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Forenthema: Aufbauen, bewußt genussvoll essen, Fastenerfolge halten - Austausch!

» Forum: Aufbautage - Richtig Essen nach dem Fasten

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am 11.01.2018 um 19:20 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
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Beiträge: 1635

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Regenwurm am 11.01.2018 um 19:35 Uhr ]

Hallo Natti,

seltsam, aber gerade als ich das bei dir lesen darf, habe ich genau diese Überlegungen im Sinn gehabt, nach einem wirklich sehr nachhaltigen Gespräch mit einer meiner Begleiter. Und auch da - ich finde diese Impulse dann, wenn ich sie umzusetzen in der Lage bin - just in time. Wie du es auch in Zusammenhang mit den Vorsätzen beschrieben hast.

Stichwort: Veränderungen beginnen im Kopf, und wir ziehen in unser Leben, was wir denken, und wie wir es denken. Und so möchte ich nun achtsam mit den gedanklichen Formulierungen sein, die ansonsten ja sozusagen, gefühlt, eigenständig entstehen, ich bemühe mich, da ein kurzes Innehalten zwischen dem Gefühl oder Bild in mir und dem beschreibenden Gedanken zu setzen und die Formulierungen dann zuversichtlich und positiv auszudrücken. Und soll ich dir was sagen? Es hilft! Ich wurde heute reich beschenkt - mit einem Parkplatz vor der Arbeitsstätte, sonst um die Zeit nie zu kriegen, mit freundlichen und konstruktiv mitarbeitendem Publikum in einer öffentlichen Veranstaltung, mit guten Gesprächen davor und danach und dann auch noch Sonne beim Hundespaziergang! Und so kam heute Freude auf, vor allem aber Dankbarkeit, denn es war das, was ich so sehr benötigte, ein wenig Entlastung, weniger Kampf, nicht immer so anstrengen müssen.

Was meinst du mit Gleichmaß? Die Regelmäßigkeit in meinem Leben? Die Struktur, der ich folge? Früher dachte ich auch, sowas sei langweilig und würde einen ins Verstaubte, Angekettete lenken, wollte jede Fessel abschütteln und jede Regel übertreten. Heute weiß ich es zu schätzen, weil es der Rahmen ist, in dem ich festen Boden unter den Füßen habe. Zu jetztiger Zeit, wo ich nicht in meiner Mitte bin und zuviel an mir zerrt, bin ich für diese Sicherheit und diesen Halt sehr dankbar. Es ermöglicht mir, in den nicht allzu engen Begrenzungen aufzutanken und zu tanzen. Es ermöglicht mir auch, mich abzugrenzen. Es schützt mich. Ich war schon ein paar Mal, ein paar Mal zu oft, in meinem Leben im freien Fall. Der Weg von A nach B war sehr lebendig, aber auch sehr anstrengend. Ich musste zuviel strampeln, zuviel kämpfen, war oft müde, zu Tode erschöpft.

Ich weiß nicht, was "verquast" ist, aber ich bin ganz bei dir, wenn du von diesen Gefühlen sprichst, von denen, die wir haben wollen (und möglichst immer mehr und mehr davon - gierig und nimmersatt!) und die wir die "guten" nennen, und von denen, die wir möglichst nicht haben wollen, um nichts in der Welt, die wir vermeiden, ihnen ausweichen, sie "wegmachen" und übertünchen wollen, weil sie uns aus unserer Wohlfühlzone rauskicken, die nennen wir die schlechten Gefühle. Ein schlauer Satz aus einem Buch, das ich nicht mehr benennen kann: "Schlechte" Gefühle weisen uns auf unerfüllte Bedürfnisse hin... Da genauer hinzugucken, hinzufühlen, ist unangenehm und oft schmerzlich, aber da kommen wir an wirklich nachhaltige Veränderungen, hin zu einem besseren, lebendigeren Leben...

Was mich dabei anfangs noch mit Argwohn erfüllt hat, später dann mit einer tiefen Traurigkeit und dem Gefühl eines unwiderbringlichen Verlustes, war, das Nahrung und Essen sehr sehr oft bei mir mit im Boot sitzen, und gerade, wenn Gefühle im Spiel sind, die ich nicht aushalten möchte. Die werden bei mir oft reflexartig weggegessen. Ob es Selbstzweifel sind, Einsamkeit, Trauer, Überforderung, Unruhe, menschliche Mängel, Ungerechtigkeiten, körperliche Schmerzen - egal, was es ist, wenn es "schlecht" ist, möchte ich dagegen anessen. Dabei wäre dem kleinen Christianchen in mir in diesem Moment ein mütterlicher Schoß, auf den es klettern kann, Arme, die es umschlingen und Geborgenheit vermitteln, eine sanfte beruhigende zärtliche Stimme, die es tröstet, das, was es wirklich brauchen würde. Viele von uns hatten das nicht, weil die Eltern mit dem täglichen Überlebenskampf beschäftigt waren oder es andere gründe gab. Wer von uns dieses totale Urvertrauen nicht entwickeln konnte, knabbert im wahren Wortsinn heute noch daran, in Form von Schokoriegeln, Nüsschen und Chipsen oder was sonst nicht bei Drei auf dem Baum ist.

Dieser emotionale Mißbrauch von Essen, das ist das, was mich trotz von außen her angemessenem Gewicht in dieses Forum bringt, weil die Disbalancen, die falsche Essgewohnheiten auslösen, heilen sollen, und Fasten ist ein guter Weg dahin. Weil ich im Fasten andere Wege finden muss, mit diesen Gefühlen umzugehen, zum Beispiel hinfühlen und dahinter finden, welche Gefühle und Bedürfnisse es sind, die da wahrgenommen werden möchten. Und mich dann dem wirklichen Bedürfnis dahinter zuzuwenden. Immerhin habe ich im Laufe meiner Heilfastenerfahrungen schon gelernt, es auch während der Essphasen wahrzunehmen und bewußt mitzukriegen, welcher Film da im Hintergrund abläuft, auch wenn ich nicht immer in der Lage bin, handelnd einzugreifen. aber auch das wird zunehmend besser.

War das jetzt "verquast" Kam mir gerade bei deinem an mich gerichteten Nachsatz! Entschuldige, wenn ich jetzt zu persönlich geschrieben habe, dachte, hier lesen ja nicht soo viele hin.... In diesem Sinne komm gut in deiner normalen, weniger schneeweißen Alltagslandschaft an und genieße dich und dein auf mich sehr geerdet wirkendes Leben...

Liebe Grüße

Christiane

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(von wem das ist, habe ich vergessen)


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am 14.01.2018 um 22:05 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
... ist OFFLINE

Beiträge: 271

Liebe Christiane (und liebe alle),

vielen Dank für diese nicht ganz einfachen, weil tiefen, und in jeder Hinsicht sehr offenen Worte! Ich musste sie erst einmal in Ruhe lesen, weil sie sehr dicht sind, auch sehr (auf gute Weise) fordernd.
Mein "verquast" bezog sich auf die letzte Gedankenschleife vor einigen Wochen , und nein, ich finde Deine Überlegungen überhaupt nicht verquast, sondern wie so oft bei Dir sehr klar, sehr direkt und sehr ehrlich, vor allem mit Dir selbst. Das ist sehr, sehr selten, denn - vermutlich aus den von Dir beschriebenen Vermeidungstendenzen - viele Leute machen sich sehr viel vor. Auch als Überlebens- und Bewältigungsstrategie. Jedenfalls erlebe ich es so häufig. Das Nachdenken über sich selbst, die eigenen Beweggründe, aber auch die Re-Aktionen im Miteinander mit anderen - das ist aus meiner Sicht fruchtbar, weil man nur so zu echten Verbesserungen vordringen kann. Aber es ist nicht immer schön, was man da über sich selbst erfährt. Und doch kann es wenigstens zu Verständnis anleiten, zum Anerkennen der eigenen Schwäche, und das hilft ja oftmals schon. Ich bin, ich habe es ja schon geschrieben, sehr beeindruckt von dem Mut und der Beharrlichkeit, mit der Du das für Dich angehst und durchhälst, obwohl es oftmals so viel einfacher erschiene zu verdrängen, sich abzulenken, den leichten Weg zu gehen!

Mit Gleichmaß meinte ich überhaupt nicht die Regelhaftigkeit o.ä. Ich bin ein großer Freund davon - genauso, wie Du es beschreibst: Es setzt Kräfte frei, weil es Berechenbarkeit schafft und damit den Kopf für anderes frei bekommt. Für mich ist da eher das Problem, dass ich erwarte, dass die Regeln dann auch gelten, auch andere sich daran halten, und ich mich damit schwer tue, wenn das nicht geschieht Dabei hat auch Regelbruch seine Bedeutung. Aber ich schweife ab.

Gleichmaß hieß für mich in dem Posting das, was man wohl "Ausgeglichenheit" oder noch eher "Stabilität der Emotionen" nennen könnte. Ich frage mich eben, ob nicht damit ein Anspruch an sich selbst gestellt wird, der unerfüllbar ist und der sogar noch gute, starke, freudige Emotionen ausbremst. Aber ein Leben, indem man intensiv Freude verspüren kann, aber Trauer, Wut, ... vermeidet, erscheint mir ungut. Ich würde wohl eher - so meine momentane Einstellung - mir wünschen, dass ich auch diese Emotionen zulassen kann und damit Leben in mir spüren kann, dass ich sie aber besser verorten kann. Dass ich weiss, ich reagiere auf bestimmte Situationen mit Wut, aber ich weiss auch, wie ich aus dieser Wut herauskomme. Oder wie ich dafür sorge, dass die Wut mich nicht übermannt und überrollt und damit weitere Vorgänge in Gang setzt oder Verhalten gegenüber meinem Umfeld produziert, das ich eigentlich nicht will, das mir nicht guttut und meinem Umfeld auch nicht.

Herzliche Grüße
Natti


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am 16.01.2018 um 08:58 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
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Beiträge: 271

Liebe alle (ich hoffe ja noch auf Kavra, wenn die Wintersaison wieder vorüber ist zum Heilfasten in der Fastenzeit...muss mal schauen, wann ich es hinbekomme)!

Das mit dem Fasten ist und bleibt ja eine Kopfsache, das zeigt sich immer wieder. Gestern zeigte die Waage 62,3 an - zuviel. Ich hatte mir ohnehin nach einem sehr Feier-, Kuchen- und SChokolade-lastigen Wochenende vorgenommen, "auf die Bremse zu treten". Also beschloss ich, einen Dienstreisetag zu nutzen: Kein Frühstück, normales Mittagessen (es war normaler und weniger herausfordernd als gedacht - schlechte Kartoffelsuppe und lauter Salami-Brötchen, nicht das, was mich verlockt) und dann bis heute mittag nichts. Klingt doch gut, oder?

Meine Güte, was ist es mir schwer gefallen, gestern auf dem Weg zurück nicht einen Schokoriegel oder ein Stück Kuchen (es war noch Zeit) oder auch ein Sandwich oder einen Bagel zu holen...Und nach dem Nachhausekommen bin ich eine ganze Weile herumgetapert in der Küche; glücklicherweise musste dann noch einiges erledigt werden, und darüber habe ich es dann "vergessen".

Dabei ist es gar nicht so, dass ich quälenden Hunger hätte oder so etwas - es ist schlichtweg der Appetit, die Gewöhnung, die Üblichkeit. Nicht, dass ich damit etwas Neues erzählte, aber es wurde mir wieder einmal sehr bewußt. So schön bestimmte Routinen und Gepflogenheiten sind, so schwer ist es auch, sich aus ihnen herauszubewegen. Vermutlich ist das fair: Man lernt sich Routinen ja auch nicht von heute-auf-morgen an, also auch nicht ab. -o

Und ich stelle immer wieder fest, dass "Belohnung" viel über Essen läuft bei mir: Harter Tag, da darf auch mal der Gang zum Bäcker zum Teilchen sein. Konzentrierte Projektarbeit, dann darf auch Schokolade dabei sein. Herunterkommen mit der Tasse heißer Schokolade und der Zeitung.

Wie ich das ersetzen soll, ohne mich klar zu disziplinieren, ist mir allerdings schleierhaft. Ich bin durchaus Teetrinker - aber sooo gut schmeckt er eben doch nicht . Der Obstsaft hat weniger Kalorien - aber er befriedigt das haptische Kaugefühl nicht (bei mir sehr wichtig). Und "nur" die Zeitung ist irgendwie auch nicht dasselbe (klaro - ist ja weniger als vorher, damit tut man sich schwer). Geht alles, oft genug zügele ich mich ja auch, aber anstrengend ist das schon immer, weil es immer mit bewußtem Verhalten zu tun hat. Seufz.

Herzliche Grüße in die Runde,
Natti


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am 28.01.2018 um 18:31 Uhr
... hat juliqueen geschrieben:
juliqueen
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@regenwurm / christiane

wow, dein text spricht mich sehr an. ich bin gerade total gerührt. getroffen. so kloß im hals mäßig. die "schlechten" gefühle weg-essen. die "schlechten" gefühle, die uns unsere bedürftigkeit zeigen...deine worte machen mich gerade sehr nachdenklich und trösten mich auch. danke dafür!



--
"love is the answer"


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am 29.01.2018 um 13:47 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
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Beiträge: 271

Hallo in die Runde!

Ich war einige Tage nicht "aktiv" - u.a. hat die Waage mich im Stich gelassen. Und da ja doch immer wieder erwähnt wird, es gäbe eine Wiegestress und der Bund der Hose genüge, habe ich das mal ausprobiert. Ergebnis: Also, ich komme mit täglichem Wiegen besser klar, stelle ich fest... Gestern habe ich mir dann eine supertolle Waage mit Messung des Fettanteil etc. gekauft. Mal sehen, wie sich das auswirkt, wenn ich künftig sehen kann, wie es darum steht, vor allem um den Muskelanteil.

Zudem hat sich auch nicht viel getan. Ich kann recht ordentlich das Gewicht halten, aber ich bekomme die zwei bis drei Kilo, die zuviel sind, nicht herunter. Und Intervallen fällt mir sehr, sehr schwer. Mal eine Mahlzeit, vor allem das Frühstück, auslassen, geht gut, aber mehr...?!

Heute versuche ich das mal wieder; im Sommer - so mein subjektiver Eindruck - hatte ich recht gut im Griff, wenn ich zugeschlagen hatte, die nächste Mahlzeit auszulassen und damit alle gewichtstechnischen Schwankungen in den Griff zu bekommen. Das klappt gegenwärtig nur begrenzt.

Was mir zum Thema maßhalten noch eingefallen ist, angestoßen durch Christiane, die ja doch etwas tiefer gräbt: Gibt es das Gefühl "zu-kurz-zu-kommen", was sich dann in diese Richtung entlädt, weil man sich beim Essen volladen kann? Von außen betrachtet, würde niemand (und ich auch nicht) darauf kommen, das könnte bei mir so sein. Aber natürlich gibt es Erfahrungen, wo ich mich nicht aufgehoben fühle, auch dauerhaft mißachtet, und das auch von wichtigen Menschen in meinem Leben. Nur, dass man an diesen Dingen nicht viel ändern kann...

Herzliche Grüße in die Runde,
Natti


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am 30.01.2018 um 20:34 Uhr
... hat juliqueen geschrieben:
juliqueen
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hallo in die runde ich werde auch bald das fasten brechen und habe während des fastens festgestellt, dass das nach-fasten beinahe noch eine größere herausforderung stellt. zumal ich ja auch so ein emo-esser bin
wie habt ihr eure fastenerfolge gehalten? meine hoffnung ist ja das fitneßcenter, auf das ich mich auch freue ... aber ich weiß jetzt schon, daß ich einen tag in der wochen haben möchte, an dem ich alles essen will, worauf ich lust habe. egal, ob gesund oder ungesund.
oder wie macht ihr das? denn andauernd über essen nachdenken (oder mich) ist mega-anstrengend.
habt ihr euren fastenerfolg halten können? wenn ja, wie kriegt ihr das hin?
lg, julie

--
"love is the answer"


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am 30.01.2018 um 22:46 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
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Beiträge: 271

Hallo Julie!

Schön, dass Du durchgehalten hast und nun über die Zeit danach nachdenkst! Genau dazu ist dieser Threat da.

Im ersten Posting, das ich immer mal wieder aktualisiere, findest Du, was so mit der Zeit zusammengekommen ist. Vielleicht hilft Dir das.

Wie genau man sich "organisiert", dh eine echte Essensumstellung bewerkstelligt, ist sehr verschieden. Letztlich muss man herumprobieren, was für einen passt. Vielleicht sind ein paar Anregungen dabei.

Herzliche Grüße und vor allem langsame Aufbautage - eine erste Kunst!
Natti


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am 30.01.2018 um 23:24 Uhr
... hat juliqueen geschrieben:
juliqueen
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Beiträge: 131
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liebe natti,

ich bin jetzt schon fast durch mit dem durchlesen der 19 seiten

IHR SEID MIR ALLE SO SYMPATHISCH!!!

besonders freut mich, dass viele hier weiter schreiben, obwohl sie garnicht mehr fasten oder eben intervall-fasten. keine ahnung, ob das, was ich vorhabe, dann ein intervall-fasten ist?

egal, was es ist, ich freue mich schon total auf die aufbautage (auf`s essen) und wie das dann sein wird. ein bißchen wehmütig bin ich trotzdem, denn das fastengefühl ist sehr schön

egal, also bis in 2 bis 3 tagen bei euch!


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am 31.01.2018 um 08:12 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
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Beiträge: 271

Hallo Julie,

wenn ich Dir - ungefragt - einen Tip geben darf: Zähle die Aufbautage (mindestens ein Drittel der Fastenzeit!) unbedingt noch für Dich selbst zur Fastenzeit. D.h., nicht "ESSEN!", sondern wie in der Fastenzeit auch nach einem strikten Plan. Das ist zum einen für den Körper wichtig (langsamer Wieder-Einstieg), vor allem aber für den Kopf. Wenn das Fasten ein Einstieg in einen anderen Umgang mit Essen, mit Mahlzeiten, mit Körpergefühl sein soll, dann muss man das auch spüren. Die Aufbautage sind dazu der Einstieg. Tonia hat hier eine Woche mit sehr leckeren kleinen Rezepten beschrieben. Ich selbst reduziere das noch einmal enorm: Ich breche erst am Abend das Fasten, und dann idR schaffe ich gar nicht mehr als ein Viertelchen Apfel, aber das gaaaaaanz bewußt gegessen. Und am nächsten Tag steige ich mit sehr kleinen Portionen und oft auch nur zwei Mahlzeiten wieder ein. Weiter trinken, trinken, trinken.

Ansonsten ist die - ja auch harte - Zeit des Fastens sehr schnell für die Katz' - nicht nur kiloweise, sondern vor allem eben vom Kopf, vom Körpergefühl her. Und das wäre doch schade"

Alles Gute
Natti


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am 31.01.2018 um 08:38 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
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Beiträge: 271

So, nach dieser Besserwisserei noch einen Gruss an alle!

Und ein kleines Resumee - denn demnächst beginnt die Fastenzeit, und da muss dann auch mal 10-14 Tage jährliches Fasten für mich eingeplant werden (muss aber noch in den Kalender schauen).

Kurzfristig:
Ich habe mit Freude festgestellt, dass ich die "Sünden" von der vorletzten Dienstreise mit ständig gutem, aber ständig zu vielem Essen, inzwischen wieder losgeworden bin. Yeah! Die Körperfettwaage hat mir - nicht überraschend, aber so richtig will man es ja nicht wissen - dass ich sehr "normal" bin. Also nicht so körperfettarm, wie ich es von mir gerne denken würde (früher war ich ein Strich-in-der-Landschaft, jetzt eben "nur noch" schlank), und schon gar nicht so muskelmassig . [Auch letzteres nicht sehr überraschend - war noch nie sehr kräftig. Der Sportvorsatz vom letzten Jahr ist ja auch noch immer genau das - ein Vorsatz...] Der Gesamtbefund...hmhm...

Langfristig:
Bewußt geworden ist mir, dass ich mich eigentlich okay finde - wenn ich mich im Spiegel anschaue, finde ich mich ordentlich. Passt für mein Alter wirklich. Aber besser fühlen und (noch) besser finden tue ich mich so, wie ich es nach dem letzten Fasten bis in den Sommer (August) hinein geschafft habe - immerhin sechs Monate! [Wobei mir beim Setzen des Smilies sofort bewußt wird, dass ich das "aber dann" direkt mitdenke. Dabei sollte ich mich mal loben, dass ich es so lange mit vernünftigem Essverhalten durchgehalen habe.]

Also: Dieses Jahr habe ich so lange wie noch nie das Fastengewicht halten können. Dazu mag auch dieser Threat und das Eintragen des Gewichts und der Vorkommnisse in eine private Liste beigetragen haben. Letztere führe ich seit Sommer nicht mehr - Zusammenhang mit oben?

Es ist mir gelungen, dass ich bis jetzt kaum abgerutscht bin in ein dauerhaftes "zu-voll-fühlen". Das habe ich von den letzten beiden Jahren um diese Zeit sehr deutlich in Erinnerung. Das passiert mal, aber es ist nicht der Regelfall. Ich bekomme es hin, dass ich nicht überfüllt durch den Tag und den Abend gehe.

Bewußt geworden ist mir, dass ich a) Stressesser bin, und im September und fast durchgängig seither hatte ich Mega-Stress. Außerdem b) dass "Belohnung" viel darüber läuft. Beides finde ich nicht schlimm, nicht verkehrt. Beides funktioniert übrigens auch - Stress fühlt sich weniger drückend an und meistens finde ich die Belohnung auch wirklich lecker und gut.

Neue Erkenntnis außerdem: Die Haptik des Essens ist für mich wichtig. Daher mag ich bestimmte Lebensmittel sehr gerne. Perfekt: Der Knack der Außenschokolade von gekühlten Lindor Kugeln mit der dann schmelzenden Füllung - und dann noch die Süße, die sich nicht billig aufdrängt. Damit hat man mich.

Was mir seit Herbst nicht gelingen will, ist ein echtes Intervallen in Form von 24-Stunden-mit-dem-Essen-Aussetzen. So richtig habe ich das auch im Frühjahr/Sommer nicht gemacht, aber da fiel es mir deutlich leichter, gezielt auf eine Mahlzeit zu verzichten. Ich bilde mir ein , da hätte ich öfter zwei Mahlzeiten auslassen hinbekommen. Außerdem gelingt es mir nicht, den üblichen Keksen/Kuchen/schlechten Snacks abzusagen - auch das war vor dem Sommer besser. Darüber denke ich durchaus nach, ob das "zu-kurz-gekommen" bedeuten könnte.

Ansonsten finde ich alles immer noch richtig, was ich von der Liste zusammengetragen habe. Die scheint also auch langfristig zu stimmen. Muss man halt nur hinkommen.

Die Idee eines mehrmaligen Fastens im Jahr (war bei mir im Herbst so aufgekommen wegen 2-3 kg Zunahme in wenigen Wochen) funktioniert bei mir nicht, dafür habe ich zuviel Respekt davor. Ich faste ja während der Arbeit (was gut geht - Schreibtischjob) und bin dadurch gut abgelenkt, aber trotzdem merke ich, wie sehr mich das umtreibt. Das ist auch gut so und soll/darf so sein (bin ja große Tonia-Anhängerin) - aber mehr als einmal im Jahr schaffe ich das nicht.

Fazit: Der Weg ist ziemlich schlängelig und führt - man betrachte meine Gewichtskurve - leider stetig bergan. Es will mir nicht gelingen, im Alltag Pfunde später noch zu verlieren, die nicht sofort wieder durch aktives Gegensteuern entschwunden sind. Es gelingt mir aber sehr wohl, mein Gewicht einigermassen zu halten, wenn ich "Völlerei" (durchaus auch genußvolle Völlerei!) unmittelbar danach ausgleiche (schon vorher wenig zu essen, weil ja dann abends großes Mahl ansteht, gelingt mir ebenfalls kaum ). Ich muss an den Alltag ran, und da dran bleiben.

Falls jemand sich wundert, dass es "nur um Kilos" zu gehen scheint: Nein. Und ja. Mein Körpergefühl hängt auch davon ab, wie die Hosen passen, wie der Blick in den Spiegel nach dem Duschen oder (am schlimmsten!) in der Umkleidekabine ausfällt, ob ich mich "voll" fühle oder energetisch. Und sehr deutlich auch davon, wie ich beim Essen agiere: Schlinge ich/kann ich schmecken/kann ich geniessen/kann ich gezielt wählen oder werde ich eher getrieben? Und für alle diese Dinge sind die Kilos ein ziemlich guter Gradmesser: Drei weniger, und ich fühle mich schlicht anders. Fünf weniger, und ich fühle mich großartig, sehe mich gerne an, mag meinen Körper. Stimmen die Kilos, ist der Antrieb, es so zu halten, enorm. Dann klappt das von der ersten Seite auf einmal alles von alleine, will mir scheinen.

Mein Körper bin nicht ich, aber er ist auch ich, und er ist wichtig. Mein Selbstwertgefühl hängt nicht allein an der Optik, aber es wird durchaus auch davon beeinflusst. Und das finde ich auch okay so. Ich ziehe mich gerne gezielt an; ich sehe umgekehrt auchhin, wie andere gekleidet sind/sich halten/sich bewegen und kann das sehr schön (oder auch nicht) finden. Das nur vorsichtshalber - falls sich jemand zu meinen Überlegungen äußern möchte (was mich sehr freuen würde), dann bitte nicht zum Aspekt "findest Du Kilos nicht zu wichtig" etc. etc.

So, das war mal wieder ein Mega-Posting (wer mich hier kennt, weiss, passiert häufiger ). Freue mich über Gedanken dazu!

Herzliche Grüße
Eure Natti


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