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Agave


botanisch: Agave americana
Agaven-Samen Agave americana
Agaven-Samen
Agave americana


Ursprünglich stammt die Agave aus Mexiko. Heute findet man sie auch im Süden der USA sowie in fast allen mediterranen Regionen der Welt.

Wohl keine andere Pflanze wird von den Indianern Mexikos vielfältiger verwendet als die Agave.

Aus den Blattfasern der Agave werden Hängematten, Seile, Netze und eine Art Papier hergestellt. Der Saft des Blütenschafts wird zu einem bitteren, milchigen, acht bis zehnprozentigen alkoholischen Getränk vergoren, das geschmacklich an Weizenbier erinnert. Es ist reich an Vitaminen und Mineralien und wurde bereits im vorkolumbianischen Amerika medizinisch gegen Rückenschmerzen, Augenleiden und allgemeine Schwäche eingesetzt. Die Azteken nennen dieses Getränk meoktli.

Auch die beiden alkoholischen Getränke Tequila und Mescal werden aus einer Agavenart gewonnen (Agave tequilana).

Andere volkstümliche Namen für Agave
Amerikanische Agave · Hundertjährige Aloe

Die Azteken nennen die Agave mejoistli (zu deutsch: die das Herz hat)

Century Plant, Agave [englisch]




Linktipps:
» Agave
für den Gärtner
» Agave
aus kulinarischer Sicht

Die Blätter der Agave - der Länge nach geteilt - werden bei Verwundungen, Verbrennungen und Pilzerkrankungen der Haut auf die betroffenen Körperstellen gelegt. Ausgekochter Agavensaft hingegen heilt Schürfwunden und Hautrisse, in Stücke geschnittene, gesalzene Blattrinden lindern Gelenkschmerzen. Selbst die harten Agavenspitzen fanden bei den aztekischen Ärzten ihre Verwendung. Sie dienten als Akupunkturnadeln.

Der aus dem Herzen der Agavenpflanzen gewonnene Saft, der Agavendicksaft (Agavensirup), hat eine hohe natürliche Süßkraft und bietet sich daher hervorragend als Alternative zum Süßen in der Küche an. Mit seinem fein-aromatischen Geschmack eignet sich Agaven-Sirup prima zum Abschmecken von warmen und kalten Getränken, Gebäck, Müsli, Joghurt, Quark, Creme, Obstsalat, etc. ...

ACHTUNG ... beim Verzehr:
Agavensaft wirkt stark abführend und sollte daher nicht während der Schwangerschaft getrunken werden!

Im September 2005 gab Jorge Ortega, der Leiter einer Forschungsgruppe an der mexikanischen Universität von Guadalajara, bekannt, dass die Studien seines 20-köpfigen Teams ergeben hätten, dass Wirkstoffe der blauen Agave ein Heilmittel gegen Fettleibigkeit sein könnten. Außerdem scheinen die Inhaltsstoffe der Agave auch Verdauung und Immunsystem zu stärken. Zurückzuführen seien diese positiven Effekte auf das in der Agave enthaltene Inulin (Agaven-Zucker). Ortega und seine Kollegen versuchen nun im nächsten Schritt herauszufinden, welche exakten Mengen nötig sind, um die gewünschte Wirkung beim Menschen zu erzielen.

Weitere Forschungen im Jahre 2010, die am Nationalen Polytechnischen Institut in Mexiko (CINVESTAV) unter der Leitung von Dr. Guadalupe López Pérez durchgeführt wurden, ergaben, dass der Verzehr von Produkten, die aus der Agave gewonnen werden, nicht nur gegen Übergewicht helfen können, sondern darüberhinaus den Kalziumspiegel im Körper positiv erhöhen und somit auch vorbeugend gegen Osteoporose eingesetzt werden können.

Agave besitzt folgende therapeutische Eigenschaften
» berauschend (halluzinativ)
» potenzsteigernd, erotisierend (aphrodisierend)
Agave hilft bei folgenden Krankheiten & Beschwerden
» Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit, Schlappheit, Schwäche
» Brandwunden, Verbrennungen
» Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen
» Hautkrankheiten
» Knochenschwund
» Rheuma
» Rückenschmerzen
» Schürfwunden
» Übergewicht, Fettleibigkeit, Fettsucht
» Zahnschmerzen

Blüte:von Juli bis August

Agave-Tipps für den Gärtner

Eine Agave kann bis zu 3 Meter hoch werden und ein Alter von ca. 20 Jahren erreichen. Kurz vor dem Absterben bildet die Agave einen mehrere Meter hohen Blütenstand aus.

Agaven bevorzugen einen trockenen Untergrund und können enorme Wassermengen speichern. Vertiefte Poren in den fleischigen und stacheligen Blättern verhindern ein Ausdörren der Pflanze in der heißen Wüstenlandschaft.



Tonias Wunschliste

Tonias Wunschliste

Quellen und Weiterführende Literatur
» Der neue KOSMOS Heilpflanzenführer
» Das grosse Lexikon der Heilpflanzen
» Medizin der Mutter Erde
» Aphrodisiaka aus der Natur
» Das neue Handbuch der Heilpflanzen



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