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Kermesbeere

botanisch: Phytolacca americana
Botanische Synonyme:Phytolacca decandra

Die Heimat der Kermesbeere liegt in Nordamerika. Vereinzelt findet man sie auch in europäischen Weinbaugebieten.

In der Volksheilkunde wurden die Wurzeln der Kermesbeere gegen Rheuma eingesetzt.

Da der therapeutische Erfolg dieser Droge jedoch sehr stark von der Dosierung abhängig ist und bei falscher Anwendung zu Vergiftungserscheinungen mit Todesfall führen kann, findet die Kermesbeere heute kaum noch Anwendung als Heilpflanze.

Früher wurde ein Extrakt der Beeren zum Dunkelfärben von Rotwein verwendet. Da es aber auch hier gelegentlich wegen einer zu hohen Dosis der Kermesbeeren zu Vergiftungserscheinungen kam, ist das Verwenden diese natürlichen Färbemittelts im Wein heute in Deutschland verboten.

Alle Teile der Kermesbeere sind giftig! Besonders die Wurzeln und die Samen der Kermesbeere enthalten extrem viel Gift. Bei Kleinkindern kann es schon nach dem Verzehr weniger Beeren zu schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen kommen, die sich durch Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Krämpfe bemerkbar machen. Eine zu starke Dosis dieser Droge kann auch zum Tod führen. Kermesbeere-Präparate sollten daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt in eingenommen werden.

In Amerika, der Heimat der Kermesbeere werden die jungen Blätter der Kermesbeere wie Spinat zubereitet und die jungen Schößlinge schmecken ähnlich wie Spargel. Bei entsprechender Zubereitung verliert die Kermesbeere folglich offensichtlich ihre Giftstoffe.

Andere volkstümliche Namen für Kermesbeere
Amerikanische Kermesbeere · Pokeweed [englisch]



Kermesbeere hilft bei folgenden Krankheiten & Beschwerden
» Fieber » Rheuma » Schleimhautentzündung

Kermesbeere enthält folgende Inhaltsstoffe
» Lectine - Lektine
» Natürliche Farbstoffe:Phytolaccanin
» Triterpensaponine:Phytolaccatoxin

Blüte:von Juli bis Oktober

Kermesbeere-Tipps für den Gärtner

Die Kermesbeere ist ein ausdauerndes Staudengewächs, das bis zu 3 Metern hoch werden kann. Die Blüten der Kermesbeere sind zunächst weiß und werden dann später purpurfarben. Die Früchte wachsen in Stauden, ähnlich wie Trauben. Diese sind dunkelpurpurn bis schwarz.




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Tonia Tünnissen-Hendricks
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