause. Ich hatte aber keine Chance, sie haben mit Hausrecht und Polizei gedroht. Mal sehen, was ich morgen unternehmen kann.

Das Problem ist, dass sie zwar die Begebenheit an sich vergessen, aber nicht die Gefühle, die sie damit koppeln. und das nächste Mal bekomme ich sie vielleicht nicht mehr mit ins Krankenhaus. Sie hat eine chronische Sickerblutung wird in wenigen Monaten genauso weit unten sein. Aber es war alternativlos - ohne das Blut hätte sie nicht überlebt. Es war schon ein Wunder, dass sie das noch tat.

Ohnmacht hatte ich bis zur Haarspitze, ich wäre fast geplatzt, habe vibriert und gezittert. Mir war abwechselnd heiß und kalt und mein Herz tat wieder weh (gestern Abend auch schon). Gelborange Ampel. Da fielen mir deine Worte ein:

Zitat:


LuChia schrieb:
Ein wenig tröste ich mich damit, dass Ohnmachtsgefühle nicht schön, bzw. sehr unangenehm sind, ich aber dadurch, dass ich auf vieles weiterhin nur reagieren kann, auch nicht die alleinige Verantwortung für die Entwicklungen trage. Wenn mir nur begrenzte Optionen offen stehen, wird das Treffen von Entscheidungen ja irgendwie auch leichter.



Mir wurde schlagartig klar, was das Thema hier ist: ich fühle mich für meine Eltern verantwortlich. Dafür, dass es ihnen gut geht, dass sie nach all ihrer Lebensleistung auch einen würdigen und ihren Werten entsprechenden Lebensabend verbringen dürfen - und das liegt nicht in meiner Hand. Ihre Demenzerkrankung (und all die anderen), dass sie noch autark leben, obwohl sie es längst nicht mehr dürften und sie dabei oft Mist machen, kann ich nicht verhindern, ohne gegen unsere gemeinsamen Werte zu verstoßen, und dass ist ein Riesenkonflikt, der in mir tobt.

Ich bin eine ganz-oder gar-nicht-Frau und kriege "ein bisschen" oder "gelegentlich" nicht hin. Teilzeitverantwortung kenne ich nicht. Daneben habe ich mir überlegt, woher das Verantwortungsgefühl eigentlich kommt, und fand den Punkt in meiner Vita.

Im Bewusstsein, dass ich das mit der Verantwortung noch für mich klären muss, hatte ich ja wirklich nur sehr begrenzte Optionen, das fühlte sich plötzlivh sehr entlastend an. Die Verantwortung sah ich dann bei der Ärztin und wälzte wilde Drohungen im Hirn rum, und spielte gedanklich schon eine Klagewelle durch, aber hielt die Klappe.

Ich habe mich also gefügt, am Samstag kannst du auch am Amtsgericht als Normalsterblicher nichts erreichen (Eilvantrag). Außerdem wäre der Energieaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen gewesen, denn eins steht ja fest: sie braucht das Blut. und in dem Augenblick bestand ja wirklich noch die Möglichkeit, dass sie mit der Situation nicht annähernd so haderte wie ich.

Heute bleibt sie also auf jeden Fall noch drin, und morgen wird sie sich entweder einfinden oder die Station aufmischen, was meine Chancen verbessert, dass sie mich zu ihr lassen. Ich werde es also erstmal telefonisch versuchen und dann weiter sehen. Montag gehen sie auf Ursachensuche, wenn alles gut geht, ist sie Dienstag wieder bei meinem Vater zuhause.

Bei all dem hatte ich Gerumpels im Magen, es gluckerte hörbar laut und anhaltend. Zwischendurch hat mir sogar richtig der Magen geknurrt! Das Risiko was zu essen und in dieser Hochspannung nicht zu vertragen wollte ich aber nicht eingehen. (Ich habe gelegentlich auch Reizdarm) Nach dem Arztgespräch - nach 3 Stunden!!! Solange haben sie mich im Wartebereich sitzen lassen - bin ich dann zu meinem Vater gefahren, dem es ja auch nicht gut ging. Den hatte heute der Pflegedienst nicht mit Medis versorgt, was wir wissen, weil ich sehr früh da und den restlichen Tag mein Mann bei ihm geblieben war. Ich habe das dann reklamiert und auch über die Klinik meiner Mutter informiert.

Langer Tag. Nun möchte ich einfach nur noch ins Bett...

So, wie es dir gelingt, das Fasten beliebig zu unterbrechen und anschließend fortzuführen, das finde ich bewundernswert! Kann ich nur phasenweise, meistens scheitere ich. In der zeit, wo mir das Intervallfasten gelungen ist, konnte ich das. Heute fällt es mir schwerer. Noch ein Grund, weiterzufasten.

Ein schönes Wochenende - langweilig wird es sicher nicht! Und viel Freude mit deinen Fotos! an einem Schietwettertag in schönen Erinnerungen zu schwelgen ist ein toller Plan!

--
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am 08.01.2022 um 21:55 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
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Beiträge: 1284

Liebe Christiane,

was für ein Tag!

Morgen wird sich hoffentlich zeigen, dass es deiner Mutter besser geht- zumindest körperlich. Schön, dass du so für sie da bist und auch dein Mann dich und deine Eltern unterstützt!

Vielleicht konntest du abends noch eine heiße Brühe oder einen Gemüsesaft genießen? Nimm dir doch an so anstrengenden Tagen immer etwas Nährendes, Warmes in einer Thermoskanne mit, um zwischendurch den grummelnden Magen beruhigen zu können.
Mir hilft im Sommer immer Kokoswasser, wenn ich während des Fastens mental sehr gefordert bin, das wäre mir im Winter aber zu kalt.
Oder hast du Traubenzucker, um dir schnell Energie zuführen zu können? Du fährst ja auch immer weite Strecken mit dem Auto, oder?

Ich hoffe sehr, dass du nach all der unguten Aufregung entspannen und Ruhe finden kannst und wünsche dir eine gute, erholsame Nacht!


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Tonia Tünnissen-Hendricks
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