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» Forum: Fastentagebücher und Fastengruppen

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am 12.12.2022 um 06:21 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1487

Liebe Christiane,

Dank für Deine lieben Worte! Geteiltes Leid ist halbes Leid, merke ich gerade. Der Rest der Sippe ist füreinander da.

Wahrscheinlich steige ich mit ein in's Fasten. Denke, dass mir die Entlastung gut tun und durch die fehlende Verdauungsarbeit mehr Energie für die Anstrengungen der Trauer zur Verfügung stehen wird. Ich werde sehen.
Bis dann.
Dir wünsche ich einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Fastentag!


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am 12.12.2022 um 09:28 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2317

Hallo Pia,

tut mir so leid für dich, für euch - gerade an Weihnachten, wo nun wohl ein Schatten auf der Freude liegt. Ich wünsche dir, dass das Fasten dich unterstützen kann.

Mir hilft es, für nicht allzuferne ähnliche Situation shcon mal Vorerfahrungen zu sammeln, wie damit Umgehen. Wenn ein Instrument im Werkzeugkasten liegt, ist es nicht ganz so bedrohlich.

Mir geht es soweit gut, hatte mir Samstag den Fuß verknackst, aber geht schon wieder. Nur an beiden Tagen kaum Bewegung, heute vermutlich auch noch nicht wieder richtig. Die Folgen waren sofort zu spüren: nächtliche Unruhe, kein der Kälte wegschlafen möglich. Ich habe kaum geschlafen. Heute Abend möchte ich mit einem heißen Bad und einem wenigstens kurzen Spaziergang was dagegen setzen.

Gestern saß ich lange im Auto, dann schliefen mir dabei ganz plötzlich die rechten Fingerspitzen ein, ich bekam ein Flimmern vor den Augen. Habe immer meine Salos im Handschuhfach, habe dann eins gelutscht, danach war wieder alles gut. Ich hatte nichts zu trinken dabei, darauf muss ich zukünftig achten. War beim Aufbruch nicht präsent, aber wenn ich nicht mindestens 4-6 Liter trinke am Tag, habe ich massiv Kopfweh und Kreislaufprobleme. Im Fasten nochmal wichtiger... Schon sehr lange, ärztlich angeblich alles unbedenklich...

Ich freu mich auf unsere Fastentage! Guten Start!

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(Kirkegaard)


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am 12.12.2022 um 16:38 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1487

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von LuChia am 12.12.2022 um 18:05 Uhr ]

Hi Christiane,

ja, ein gefüllter Notfallkoffer für kritische, schmerzende Situationen kann nicht schaden.

Mir tat es heute gut, vormittags zu arbeiten und nachmittags einen langen, nostalgischen Spaziergang mit meiner Nichte zu machen. Wir haben viel geredet und gelacht.
Die Bewegung tat gut.
Jetzt bin ich platt und mir ist kalt.
Es geht gleich in die warme Wanne und dann unter die Bettdecke.

Weihnachten wäre er 60 geworden. Ich denke, er hatte Schiss davor. Sein Lebensplan "Live fast, die young" war in akuter Gefahr, nicht aufzugehen.

Hunger habe ich nicht und heute begonnen zu fasten.
Problematisch könnte die Kälte werden, glaube ich. Es ist knackig kalt, wir sparen Energie, die Trauer lässt mich frösteln und dazu fortan noch die Fastenfröstelei- mal sehen, ob ich das durchhalte.

Verknackter Fuß klingt unangenehm. Ich wünsche dir, dass er bald wieder richtig gut ist.

Dein Fasten ist bereits ein Selbstläufer?

Liebe Grüße,
Tante Pia

Nachsatz: Trinken ist ganz wichtig, ja. Hab ich heute auch vernachlässigt. Aber Du bist ja schon mitten drin in der Entgiftung, spül Dich ordentlich durch.


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am 13.12.2022 um 09:52 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2317

Moin moin, liebe Lu,

Ruhe, Erinnerung, Verbindung - das war für mich auch immer beherrschend in der Trauer. 60 ist doch noch blutjung... Aber es nähert sich eine Schwelle, und es ist das Alter, in dem einen klar wird, dass sich das Leben nun in eine neue Phase hineinentwickelt. Mein Mann ist 66 und beharrt darauf. Aber er hatte auch vor der 60 eine Heidenangst - sein Vater ist in diesem Alter gestorben.

Ich bin ja auch 60 und spüre das - aber bin auch gespannt, was es noch so für mich bereit hält.

Fasten ist in der Tat ein Selbstläufer, wundert mich selbst sehr. Wenn ich mal drin bin. Das ist mir über das ganze Jahr nicht gelungen. Da gibt es diese unglaublichen Fluchtimpulse, die mich vor sich hertreiben, diese Unruhe, Anspannung. Dann habe ich gekaut, und es wurde etwas besser. Vorwiegend Möhren, Kohlräbchen, Sellerie, Paprika, jedes Obst... unentwegt, den ganzen Tag mehr oder weniger. Es war wie eine Sucht. Und klar, das hat sich an meinem Körper gezeigt - ungesunder Speck in nie dagewesenem Ausmaß. Das konnte nicht so weiter gehen - hätte Selbstaufgabe bedeutet.

Und daneben kam immer wieder Erstarrung, Unfähigkeit, etwas anzupacken, Konzentration nur über kurze Strecken möglich, Energielosigkeit. Klingt nach burn out oder Depri, hatte ich beides schon - fühlt sich komplett anders an. Als wäre der Fahrstuhl drei Etagen tiefer zum Stillstand gekommen und ich sitze im Schacht.

Der Wille, da rauszukommen ist ungebrochen. Untypisch für Depri, kann man streichen. Und schubweise habe ich auch die Kraft rauszugehen. Motivation Hund Dann laufe ich eine Stunde, tanke Licht und Sauerstoff. Mir wird sehr warm, breche auch ungewöhnlich schnell in Schweiß aus, ich keuche wie eine Dampflok bei kleinsten Steigungen. Aber wenigstens komme ich sie wieder hoch. Kennst du diese Altersanzüge? Danach fühlt es sich an...

Jedenfalls geht es mir besser, seit ich faste, nur friere ich erbärmlich trotz Wärmflasche, dickem Schlafanzug und Wollsocken - das hält mich vom Schlafen ab. Heute gehe ich auf den Speicher und suche meine Winterjacken und Decken. ist ja eh langsam angezeigt - wir sollen am Wochenende -20 Grad bekommen!!! Für einige meiner Pflanzenkinder kommt jetzt jede Hilfe zu spät...

Heute ist mein 7. Fastentag - eine Woche würde ich gern noch durchhalten und dann Anfang Januar weiter. Ehrgeiziges Ziel, hoffentlich komme ich dann wieder rein. Naja, jettz erst mal die innere Beruhigung abwarten...

Ich wünsche dir einen versöhnlichen Tag, Lu. Du hast wohl eine gute Verbindung zu deinem Bruder gehabt. Familie ist ein hohes Gut... Schön, dass ihr das miteinander Durchleben könnt. Wenn einer aus der Herkunfsfamilie geht, geht auch immer ein Stück Kindheit.

Grüße von Herzen Christiane

Nun laufe ich schon einmal mit und einmal ohne Hund, dann mit Stöcken, und es wird gaaanz langsam besser.

Menschenansammlungen meide ich, das wird wohl eine C.-Paranoia sein... Nutze auch weiterhin die Maske.


--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(Kirkegaard)


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am 13.12.2022 um 23:28 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1487

Hallo du Gute,

so schön, von dir zu lesen!
Schon deshalb lohnt es sich zu fasten : O )

Nein, 60 ist noch kein Alter. Ein schrecklicher Gedanke, so früh zu sterben.
Nach einer Nacht mit echt fiesen Träumen hab ich heute ausgeschlafen und bin dann richtig gut in die Gänge gekommen. War den ganzen Tag über glücklich, ganz ohne die sonstigen Stimmungsschwankungen, die ich sonst oft beim Einstieg ins Fasten habe.

Ich bin froh und dankbar dafür, am Leben zu sein. Empfinde gerade sehr intensiv und fühle mich allen und allem um mich herum tiefer verbunden. Es ist ein Glück, hier sein zu dürfen.
Familie und Freunde sind füreinander da, jede und jeder wie er kann und möchte. In manchen Momenten ist es einfach ein Weitermachen, Überleben.
Aber es gibt auch sehr intensive und schöne Augenblicke.
Ganz klasse finde ich, dass mir ein weiteres Stück Unabhängigkeit zuwächst- durch den großen Bruder geerbt.
Ich werde mich- wie er- nicht mit Menschen umgeben, die ich nicht mag und so weit es geht auf Konventionen pfeifen. Freue mich richtig auf die Beerdigung und die Treffen drumherum. Wir feiern ihn mehrmals- selbstverständlich auch den 60. mit einem großen Feuer : O )

Wen er nicht mochte, bekommt keine Nachricht vom Beerdigungstermin und gespielt wird nur seine Lieblingsmusik, da sind wir uns einig. Das wird schön, lustig und traurig.

Wenn ich dich lese, fallen mir die Sätze ein, dass alt zu werden anstrengend ist, die Alternative aber wäre, jung zu sterben. So ist es wohl.

Da warst du jetzt ein paar Monate lang ein kleines Häschen? Erstaunlich, dass du Kohlräbchen in Fett umwandeln kannst, das würde mir nicht gelingen.
Zumindest hast du in dieser Zeit die guten Mikroben im Darm gefüttert- ungemein gesund! Komisch aber, wie du von Rohkostknabberei zunehmen konntest. Hast du viel Alkohol getrunken? Aber das ist ja eigentlich gar nicht deine Art und wäre dir aufgefallen.

Ich wünsche dir sehr, dass diese Fastenrunde dafür sorgt, dass du dich bald wieder wohl in deinem Körper fühlst.
Wie geht es deinem Fuß?

Bis morgen!
Lu


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am 14.12.2022 um 10:10 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2317

Liebe Lu,

ich danke dir, dass du diese Lebensphase mit mir teilen magst, es hilft mir sehr, mich vorzubereiten. Vor dem Sterben (nicht dem Tod) meiner Eltern, vor der Überforderung, wie das mit dem übrig bleibenden Elternteil wird, aber (noch) weniger vor dem Unbehagen, dann in der ersten Reihe zu stehen. Und mit zwei dementen Elternteilen trotz gesunden und den Präventionsempfehlungen der DALZG fast folgenden Leben mache ich mir um meine Disposition natürlich auch Gedanken.

Dein Bruder hat einen wunschgemäßen Abgang gehabt, so wie du es angedeutet hast? Manchmal denke ich, wir sollten vorsichtig sein, wie wir unsere Wünsche formulieren... Könnte dann doch etwas anders laufen.

Wie du an die Beerdigung ran gehst, finde ich richtig schön. Ich habe eine sehr nahe Freundin kürzlich mit ihrem Vater begleiten dürfen - die Familie kenne ich schon aus meinen Jugendzeiten. Sie haben es auch so gehalten - sehr liebevoll und dankbar - das hat mich tief berührt. Trotzdem bleibt erstmal der Abschied, das Loslassen, der Schmerz des Verlustes. Die vielen ungesagten Worte, nicht unternommenen Vorhaben, vielleicht auch die ein oder andere Begegnung, die noch geklärt werden wollten...? als ganz junger Mensch habe ich mir vorgenommen, so zu leben, dass ich jeden Tag gehen könnte, ohne irgendetwas zu bereuen. So ganz ist mir das nicht gelungen.

Gestern war es immer mal wieder kurzzeitig anstrengend mit dem Fasten - diese üblichen kleinen Durchhänger mit Kreislauf, "Hunger", Lust auf Essen. Das ist wieder verflogen. Ja, dieses Jahr und meine Fresserei... Ist wohl alles ein Rechenexempel, Lu. Auch Rohkost hat seine Kalorien, und zeitweise hatte ich Dips, die insgesamt ebenfalls nahrhaft waren - immer auf die Menge gesehen. Dazu eben meine Bewegungseinschränkungen (von 15-20 km am Tag in hügeligem Gelände auf kleine Spaziergänge in der Ebene), die Leere im Kopf, die Untätigkeit. Es war sehr schwer, da raus zu kommen. die Ärzte sagen immer nur, "Sie müssen Geduld haben!", das ist wirklich nicht gerade meine Stärke. Im Studio habe ich mich (vor C.) bei 175 Watt warm gelaufen, beim Kardiologen musste ich mit 100 Watt wegen Schwindel und Übelkeit vom Rad. Ich konnte auch die Trittfrequenz nicht halten - Stecker gezogen. Kann man nicht beschreiben. Freier Fall. Das Gefühl, das war es jetzt, es wird nie wieder besser. Es wurde von Woche zu Woche schlechter.

Ich bin stolz darauf, dass ich dran geblieben bin. Nun geht es wenigstens "altersgemäß" - gemessen an den unteren Percentilen. Es geht unendlich langsam, aber körperlich komme ich weiter. Kognitiv leider nicht so wirklich. Nicht belastbar, unkonzentriert, fahrig, verpeilt. Kann mir keine Treppe lang merken, was ich am Ziel wollte und muss immer einen Zettel mitschleppen. Und das Umfeld sieht mich als Simulant, jedenfalls bilde ich mir das ein. Gab schon vorsichtige Kommentare in die Richtung von Menschen, die ich näher kenne. Oder es wird in die Psycho-Schublade geschoben. Es fühlt sich aber ganz anders an.

Ich habe seit April 10 kg zugenommen, die mich bei Bewegung und Atmung behindern. Sitzt vorwiegend am Bauch, vermutlich ist nur die Spitze des Eisberges sichtbar. Brutale Analyse meines Ältesten (der war noch nie besonders zartfühlend): ich bilde mir das mit PC nur ein, bin einfach nun 10 kg schwerer und muss diese Gewichte mit mir rumtragen. Ich bin auch seelisch durch das ganze angeschlagen - musste mich dann wirklich erstmal verkriechen und Wunden lecken. Aber die preußische Erziehung bekam Oberwasser und meinte, ok, es kann ja nicht schaden, sie loszuwerden. Alle Versuche mit kontrollierter Nahrungszufuhr scheiterten an den inneren Anspannungen. Und einmal angefangen zu kauen konnte ich nicht mehr aufhören. Da ich aber auch nahezu 10 % Muskelmasse verloren habe durch die Bewegungsarmut hatte ich Angst vor weiteren Muskelabbau durch Fasten. Die inneren Saboteure hatten damit leichtes Spiel, jeden Fastenversuch scheitern zu lassen.

Alles braucht eben seine Zeit - und nun passt es endlich. tut mir leid, dass ich dich damit zutexte, ich erwarte keine Kommentare von dir dazu.

Gestern habe ich mir noch eine superdicke Daunendecke auf meine drauf gepackt, kam mir vor wie Witwe Bolte, es fehlte nur die Zipfelmütze. Damit und der Wärmflasche bin ich irgendwann eingeschlafen. Um 22 Uhr fährt mein Kreislauf derartig runter, dass ich von innen raus auskühle und nur sehr schwer warm werde. Mit kalten Füßen schläft es sich schlecht... Heute Nacht klappte es dann - bin auch nur zweimal aufgewacht. Dieses Fasten ist von unruhigem und flüchtigem Schlaf gekennzeichnet. Bemerkenswert, weil ich die letzten Monate 8-10 Stunden Schlafen konnte - du weißt, aus welcher Schlafproblematik ich komme.

Also, heute startet die zweite Woche! Schön, dass du dabei bist!

--
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am 15.12.2022 um 06:45 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1487

Moin Witwe Bolte : O)

ich hoffe, Du bist frostfrei durch die Winternacht gekommen? Es ist ja wirklich knackig kalt.
Hab mich gestern sehr über deinen langen Text gefreut, ich lese so gerne deine Gedanken! Du hast außerdem die Gabe, deine Gefühle bildhaft und differenziert zu beschreiben, das mag ich sehr. Bitte mehr davon und entschuldige dich nicht dafür!

War am späten Nachmittag bereits baden und bin hinterher im Bett verschwunden. Dachte, ich könnte dir dann ja während der Nacht schreiben. Daraus wurde nichts, weil ich durchgepennt habe.
Trauern macht müde.

Gestern bin ich viel herumgelaufen, nachdem ich von der Zahnärztin n Geschenk bekommen hatte und wieder weggeschickt wurde. So lass ich mir das gefallen : O )

Und dann hatte ich Hunger und hab mir ne heiße Steinpilzbrühe gegönnt. Vitam- instant und salzig, genau das was ich brauchte.

Dein Sohn ist direkt und spricht aus was er denkt- ich mag das. Mein Bruder und ich haben das auch so gehandhabt, weshalb ich weiß, dass wir nichts verpasst haben und nichts ungeklärt geblieben ist. Das ist ein wirklich gutes Gefühl.
Und ich denke wie du, dass mit seinem Tod eine sich selbst erfüllende Prophezeiung in Erfüllung gegangen ist.

Dein Sohn hat ausgesprochen, was ihm durch den Kopf ging. Ganz wertungsfrei: Es kann doch sein, dass ein Mehr an Gewicht Kurzatmigkeit und eine insgesamt verminderte Kondition bewirkt?
Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es ihm lieber wäre, eine runde, weiche Mutter zu haben als eine kranke.

Ich mach mal Pause und schreib nachher weiter.
Bis dahin- komm gut in den Tag!


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am 15.12.2022 um 10:03 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2317

Liebe Lu,

trauern ist Seelenarbeit und Seelenarbeit ist Schwerstarbeit... klar warst du erschöpft danach, aber der Schlaf tut gut und blättert auch wieder eine Seite um. So habe ich es mit anderen Trauersituationen erlebt. Und jeder hat seine eigene Zeit, da gibt es keine Regeln. Wie du damit umgehst, deine innere Haltung, der Friede, den du mit deinem Bruder gemacht hast - es tut mir so gut, davon zu lesen! Sicher bist du auch für deine Familie dabei eine wertvolle Seele.

Klar hat mein Sohn recht, und wenn das auch nicht alles wäre, es wäre mir ja am liebsten, die Kilos schmelzen und alles ist wieder gut. Zumindest mit der Beweglichkeit erschien es mir nüchtern betrachtet schon logisch. Ich merke ja, dass ich im Sitzen nicht richtig atmen kann. Also raus, trotz Kummer wegen fehlendem Hund (die Knutschkugel von meiner Freundin schnuffelte mehr als sie lief, das habe ich ihr erstmal austreiben müssen). ich laufe nun einmal mit und einmal ohne Hund - ohne deutlich weiter und schneller in der gleichen zeit. Aber auch die entschleunigte Variante macht Sinn. Beim Walken habe ich manchmal den Blick nur auf den Körper, die Atmung, die Wahrnehmungen im Innen, genieße es, nicht zu denken, nicht zu fühlen (im seelischen Terrain) - Auszeit eben. Das brauche ich auch, meistens nach dem Elternbesuch. Dann bin ich ausgelutscht und muss mich erstmal erden. Mit Hund und laufen geht es dann mehr an konkrete Lösungen. Ich wollte Probleme schreiben, aber habe am Wochenende wieder ein Gespräch mit besagtem Sohn geführt, indem er davon sprach, dass wir alle so problemorientiert wären und wir müssten mehr lösungsorientiert werden - weiß ja, dass solche Worte oft einen Unterschied machen. Nun probiere ich das aus. Er ist jung, dynamisch und hat in den letzten zwei Jahren einige teure Seminare besucht... Mit der Umsetzung in der Kommunikation haben wir beide größere Probleme. Vermutlich hält er mir einen übergroßen Spiegel vor - ich war auch eine zeitlang sehr dominant. Überlebensbedingt - ich war lange Jahre im Funktionsmodus: alleinerziehend, drei (irgendwann pubertierende) Kinder, Vollzeitjob... Sicher habe ich damals viele Fehler gemacht, aber ich habe die mittlerweile erkannt und versuche daraus zu lernen und Beziehung zu heilen.

Jedenfalls komme ich auf dem körperlichen Weg weiter. Momentan bin ich fasten-entschleunigt, erinnert mich an die Zeit Anfang September... Aber ich weiß ja, dass das an den Kohlenhydratspeichern liegt, wird sich nach dem Fasten wieder geben.

Gestern war ein guter Tag - viel erledigt bekommen für meine Verhältnisse. Abends kippte dann die stimmung. Ich fühlte mich auch aufgebläht, ohne Blähungen zu haben, unwohl insgesamt. Um mal wieder durchschlafen zu können habe ich abends kaum was getrunken, hat mir nichts genutzt. Bin früh ins Bett und habe mit der Wärmflasche an den Füßen gut einschlafen können, musste aber zweimal nachts raus. Mein Körper entgiftet aus allen Rohren. Heute morgen dann Verdauung als würde ich normal essen - das zweite Mal in dieser Woche schon, obwohl ich mich morgens weiter entleert ahbe. Erstaunlich.

Heute morgen bin ich mit einem schlappen Kreislauf aufgewacht, brauchte zwei Stunden, um überhaupt senkrecht zu kommen. Sicher der hohe Flüssigkeitsverlust. Dagegen trinke ich nun an und will erstmal gleich eine Runde an die Luft gehen.

Bei uns hat es gestern viele Stunden geschneit - liegen geblieben sind so 5 cm. die Landschaft sah so anders aus - sauber, hell und strahlend. heute hat sich ein feuchter nebel auf uns gelegt, ich glaube, es wird nichts mit der brachialen Kälte hier. Eher mit dem normalen Wintergrau. Momentan minus 4 Grad, Winter eben. Ich muss immer schmunzeln, wenn mir Menschen begegnen, die aussehen, als wäre wir am Nordpol. Es hat schon auch Vorteile, wenn man bei kleinsten Anstrengungen in Schweiß ausbricht - ich bin immer eher zu warm als zu kühl angezogen.

Auch dir wünsche ich einen hellen Wintertag nach deinen Bedürfnissen. Vom Fasten sprichst du nicht - geht es dir damit gut?

--
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am 15.12.2022 um 19:21 Uhr
... hat LuChia geschrieben:
LuChia
LuChia
... ist OFFLINE

Beiträge: 1487

Guten Abend liebe Christiane,

und wieder geht ein Tag zur Neige...

Bei mir der 4., der wievielte Fastentag ist es bei dir?
Zum Fasten kann ich tatsächlich wieder nicht viel schreiben. Läuft nebenbei- fühlt sich alles eher nach Kranksein, Ausnahmezustand, Liebeskummer an.
So viele gemischte Gefühle und Gedanken...

Verpeilt und hochgradig unkonzentriert bin ich auch weiterhin. Und kann deine düsteren Gedanken bezüglich der Veranlagung zu einer Demenzerkrankung nachvollziehen. Kannst du nicht regelmäßig zur Vorsorge gehen? Es gibt doch Tests, vielleicht schon zur Früherkennung? Dann könnte man rechtzeitig gegensteuern?

Kognitive Probleme können aber auch viele andere Ursachen haben, das weißt du.

Ich erlebe dich lösungsorientiert.
Kann Jammertanten schwer aushalten und zu denen gehörst du definitiv nicht. Im Gegenteil, du analysierst deine Probleme und deren Ursachen doch meist sehr genau und suchst dann nach Wegen, etwas zu verändern.
Um Unterstützung zu ersuchen und keine zu bekommen, stelle ich mir sehr frustrierend vor. Dass Ärzte immer wieder Geduld anmahnen, macht es nicht besser. Und bei seinen Liebsten darf man sich auch mal ausheulen. Dann will man auf den Schoß oder in den Arm genommen werden, sag das deinem gebildeten Knaben : O )

Bin gerade sehr dünnhäutig. Und begegne nur netten Menschen, hab immer wieder fast engelsgleiche Begegnungen mit fremden Menschen, die meine Seele streicheln.
Auch dadurch fühle ich mich weiterhin nicht schlecht. Nur energielos, schlapp und schwer. Die langen, dunklen Abende passen gut zu meiner Stimmung. Schwer vorstellbar, dass draußen, wie an lauen Sommerabenden, das Leben toben und ich hier kraftlos herumhängen könnte. Ich hab auch schon daran gedacht, dass mein Bruder Frühling, Sommer und Herbst noch mitnehmen konnte, die düstere Jahreszeit war ihm verhasst.
Mir wurde heute bewusst, dass vor allem mein inneres Kind doll leidet. Es trauert um den großen Bruder, der er früher war.
Mein Erwachsenen- Ich ist ziemlich sauer auf ihn und genießt es, in engem Austausch zu seiner Tochter zu stehen, für sie da zu sein. Wir geben uns gegenseitig viel Kraft, die wir dann für andere haben.
Erstaunlich immer wieder, wie sehr sie mir ähnelt, innerlich wie äußerlich.

So du Liebe, ich bin reif für die warme Wanne.
Kuschel du dich auch schön ein und hab süße Träume!


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am 15.12.2022 um 22:00 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 2317

Meine liebe Lu,
ich habe mich sehr gefreut, zum Tagesausklang noch so warme Zeilen hier zu finden. Wie du doch immer auch in dunkleren Erfahrungen (sind sie das wirklich...) noch Facetten von Bereicherung und Glück entdeckst und für dich nährend machst! Ich wünsche dir weiterhin viele Begegnungen mit unverhofften Engeln! Und so schön, dass du in deiner Nichte eine starke Ähnlichkeit findest - so könnt ihr gemeinsam durch diese schwierige Zeit gehen.
Und du weißt sicher, dass Wut eben leichter auszuhalten ist als Schmerz.
Für die Inspiration mit der heißen Badewanne möchte ich abschließend noch danken - manchmal komme ich auf das naheliegendste einfach nicht! Gut durchgewärmt und schön sauber krieche ich jetzt in mein vorgewärmtes Bett!
Ach so, ich glaube, das war Tag 9. Ich habe am 7. angefangen.
Gute Nacht!

--
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Tonia Tünnissen-Hendricks
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