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Forenthema: Aufbauen, bewußt genussvoll essen, Fastenerfolge halten - Austausch!

» Forum: Aufbautage - Richtig Essen nach dem Fasten

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am 18.03.2021 um 13:04 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

Hallo an euch alle!

Willkommen, Primavera! Sicher eine gute Idee, achtsam und mit Zeit aufzubauen - ist viel bekömmlicher und hilft auch sehr, die Fastenerkenntnisse umzusetzen und die Erfolge dauerhaft zu sichern. War ja doch eine ganz beachtliche Zeit, Gratulation dazu!

Aqui, bei mir ploppte da gerade der gestrenge großmütterliche Satz auf: "Kind, mit Essen spielt man nicht!" Und auch der "Iß deinen Teller leer - woanders verhungern die Kinder!" Ich habe da wenigstens nur die zitierten Spielchen mit meinen Kindern gespielt - ja, auch mal über Hungersnöte und Dankbarkeit für die allzeit verfügbare Nahrung und eine warme Wohnung, Schule etc. gesprochen. Aber ich habe aus eigener leidvoller Erfahrung versucht, nicht die Mahlzeiten damit zu überfrachten.

Das mit den Tischgesprächen und der Sozialcharakter der gemeinsamen Mahlzeiten: ich habe in einer psychosomatischen Klinik erlebt, wie wohltuend und Achtsamkeit ermöglichend eine schweigend eingenommene Mahlzeit sein kann. Vor allem, wenn in einem Speisesaal mit weit mehr als 100 Personen überall gelacht und gesprochen wird, meine Lärmempfindlichkeit oder vorher angesprochene schmerzhafte Themen noch in mir waberten, war die Mahlzeit im Raum der Stille sehr wohltuend und konnte bewusst empfunden ein warmes geborgenes Gefühl auslösen. Zur Ruhe kommen ist ganz wichtig für die bekömmliche Nahrungsaufnahme (sagt mein Reizdarm).

Nach dem emotional rabenschwarzen Tag gestern, indem ich den letzten Aufbautag mit Lakritz und Nüssen beendet habe, geht es mir heute fastend wieder besser. Ich sehe klarer, wo meine Grenzen liegen, was diese verletzt und was ich brauche - und was nicht. Erste Kommunikation dazu hat bereits stattgefunden, schauen wir mal. Gut, dass ich heute nicht essen muss! Ich würde wieder alles erreichbare Essbare mißbrauchen und emotional überfrachten, mich selbst völlig überfordern und vermutlich anschließend übersäuern.

Den Wunsch, einen achtsamen Tag zu erleben, möchte ich mit euch teilen - und nun gibt es unsere mittägliche längere Hunderunde! Ich sollte vielleicht Regenkleidung anziehen...

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(Kirkegaard)


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am 18.03.2021 um 19:49 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

" Gut, dass ich heute nicht essen muss! Ich würde wieder alles erreichbare Essbare mißbrauchen und emotional überfrachten, mich selbst völlig überfordern und vermutlich anschließend übersäuern.

Den Wunsch, einen achtsamen Tag zu erleben, möchte ich mit euch teilen - und nun gibt es unsere mittägliche längere Hunderunde! Ich sollte vielleicht Regenkleidung anziehen...


Gerade habe ich das nochmal gelesen, und mir bewusst gemacht, was da steht: über frachten, überfordern, übersäuern... Vielleicht sollte ich mich mal mit meiner Neigung zu Überreaktionen beschäftigen?

Diesen Tag kann ich insgesamt als gelungen verbuchen: superschöner, entspannter und dann auch noch sonniger Spaziergang in flüssigem Tempo bei Sonne: ein Genuss! Durch den vorhergehenden Regen war die Luft geklärt und der Blick in die Weite phänomenal! Danach habe ich zuhause noch ein wenig geschafft bekommen, und auch die Entspannung kam nicht zu kurz. Mein Buch-Päckchen mit Mängelexemplaren ist gekommen, und ich freu mich sehr auf die Lektüre - wieder leider zuviel auf einmal, wer die Wahl hat, hat die Qual...

Den Fastentag heute habe ich genossen, Essen hätte mich zu sehr vereinnahmt. Nun habe ich mich von der Traurigkeit befreit und sehe klarer, was ich in welcher Reihenfolge tun sollte und was besser lassen. Und nun freu ich mich sehr auf den morgigen Tag und die Nahrung, die ich mir dann gönne! Aber vorher eine Nacht voll Schlaf und Träumen - müde genug bin ich schon wieder!

Ist noch jemand da?

--
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am 18.03.2021 um 19:55 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

Noch ´n Nachsatz:

" 1 Tag/Woche fasten
2. Süß und Alkohol nur am Wochenende, es sei denn, es ist etwas Besonderes.
3. Keine Knabbereien etc. nach 20 Uhr, auch ansonsten Essen bis 20 Uhr abgeschlossen haben
4. Ab 60kg wird solange gefastet, bis ich wieder drunter bin.
5. Portionen auf dem Teller will ich vorher festlegen, nicht nachnehmen, nach 2/3 Pause machen und prüfen, ob ich noch weiteressen will.
6. Keine Zwischensnacks. 2 Kaffee-Kekse sind nachmittags erlaubt, aber vorher festgelegt.


Bei eins, drei, vier und fünf gehe ich mit! Vor allem 5 finde ich spannend, werde ich morgen ausprobieren! Klingt nach guter Strategie! Allerdings könnte das alles, vor allem der Tonfall, von meinem Preußen sein, und sofort weckt das die kleinen Trickser und Widerstandskämpfer in mir...

--
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am 18.03.2021 um 20:37 Uhr
... hat Omabea geschrieben:
Omabea
Omabea
... ist OFFLINE

Beiträge: 129
Gewichtskurve:
Gewichtsverlauf

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Omabea am 18.03.2021 um 20:42 Uhr ]

Guten Abend an alle,

jetzt habe ich endlich Zeit auch mal wieder zu schreiben.
Schön Primavera, daß du auch dabei bist.

Heute ist mein 5. Aufbau bzw. Basenfastentag und es geht mir gut. Ich muss diese Woche Überstunden machen, d.h. 8,5 Std. von 5 bis 14 Uhr hauptsächlich stehend bei teilweise hohen Temperaturen. Danach bin ich immer ziemlich kaputt. In der Frühstückspause geniese ich immer mein Basenmüsli, das ich jeden Tag ein bisschen anders gestalte und nach der Arbeit gibt es immer eine große Portion frischen bunten Salat. Abends gab es jetzt 4 Tage hintereinander Fastensuppe mit Einlage. Heute waren es einfach Pellkartoffeln mit Petersilienpesto.
Bisher war es immer so, daß ich schon in der Aufbauphase wieder 2 - 3 kg zugenommen habe. Diesmal aber nicht! Ich hatte heute Morgen sogar 0,2 kg weniger 😊😊😊😊
Doch langsam kommen jetzt auch die Gedanken an "normales" Essen hoch, frisches Brot mit Käse oder ein leckerer Gemüseauflauf mit fett Käse obendrauf...... ein Stück Käsesahnetorte😋 . Oh ich muss aufhören, wenn ich das jetzt lese wird der Schmacht nur noch größer 🙃

Ja, mit den Kindheitsprägungen bezüglich Essen habe ich auch zu kämpfen. Bei uns musste der Teller auch leer gegessen werden. Ich war das vierte Kind und unerwünscht. Ich schreibe das so krass, weil mein Vater das immer wieder in aller Öffentlichkeit losgelassen hat ("DIE war nicht erwünscht, aber heute sind wir froh dass wir sie haben." )
Ich habe mich deswegen nicht ungeliebt gefühlt und hatte auch eine schöne Kindheit, aber meine Mutter war mit ihren Aufgaben permanent überfordert und ich glaube, dass ich immer, wenn ich als Baby / Kleinkind gequengelt habe etwas zu Essen bekam damit ich ruhig bin. Ich war jedenfalls schon immer übergewichtig / mollig. Meine Vater hat mich auch immer "Dicke" gerufen.
Als ich meinen Mann kennenlernte (1990) hatte ich ca. 75 kg und nach der 2. Schwangerschaft (1995) war ich schon bei 85 kg. Viele Diäten inkl. JoJo, eine unglückliche Ehe und am Ende noch eine Schilddrüsenunterfunktion ( Hashimoto ) ließen mein Gewicht dann bis auf 115 kg (2005) steigen. Diese Last habe ich über zehn Jahre mit mir rumgeschleppt.
Seit unserer Scheidung 2014 habe ich viel an mir gearbeitet (und tue es immer noch) um mein Selbstwertgefühl aufzubauen und nun bin ich mit der Arbeit auf der körperlichen Ebene angekommen. Es geht voran !!!!!! 🥰

So genug für heute, ich muss in mein Bett. Um halb 4 muss ich schon wieder aufstehen.
Schlaft schön
Bea


--
Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.
(Buddha)


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am 19.03.2021 um 11:25 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

Guten Morgen Bea, Aqui, Natti und Primavera!

Bea, einfach mal dick umärmeln und auf die Schulter klopfen! du hast viel mitgemacht, alles an unglückseligen Prägungen mitnehmen müssen, und trotzdem schaffst du es, dich auf den Weg in eine gesunde, selbstbestimmte und selbtfürsorgliche Zukunft zu machen! Und wieviel hast du schon erreicht!!!

Deine Schilderungen hätten fast von mir sein können - sowohl das Quengeln mit Nahrung abstellen als der Rufname "Dicke" (von meinem Bruder, nicht von meinen Eltern). Mein Körpergefühl war demnach immer eher tonnig, dabei war ich ein ganz normales gesundes Mädchen, wenn ich die Bilder so betrachte... Dazu brauchte es auch keine Schwangerschaften (ich war 5 mal schwanger und habe jedes mal zu- aber auch wieder abgenommen, ohne viel zu verändern). Die Depressionen und die damit einhergehende Erstarrung brachte mich in einen Dauerkaumodus und den Aufbau eines Schutzpanzers. Außerdem fehlte schlicht die Bewegung - in meiner Herkunftsfamilie war Sport Luxus, für den man weder Geld noch Zeit hat, und wer "gescheit" arbeitet, braucht sowas nicht. Radfahren zu einem Ziel war löblich, weil es Geld sparte, Vereinssport nur akzeptabel, wenn dabei auch Podestplätze bei Wettkämpfen rauskamen. Hatte mir´s verleidet. Hashimoto gehört übrigens auch in meine Sammlung - bin aber sehr gut eingestellt.

All das hat für mich das Bewusstsein geschärft, dass nur ich für mich die Verantwortung übernehmen kann, niemand kann und darf mir das abnehmen. ich steh an meinem Steuer und lenke, wohin ich will oder lass mich treiben - und trage die Konsequenzen. Und wenn ich mich dann frage, wohin mein Lebensböötchen steuern soll, dann weiß ich, dass ich noch nicht bereit bin, sang- und klanglos unterzugehen.

In der Mängelexemplarbücherkiste, die mir gestern geliefert wurde, war auch ein Büchlein drin von einem sehr symphatisch ausschauendem Autor namens Erich Schützendorf: "In Ruhe alt werden können - widerborstige Anmerkungen" ich weiß nicht ob es die Buchbesprechung war oder der Ausdruck "widerborstig", der mich verleitet hat, diesen Band zu bestellen Der Themenkreis ist allemal bei mir dran - nicht nur wegen der Eltern.

Gestern habe ich gefastet und damit den Wochen-Fastentag aus Natti´s To-Do-Liste für mich erfüllt. Meine Stimmung heute ist Lichtjahre besser als gestern - und mein Körpergefühl auch. Das soeben in meinem Mund zerschmolzene Körnerbrot mit Frischkäse, Tomaten und Sprossen hat mich rundum genährt - fühle mich richtig satt und zufrieden, ohne schläfrig zu werden. Irgendwie passt gerade beides - essen und fasten. Und in der ausgewogenen Kombination steigert es meine Energie und meinen Genuss.

Danke dir, Natti, für diesen Thread - er bietet mir die passenden Rahmenbedingungen für genau jetzt und auch noch die entsprechend motivierende Gesellschaft! Bist du dann ab morgen auch wieder dabei? Zunächst wünsche ich dir aber ein genussvolles Fastenbrechen!

Aqui, Primavera? Lasst mal hören, wo ihr gerade steht!

herzliche Grüße...



--
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am 21.03.2021 um 12:55 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Regenwurm am 21.03.2021 um 12:58 Uhr ]

Liebe Lieben - falls irgendwo doch noch jemand liest...

Bin ein wenig traurig, dass so gar niemand hier mit mir in den Austausch gehen mag und habe gerade meine "Weisheiten" von vorgestern gelesen, musste sogar scrollen, weil ich wissen wollte, wer sowas Kluges verfasst hatte - das genau mein Befinden trifft!

Na gut, sollte nu nicht selbstgefällig klingen, aber ich wollte sagen, so schnell kann es einem wieder entgleiten.

Mein großes Thema ist, mich beim Essen nur auf die Nahrung zu konzentrieren und all die emotionalen Kau-Antriebe nicht nur zu erkennen, sondern anders zu befrieden. Nichts ist entgleist - war ja schon mal was - und zwei, drei Esstage nacheinander dürfen auch mal sein

Was mir heute leider durchgerutscht ist, ist das Wiegen. Vielleicht einfach nicht dran heute - das hängt daran, dass mir der Wochentag nicht präsent war. Wird dann morgen (wenn ich dran denke) nachgeholt. Morgen plane ich mal einen Nulltag ein, 3:1 wäre auch eine Möglichkeit, aber darf auch ohne Arithmetik sein.

Heute drängeln sich andere Themen vor als die allgegenwärtigen: meine Vierbeiner haben mich am Morgen von den Beinen geholt und ich mir dadurch eine sehr schmerzhafte Stauchung der Lendenwirbelsäule zugezogen (hat richtig hörbar laut gekracht im Gebälk). Nun kann ich nicht gehen, nicht liegen, nicht sitzen - nur mit Wärmflasche und Dehnübungen gegensteuern...

Liebe Grüße vom Jammerläppchen

--
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am 22.03.2021 um 09:18 Uhr
... hat natti geschrieben:
natti
natti
... ist OFFLINE

Beiträge: 521

Guten Morgen und eine gute Woche an alle!

Jetzt werde ich wieder hier im Threat den Aufbau "begleiten lassen" und hoffe, dass es mich in 3-4 Monaten noch gut trägt.

Der Aufbau ist soweit etwas atypisch, aber gut gestartet (s. noch der alte Threat); die Vorsätze weitgehend durchgehalten/umgesetzt.

@Regenwurm: Wow, fünf Kinder, das ist enorm Dass man da schon mal auf der Strecke bleiben kann, glaube ich gerne, erst recht wenn es an Unterstützung fehlt. Da hatte ich immer großes Glück, weil mein Mann sehr stolz auf seine dynamische und erfolgreiche Frau war/ist und mich das natürlich getragen hat, weil es darum nie Auseinandersetzungen gab. Um Kindererziehung dagegen schon...
Mich hat oftmals bewahrt, dass ich schon ein naturgegebenes "alpha-Tierchen" bin, dh immer gerne handele/entscheide/organisiere. Das ist gepaart mit einem ausgeprägten Kontrollbedürfnis und hat mich zwar auch oft an Grenzen geführt. Aber diese dann auch meist einhalten lassen. Zudem kann ich gut abschalten und habe schon früh durch diverse Coachings etc. erkannt, dass man sich seine eigenen Grenzen setzen muss. Das hat aber natürlich auch gedauert, aber es war auch genügend Lebenszeit da und soweit alles rechtzeitig. Bspw. habe ich erst seit ein paar Jahren ganz deutlich für mich erkannt und auch akzeptiert, dass ich bei aller Extrovertiertheit auf der einen Seite auf der anderen Seite viel Zeit für mich benötige, so dass ich mich bpsw. auf Dienstreisen gezielt abends zurückziehe (auch wenn das "typisch Frau" ist, weil die Männer noch beim Bier die Deals durchziehen), und auch im Urlaub mit Familie gezielt Rückzugsräume einzubauen versuche. Das ist mir schwer gefallen, weil es meinem Ideal natürlich nicht entsprach. Aber nachdem ich das einmal erkannt habe, fällt es mir recht leicht, das für mich durchzuziehen. Und glücklicherweise gilt weiterhin, wie ein Mitarbeiter neulich so schön sagte: "Sie haben Energie für drei und sind so schnell. Mankommt nie hinterher, was Sie nebenbei noch alles geregelt haben, während ich mich auf meine Aufgabe konzentriert habe". Das ist schon sehr ungleich verteilt, wie ich immer wieder feststelle.

Deshalb, liebe Christiane, pass' auf Dich auf. Das Heilfasten ist ja - jedenfalls für mich mich am Stück - auch ein Anlass zur Selbst-Reduktion. Wie sehr, merke ich immer erst danach - währenddessen habe ich oft das Gefühl, nicht sonderlich spirituell damit umzugehen. Und doch passiert da etwas über Verzicht und Disziplin...
Nahrung als Ersatz etc. ist in gewisser Weise ja eine unserer Zivilisationserscheinungen des Überangebots. Corona mit der notwendigen Vorratshaltung macht es nicht gerade einfacher, bestimmte Verlockungen gar nicht erst ins Haus zu holen oder nur gezielt. Ich glaube ja stark an die Kraft von Routinen (weil sie einem ersparen, den Kampf mit dem inneren Schweinehund immer wieder aufs Neue führen zu müssen ). Und so, wie Du vor zwei, drei Jahren einen guten Umgang gefunden hattest, kannst Du es auch dieses Mal wieder angehen.

Es geht ja auch darum, eine gute Mischung aus "widerborstig" (ich würde sagen: eigen) und Sozialität zu finden: Das Miteinander ist so wertvoll für die Selbstbestimmung, aber es kann nur funktionieren, wenn der Kern der Selbstbestimmung existiert und seinen Platz bekommt. Dann kann man auch mal um des lieben Frieden willens nachgeben, einfach mal drauflosreden/essen/leben - aber sich immer wieder zurückholen.

Tut mir leid, dass mein Wochenende so "still" war - ich hoffe, es ist trotzdem, auch aus der Macht Deiner eigenen Worte heraus, noch vorwärts gegangen!

Eine gute Woche (was nicht heissen soll, dass ich nicht schreibe/lese)
Eure
Natti


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am 22.03.2021 um 11:50 Uhr
... hat Aqui geschrieben:
Aqui
Aqui
... ist OFFLINE

Beiträge: 2097

Hallo ihr Lieben,

natürlich bin ich auch noch hier und im Intervallen. Ich beobachte gerade was so das Intervallen mit meinem Gewicht so macht und mit meiner Psyche. Hab z.b. gestern trotz Nulltag einen kleinen Salat gegessen. Ich befinde mich gerade in dem Kontrollmodus. Ja Natti, auch ich habe immer sehr gerne organisiert, beobachtet, hatte alles immer gut im Griff mit den Kindern, Berufstätigkeit, Haus, Hobbys und Tiere, blicke gerne zurück und klopfe mir nachträglich auf die Schulter, aber das bin ich nicht mehr und ich möchte die neue Aqui akzeptieren.

Die für sich alleine sorgt, bzw. für ihre Fellnasen, die die Kinder flügge gemacht hat, die leider nicht mehr den Elan hat, den sie mal hatte, aber immer noch viel Wert auf ein gutes Befinden legt.
Christiane, gute Besserung und hoffentlich ist es nichts Ernstes.
Ich werde gerne in dem Thread weiter schreiben und lesen aber auch im Intervallen, mitlesen natürlich auch noch bei anderen.
Natti mir fehlen noch gut 2 kg zu meiner magischen Grenze und ich versuche dann durch intervallen mich gaaaaannnzzz langsam nach unten zu bewegen, vielleicht noch mal eine Woche fasten reinzuschieben. Aber nicht mehr an die 65 kg Grenze zu kommen. Das ist erst mal mein Ziel vom Äußeren her, an den anderen arbeite ich auch.
LG eure Aqui


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am 22.03.2021 um 12:48 Uhr
... hat Regenwurm geschrieben:
Regenwurm
Regenwurm
... ist OFFLINE

Beiträge: 2345

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Regenwurm am 22.03.2021 um 13:02 Uhr ]

Liebe Aqui und Natti,

schön, da ist ja jemand zum Andocken! Aqui, immer hübsch langsam, kam ja auch nicht in einer Woche auf die Rippen - solange die Richtung stimmt, ist doch alles ok! Wir kommen ja durch Fasten stetig ein wenig mehr zu unserem Wohlfühlgewicht. Jetzt beginnt ja auch die wärmere Jahreszeit mit mehr Bewegung...

Natti, wow, du hast ja gut was geleistet - und weißt deinen Partner fest an deiner Seite bzw. in deinem Rücken. Ein schönes Gefühl! Auch die Wertschätzung deiner Mitarbeiter - aufrichtig und neidlos, so kam es bei mir an! Scheint alles rund zu laufen bei dir!

Ja, Rückzug ist die Basis, brauche auch ich sehr, um zur Ruhe zu kommen nach manchmal sehr turbulentem Berufsalltag. Ansonsten wurschtel ich am Liebsten alleine (private Projekte) oder im Team (auf der Arbeit) Mein GöGa genießt es aber gerade sehr, dass ich mal seine Hilfe brauche holt mir die Wärmflasche, bringt mir ´nen Caro...

Es sind nur 3 lebendige Kinder draus geworden, Natti, die haben mich aber auch gut auf Trab gehalten. War nebenberuflich erst selbstständig und dann Vollzeit-Angestellte und alleinerziehend mit den drei Jungs - Langeweile hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie. Je älter ich werde, desto mehr muss ich aber meine Grenzen nachjustieren - es geht nicht mehr so wie früher, die Energie fließt nicht mehr so nach und verzeiht auch keine Totalentladung der Batterie mehr. Auch nicht nur negativ: ich setze meine Energien bewusster ein (leide und genieße auch bewusster und reflektierter). Und ich musste wirklich älter werden, um mich selbst wichtig genug zu nehmen. Wie in der Klinik, wo im Eingangsbereich ein raumhoher Spiegel steht mit der Gravur: "Hier sehen Sie den wichtigstens Menschen ihres Lebens!"

Deine Liste passt auch auf mich, anfangs werde ich womöglich auch noch etwas häufiger fasten als nur einen Tag pro Woche, ich taste mich an mein Gleichgewicht zwischen fasten und essen ran. Dein Punkt 5 mit dem nach 2/3 aufhören und überlegen, ob ich das wirklich noch essen möchte, ist für mich aber nicht hilfreich. Da gibt es erbitterten Widerstand gegen das nicht-mehr-aufessen, denn es schmeckt doch sooo gut! Das war schon immer meine Bürde: mir schmeckt das meiste wirklich sehr sehr gut, was ich so koche! Und auch, dass der zweite Löffel voll doch genauso schmeckt wie der erste, und ich dann nur den ersten lange im Mund behalten muss, geht alles nur sehr begrenzt - mein innerer Kindergarten ist da sowas von in Aufruhr! Das Märchen, dass wir nach 20 Minuten satt sind - alles erstunken und erlogen, weil ich ja eh kein Hungergefühl habe.

Heute habe ich ein Stück Suppenfleisch mit viel Gemüse aufgesetzt, das durfte nun zwei Stunden vor sich hinsimmern, nun ist es gut. Von der Brühe werde auch ich nachher noch essen.

Euch wünsche ich einen guten Wochenstart in Essen oder Fasten oder Aufbauen - was gerade dran ist.

--
Das Leben muss vorwärts gelebt werden, wird aber erst rückwärts verstanden...
(Kirkegaard)


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am 22.03.2021 um 19:31 Uhr
... hat Omabea geschrieben:
Omabea
Omabea
... ist OFFLINE

Beiträge: 129
Gewichtskurve:
Gewichtsverlauf

Hallo ihr drei,
ich bin auch noch da. Ich bin dieses Wochenende etwas in den Seilen gehangen, lese aber ständig mit.
Das Basenfasten habe ich inzwischen schon etwas aufgeweicht. Heute gab es Spagetti mit Tomatensoße und Salat und gestern Abend habe ich mir eine Pizza bestellt, weil ich keine Lust hatte mir etwas zu kochen.
Trotzdem möchte ich das noch als eine Ausnahme sehen, damit mein Gewicht nicht gleich wieder in die Höhe schnellt.
Am Freitag fahre ich zu meiner Tochter nach Osnabrück und kann dann endlich, nach 5 Monaten, mal wieder meine Enkel geniesen.😍 Und mein Sohn kommt auch von Berlin rüber.
Leider habe ich momentan keine Zeit mehr zu schreiben, freue mich aber immer über eure Beiträge.

Ich wünsche euch eine gute Nacht, vielleicht habe ich morgen ein bisschen mehr Zeit.
Bea



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