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Forenthema: Heilfasten im November

» Forum: Fastentagebücher und Fastengruppen

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am 21.11.2018 um 21:32 Uhr
... hat Lynx geschrieben:
Lynx
Lynx
... ist OFFLINE

Beiträge: 116

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Lynx am 21.11.2018 um 21:33 Uhr ]

Hallo Sabine,
die Zeit vergeht rasend schnell. Ich kann kaum glauben dass es jetzt schon über 2 Wochen sind. Bei den ersten Fastenzeiten die kaum über eine Woche dauerten, hab ich alles viel genauer genommen. Mittlerweile hat sich eine größere Gelassenheit eingestellt die auch das Verzeihen kleinerer Schwächen erlaubt und auch das Durchhalten fällt viel leichter.

Die Erkältung ist etwas besser geworden der Husten hält sich aber noch hartnäckig und sorgt noch für heftige Schmerzen im Brustkorb beim Husten. Wenigstens zeigt sich unser Großer solidarisch und hustet mit. Vielleicht die Strafe fürs Pizza bringen

Seit gestern versuche ich mich langsam aus dem Fasten herauszuziehen.
Die letzten Male war der Wechsel vom Fasten- in den Normalmodus ziemlich abrupt und nicht unbedingt sinnvoll und kontrolliert. Also versuche ich diesmal sehr sehr langsam umzustellen. Konkret hieß das, dass ich gestern ein Ei in die Suppe gerührt habe und heute kamen einige Nudeln in die Suppe. Irgendwie bin ich noch etwas hin- und hergerissen ob wirklich aufhören soll. Bis zum Wochenende wollte ich diesen "Schwebezustand" beibehalten. Zum Glück liegen keine wichtigen Termine an, so dass ich mir alles offenhalten kann. Schön wäre halt wenn die Waage unter der 70 bleiben würde. Anfang Dezember bin ich dann sicher ganz ausgestiegen, weil wir dann über unseren Hochzeitstag nach Südtirol fahren
Dort zu fasten - undenkbar für mich....
Trotz schwacher Motivation komme ich gerade so auf meine 6000 Schritte pro Tag.

Insgesamt können die meisten Faster hier im Forum wirklich stolz auf sich sein, dem Essen für eine gewisse Zeit zu entsagen weil die "Droge" Essen wirklich so präsent ist.

Liebe Grüße
Thomas

--
Es geschieht oft, daß ein universaler Glaube, ein Glaube, von dem niemand frei war oder von dem sich niemand ohne eine außerordentliche Anstrengung von Vorstellungskraft oder Mut befreien konnte, in einem späteren Zeitalter so greifbar zur Absurdität wird, daß die einzige Schwierigkeit darin besteht, zu verstehen, wie eine solche Idee jemals glaubwürdig erscheinen konnte.
John Stuart Mill (1806 - 1873)


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am 22.11.2018 um 20:23 Uhr
... hat Sabine 67 geschrieben:
Sabine 67
Sabine 67
... ist OFFLINE

Beiträge: 16

Hallo Thomas,
Du hast Recht, die Zeit rast.
Am Anfang der Woche schien sie mir noch sooo lange, aber jetzt ist schon Donnerstag und schwups, fast schon Woche 3 vorbei.

Mir geht es ähnlich wie Dir, die Ernährung beim Fasten geht schon fast automatisch, da man eh nicht so eine große Auswahl hat. Das läuft bei mir auch hervorragend während des Arbeitens. Ich finde auch, daß die Wiederaufnahme wesentlich mehr Aufmerksamkeit erfordert und wirklich sehr behutsam angegangen werden muss. Dafür werde ich mir auch, wenn es soweit ist zumindest halbe Tage frei nehmen müssen, sonst wird es schwierig. Aber es sollte alles doch überwiegend entspannt über die Bühne gehen, ich finde auch sehr gut, daß Du Dir keinen Stress machst und auch bei kleinen Abweichungen vom ursprünglichen Plan entspannt bleibst. Super! Das ist sicher für Deine Seele ein größerer Gewinn, als alles furchtbar eng zu sehen um dann bei der ersten Kleinigkeit abzubrechen.

Das ist auch der große hilfreiche Aspekt an diesen Info-Seiten hier, man kann sich ganz viel Wissen über das Fasten aneignen und kann dann im ganz eigenen Rahmen sein Ding machen.

Freut mich, daß die Erkältung etwas besser ist. Jetzt drücke ich die Daumen, daß sich bei Dir und Deinem Sohn auch der Husten wieder schnell davon macht. Wenn er schon so nett ist und Pizza mitbringt, sollte er nicht auch noch mit Erkältung gestraft werden

Ja, gerade im Dezember sind wirklich an jeder Ecke Verlockungen und wir haben schon einige Verabredungen mit Freunden auf diversen Weihnachtsmärkten. Ich mache mir schon einige Tage Gedanken, was von diesem Angebot für mich z.Zt. dann noch in Frage kommt. Vielleicht gönne ich mir einfach einen Kinderpunsch und biete großzügig an, daß ich fahre Dann haben alle was davon.

Mir geht es rundum gut, obwohl ich immer wieder richtig Hunger habe, der dann aber mit einer heißen Brühe wunderbar behandelt werden kann. Sonst bin ich sehr Energie geladen und auch in der Arbeit sehr konzentriert und belastbarer, als ich das gedacht hätte. Nur morgens braucht mein Kreislauf ein bißchen länger, als sonst, um richtig in Fahrt zu kommen. Aber sonst alles ok. Das ist wirklich erstaunlich, wie der Körper mit fast nix so gut zurecht kommt.

Am Wochenende ist wieder für wenig "Leerlauf" gesorgt, am Samstag ist ausgiebig Sauna geplant und am Sonntag sind wir zu einer Schlossführung mit anschl. Kaffee trinken (für mich dann Tee)und Kuchen (für mich keinen Kuchen) verabredet. Unsere Tochter kommt auch am Wochenende vorbei und möchte sicher gerne ihren Adventskalender abholen , seit sie zum Studieren so halb ausgezogen ist, bekommen wir aber auch einen von ihr, Süßigkeiten allerdings nur an den geraden Tagen für meinen Mann, ich habe um nette Sprüchlein gebeten. Süßes muß ich gerade zu Beginn dann wieder sehr behutsam dosieren.

Dann wünsche ich dir Geduld und ein glückliches Händchen beim Schwebezustand, daß Du gut ohne Bauchschmerzen in den normalen Essmodus rüber kommst.
Ich schaue zu, daß ich gut in Woche 4 ankomme.

Viele Grüße
Sabine





--
Gelassenheit bewahrt vor schweren Fehlern!


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am 25.11.2018 um 18:13 Uhr
... hat Liora geschrieben:
Liora
Liora
... ist OFFLINE

Beiträge: 948

Hallo Sabine.

Ich habe dir/euch mitgelesen und ihr habe beide wirklich sehr schön, ausführlich und interessant geschrieben. Mit Guten Ratschlägen um durchzuhalten und mit produktiven Gedanken, Aktivitäten.
Zu einer anderen Zeit, hätte ich gerne mit dir gefastet, bin aber durch für dieses jahr.

Wollte mich erkundigen, ob du noch weitergemacht hast und wie es dir geht? Finde das immer schade (auch wenn es verständlich ist, wenn andere fertig sind), wenn einer "allein zurückbleibt".

Liebste grüße, Liora

--
~ Jeder Zauber hat seinen Preis ~


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am 26.11.2018 um 13:22 Uhr
... hat Sabine 67 geschrieben:
Sabine 67
Sabine 67
... ist OFFLINE

Beiträge: 16

Hallo Liora,

es ist total nett, daß Du Dich nach mir erkundigst! Ja, das ist schade, wenn sich so nach und nach die Gruppe auflöst, aber damit war ja schon von Anfang an zu rechnen, da ich eh deutlich länger fasten wollte, als der Rest, die sich zu Beginn eingefunden hatten.
Ich nehme an, daß Thomas einen guten und behutsamen Start in die Essenphase gefunden hat. Es war bisher auf jeden Fall sehr schön, sich auszutauschen.

Also jetzt für Dich und für alle stillen Leser ein kleiner Statusbericht von mir:
Freitag ging alles gut, ich war voller Energie, habe nach der Arbeit gesaugt, geräumt, hatte morgens vor der Arbeit schon 5km auf dem Rudergerät absolviert und war sehr guter Dinge. Am Abend hatte ich wieder einen ganz wunderbaren Termin zur Fußreflexzonenmassage. Das kann ich nur wärmstens weiter empfehlen!! Das tut mir unglaublich gut.
Für Samstag war eigentlich Sauna geplant, aber irgendwann müssen auch so Sachen wie Terrasse abräumen, Garten winterfit machen, div. Dinge zur Deponie fahren etc. gemacht werden, so daß wir diesen Samstag auf die Sauna verzichtet haben. Am Vormittag habe ich auch wirklich viel geschafft bekommen, Energie war durchaus vorhanden, ähnlich wie am Freitag.

Aber dann..... um die Mittagszeit nach dem Tomatensaft (heiß als Suppe genossen) bin ich richtig zusammenfallen. Ich saß im Sessel vor dem Ofen und konnte mich zu fast gar nichts mehr aufraffen. Mein Mann ist wirklich eine gute Unterstützung, aber er fastet gerade nicht mit mir und muss eben hin und wieder etwas essen. Er hat sich Würstchen gebraten und der Duft und der Anblick dieser Würstchen hat mich fast aus der Fassung und um meine guten Vorsätze gebracht.
Ich bin irgendwie immer wieder in der Küche an dem Teller vorbei geschlichen und ich habe die Würstchen regelrecht angeschmachtet, daran gerochen, mir vorgestellt, wie sie schmecken.....Abgehalten hat mich glaube ich nur die Angst, daß ich furchtbar Bauchschmerzen bekomme, wenn ich mich jetzt gehen lasse.

Der Rest des Samstags war dann nur noch ein Rumgehänge, zum Sport konnte ich mich gar nicht mehr aufraffen, obwohl das geplant war. Also, das war dann wohl eine richtige Fastenkrise. Bei Rüdiger Dahlke (Das große Buch vom Fasten) habe ich gelesen, daß solche Krisen, wenn sie auftauchen, dann meist am 7., am 14. und am oder um den 21. Tag auftreten, danach dann eigentlich nicht mehr. Das hat mich getröstet, denn ich war ja schon am Ende meiner 3. Woche, so daß dies vielleicht nur eine letzte große Hürde war und nur eine besonders harte Nuss, die geknackt werden wollte.

Am Sonntag morgen ging es mir wesentlich besser und ich war unglaublich froh, daß ich durchgehalten habe. Sonntags haben wir eine Schlossbesichtigung mit Freunden unternommen und waren anschließend in einer wunderbaren Schokolaterie mit Gebäck und Pralinen vom Feinsten, das konnte ich dann wieder locker links liegen lassen und habe mich über meinen leckeren Tee gefreut.

Vor einiger Zeit hatte ich mal auf diesen Seiten gelesen, man solle immer erst 3 Tage abwarten bevor man aufhört, falls eine Krise kommt. Den Ratschlag hatte ich auch im Hinterkopf und hab mir ständig gesagt: es geht vorbei, da will ich jetzt durch. Und siehe da, es hat geklappt. Ich hoffe, ich kann damit vielen Mut machen, nicht beim ersten Hänger das Handtuch zu werfen. Es lohnt sich, vor allem für einem selbst.

Also heute auf in Woche 4. Montags ist immer Wiegen dran und seit heute bin ich in Gewichtsregionen, da war ich seit 25 Jahren nicht mehr. Es fühlt sich super an und ich bin nach wie vor sehr motiviert, die 6 Wochen voll zu machen.

Heute morgen war ich wieder sehr früh wach, so daß es mit dem Rudergerät vor der Arbeit gut geklappt hat. Dann ist auch mein Kreislauf nicht so wackelig und die Sicherheit, diesen Punkt schon erledigt zu haben entspannt ungemein.

Da jetzt die Weihnachtsmarkt-Zeit losgeht habe ich mir einen Minztee mit Karamellaroma gegönnt, der mich heute morgen in den Tag begleitet hat. Klar, Aroma ist nicht so toll, aber das erlaube ich mir jetzt, um schon mal ganz langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen. Die Brühe löffle ich auch nicht jeden Tag, wenn ich am Wochenende welche koche, reicht das für 4 Portionen, ich mag stattdessen auch sehr gerne Tomatensaft oder Gemüsesaft. Das mache ich mir warm, ein paar Hefeflocken drauf und schon hat man ein feines Süppchen. Nur Brühe würde mir auf die Dauer dann doch zu eintönig. Da man Tomatensaft/Gemüsesaft nur mit Meersalz findet nehme ich auch hier die Salzgabe in Kauf, aber wenn ich das jeden 2. oder 3. Tag zu mir nehmen und ja auch beim Sport und in der Sauna schwitze, stellt das für mich kein Problem dar. Es ist auf jeden Fall noch weit entfernt von allem, was man sonst als übliche Suppe bzgl. Salzgehalt isst.

Anfang des Jahres habe ich hier schlechte Erfahrungen gemacht, ich dachte, da wir im Hotel waren, könnte ich abends vom Buffet die klare Brühe nehmen. Das Resultat war, daß ich am nächsten Tag völlig aufgedunsen ausgesehen habe und über Nacht fast 2 Liter Wasser brauchte, weil ich dachte, ich trockne aus. Daher keine "normale Brühe" mehr für mich während der Fastenzeit.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es weiter geht und berichte.
Euch allen einen schönen Fastentag!

Viele Grüße
Sabine

--
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am 30.11.2018 um 16:13 Uhr
... hat Lynx geschrieben:
Lynx
Lynx
... ist OFFLINE

Beiträge: 116

Hallo Sabine,
es wird Zeit, dass ich mich nochmals melde.
Die Erkältung hat mich die letzten Tage ziemlich in Beschlag genommen.
Außer arbeiten gehen war nicht viel mehr drin.

Jetzt geht es wieder besser und das Wochenende naht ja auch.
In der Tat hat der Wiedereinstieg beim Essen dieses Mal recht gut funktioniert.
Über mehrere Tage hinweg hab ich recht wenig gegessen. Fleisch gab es in dieser Zeit keines. Vielleicht war da ja auch die Erkältung hilfreich.
Die Waage bleibt aktuell unter 70Kg. Ein recht schöner Erfolg.

Diese Woche habe ich noch mein Blut untersuchen lassen. Ein Leberwert war erhöht, das könnte laut meinem Arzt vom Fasten kommen. Dass die Schilddrüse Unterstützung braucht hab ich fast erwartet. In 2 Monaten kommt die nächste Analyse dann sind die Werte besser einzuschätzen. Zum Glück ist der PSA Wert wieder im absoluten Normwert. Im Gegensatz zu meinem Hausarzt bin ich der Meinung dass Fasten da hilft. Wir haben unterschiedliche Meinungen, diskutieren das aber nicht weiter.

Sabine, du müsstest jetzt ja schon am Ende der vierten Woche sein. Geht es von Kreislauf her noch gut ?
Ich musste so ab 2 oder 3 Wochen immer etwas Buttermilch oder ähnliches nehmen, dass der Kreislauf nicht allzu sehr durchhängt.

Liebe Grüße
Thomas


--
Es geschieht oft, daß ein universaler Glaube, ein Glaube, von dem niemand frei war oder von dem sich niemand ohne eine außerordentliche Anstrengung von Vorstellungskraft oder Mut befreien konnte, in einem späteren Zeitalter so greifbar zur Absurdität wird, daß die einzige Schwierigkeit darin besteht, zu verstehen, wie eine solche Idee jemals glaubwürdig erscheinen konnte.
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am 05.12.2018 um 11:53 Uhr
... hat Sabine 67 geschrieben:
Sabine 67
Sabine 67
... ist OFFLINE

Beiträge: 16

Hallo Thomas, hallo liebe stille Leser,

jetzt hat es bis zu meiner Antwort auch bei mir etwas länger gedauert, aber im Zuge des Fastens habe ich versucht, das auch auf meine digitalen Gewohnheiten auszuweiten, so daß ich z.B. am Wochenende versuche, den Rechner nicht zu nutzen. Dann bin ich, wie wahrscheinlich jeder andere auch in der Arbeit im Endspurt auf Weihnachten hin, so daß ich nicht nur keine Zeit, sondern auch wenig Muße hatte zu schreiben.

Jetzt aber: Ich bin noch immer dabei und zur Zeit Mitte meiner Woche 5 beim Fasten. Ich hatte gehofft, daß die Krise am Ende der Woche 3 die letzte wäre (wie gelesen) aber ich muß sagen, seit Mitte Woche 4 bis jetzt geht es immer schleppender. Wie Du schon angedeutet hast, Thomas, schwächelt mein Kreislauf immer öfter, vor allem morgens. Da versuche ich mit Bürstenmassagen, Wechselduschen und kleinen Sporteinheit auf dem Rudergerät direkt nach dem Aufstehen entgegen zu wirken. Das klappt mal mehr, mal weniger gut und mitunter brauche ich schon den halben Vormittag, bis ich halbwegs in die Gänge komme.

Eine weitere Feststellung ist, daß ich wirklich sehr verfroren bin, bei jeder Gelegenheit mache ich den Holzofen an und ohne meine Bettflasche gehe ich gar nicht mehr ins Bett (meist nebst Fleecejacke über dem Schlafanzug). Das sehr dunkle, regnerische Wetter hat sicher auch Auswirkungen, denn meine Gesamtstimmung hing doch etwas durch, wo ich doch sonst ein eher positiver Mensch bin. Ein echter Lichtblick ist wie immer der Saunabesuch am Samstagvormittag.

Es scheint insgesamt so, daß mir alles zäher und mühsamer vorkommt, als in den ersten 3 Wochen. Ich stelle mir vor, daß ich wohl an einem Punkt angekommen bin, wo es gilt, wirklich alte, seit 25 Jahren festgewachsene Hürden zu überwinden. Das zeigt sich auch bei meinem Gewicht, so wenig, wie im Moment habe ich eben seit 25 Jahren nicht mehr gewogen. Also kämpfe ich mich auf einem Weg vorwärts, auf dem seit vielen Jahren keiner mehr gegangen ist, voller Gestrüpp, durch das ich mich eben jetzt durchkämpfen muss bzw. möchte. Ich muss sagen, daß ich jeden morgen, wenn ich wieder so einen etwas mühsamen Tag hinter mich gebracht habe, froh bin, daß ich durch bin und mich, auch bei schwachem Kreislauf, wirklich sehr gut und erleichtert fühle. Für mich ist auch der etwas schwerere Weg ein sehr lohnender.

Zum Thema Abführen bin ich schon seit Woche 2 nur noch 1 x pro Woche mit Sauerkrautsaft unterwegs, unter der Woche nutze ich das Klistier, das auch Tonia auf ihrer Seite empfiehlt. Damit ist das Thema morgens in sehr überschaubarer Zeit erledigt und ich brauche gar nicht mehr dran zu denken. Pflaumensaft ist zwar echt angenehm, aber bei mir kommt die Wirkung so unzuverlässig und mit großem Zeitverzug, daß mich das Thema viel zu sehr beschäftigt und am Ende genervt hat. Also, Klistier kann ich, wenn man sich mal überwunden hat sehr empfehlen.

Ja, Blutuntersuchung habe ich mir auch vorgenommen. Am kommenden Montag, also Beginn Fastenwoche 6 habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Bisher stieß mein Vorhaben bei den Ärzten dort auf sehr positive Resonanz, aber ich glaube nicht, daß in der Praxis tatsächlich medizinische Fastenerfahrung vorliegt. Ich werde mir aber auch Blut nehmen lassen, rein schon aus Interesse, was da jetzt genau passiert ist. Außerdem habe ich eben seit Woche 4 den Eindruck, daß ich doch so ein paar Befindlichkeiten habe, bei denen es nicht schlecht ist, wenn da mal ein Mediziner drüber schaut. Denn, wie gesagt, Kreislaufprobleme und solche Durchhänger kenne ich so normalerweise nicht und möchte ich zumindest checken lassen. Im besten Falle ist alles ok und es handelt sich wirklich nur um die harte Nuss der Jahrzehnte, die geknackt werden will oder man rät mir, das Fasten abzubrechen, dann ziehe ich das Fastenbrechen ein paar Tage vor. Wäre auch ok.

Geplant ist bisher, daß ich am 14. Dezember Fasten breche, das ist dann Ende Woche 6. Das Gewicht hatte sich am Anfang ja recht schnell reduziert, 1. Woche 4,6 KG, zweite Woche 3,2 KG, aber jetzt geht es so in 1,5 KG Schritten pro Woche doch etwas langsamer. Das spricht aber wiederum für meine Theorie, dass der Körper ganz besonders am ganz alten Speck festhält Ich denke, gerade darum lohnt es sich, wirklich die 6 Wochen voll zu machen, um mal endlich die Altlasten los zu werden.

Natürlich macht es die allgegenwärtige Lecker-Plätzchen-Festschmaus-Weihnachtszeit nicht gerade einfacher, auch wenn ich dem versuche wo es geht aus dem Weg zu gehen, aber über meine zukünftige Ernährung mache ich mir schon Gedanken, denn ich möchte noch mehr Wert auf gute, vollwertige und vorerst mal vegetarische Gerichte legen. Ich bin sonst durchaus ein Freund eines leckeren Fleischgerichts, aber bis das soweit ist, werde ich mir sehr viel Zeit nehmen. Außerdem habe ich beim Brühe kochen einen ungeheuren Respekt und Achtung für das Gemüse gewonnen. Ich bin so dankbar und voller Bewunderung, daß eine klare Brühe aus den schönen Gemüsen mich so lange schon bis hierher mit allen Spurenelementen und wichtigen Dingen versorgt hat. Unglaublich, was Karotte und Co. zu bieten haben. Auch mein Wegwerf-Verhalten hat sich schon nachhaltig verändert.

Da ich wirklich sehr gerne koche, habe ich mir zwischendurch öfter die Zeit damit vertrieben, Kosmetik (Creme, Lotion, Lippenpflege etc.) selbst zu zubereiten. Das hat mir viel Spaß gemacht, waren auch immer nette Geschenke und meine doch recht trockene Haut hat gut davon profitiert. Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, daß man Kakaobutter mit Haselnussöl nicht nur zu einer leckeren Lippenpflege verarbeiten kann, sondern daß es massig tolle Rezepte gibt für selbst gemachte Schokolade (mit Alternativen zu Zucker)und sehr schöne Ideen generell für selbstgemachte Süßigkeiten. Darauf freue ich mich jetzt schon riesig, einiges aus zu probieren und nachhaltig meinen/unseren Zuckerkonsum doch sehr zu reduzieren. Das Kochen und werkeln in der Küche fehlt mir doch schon sehr. Das Creme-rühren war eine nette, kleine Alternative, aber auf neue, interessante und gesunde Rezepte freue ich mich sehr.

Neben diversen Museums-, Konzert- und Opernbesuchen, die Futter für die Seele waren geht es am Sonntag das erste Mal auf einen Weihnachtsmarkt. Ich werde mich an Kinderpunsch halten und vorerst mit den wunderbaren Gerüchen Vorlieb nehmen. Und mein Blick ist inzwischen so fokussiert, daß ich sicher die schönen Dinge als ganz besonders schön wahrnehme.

So komme ich dann sicher auch gut und genussvoll über den Weihnachtsmarkt.

Soviel zum Stand der Dinge bei mir. Ich berichte Euch auf jeden Fall vom meinem Arztbesuch nächste Woche und wünsche Euch allen bis dahin eine schöne Adventszeit.

Herzliche Grüße
Sabine

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am 06.12.2018 um 12:30 Uhr
... hat Sabine 67 geschrieben:
Sabine 67
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Beiträge: 16

Hallo alle zusammen,

zum gestrigen, ausführlichen Zustandsbericht heute nur ein kleiner Nachtrag:
meine Kreislaufprobleme und die starken Kopfschmerzen haben sich verflüchtigt und es geht mir super gut!

Ich möchte alle ermuntern, bei größeren und kleineren Fastenkrisen am Ball zu bleiben, es lohnt sich und das Wohlgefühl, wenn man durch diese Phasen durch ist, ist einfach unbeschreiblich.

Bei mir zählt sozusagen schon der Countdown, morgen in 1 Woche möchte ich Fasten brechen. So sehr ich mich nach diesen 5 bzw. 6 Wochen nach einer "normalen" Mahlzeit sehne, so bedauere ich jetzt schon ein bißchen, daß es dann nächste Woche vorbei sein soll.

Aber diverse Pölsterchen sind ja immer noch da, so daß ich mich schon mit dem Gedanken beschäftige, nächstes Jahr so ab Mitte März wieder zu fasten. Dann allerdings keine 6 Wochen mehr, das hat sich schon sehr in die Länge gezogen, 3 oder 4 Wochen tun's dann auch.

Ganz viel Mut macht mir auf jeden Fall die Erkenntnis, daß ich das trotz Arbeit, mit z.T. anspruchsvollen Projekten gut hinbekomme und mein Geist immer hellwach und sehr leistungsfähig war. Ich glaube, das geht den meisten Fastern so.

Ich hoffe, die letzten paar Tage bleibt mir diese gute Stimmung erhalten. Ich berichte Euch vom Endspurt.

Viele Grüße und allen noch einen schönen Nikolaustag.
Sabine

PS: ich habe heute morgen in meinem Stiefel eine sehr exklusive Teemischung gefunden! Ein Lob auf verständnisvolle und einfühlsame Ehemänner ......und -frauen natürlich, bei so viel Unterstützung fällt das Fasten schon ein bißchen leichter.


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am 10.12.2018 um 13:51 Uhr
... hat Sabine 67 geschrieben:
Sabine 67
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Beiträge: 16

Hallo zusammen,

somit wäre ich also beim ersten Tag der 6. Fastenwoche. Diese Woche Freitag gibt es einen Apfel und ich freue mich schon wie Bolle drauf!!

Heute Morgen gab es einen kurzen Check beim Hausarzt. Letzte Woche bzw. am Ende der 4./Anfang 5. Fastenwoche ging es mir ja gar nicht so gut, ich hatte Kreislaufprobleme (kenne ich in diesem Ausmaß gar nicht an mir), hatte 1,5 Tage lang heftige Kopfschmerzen und fühlte mich total saft- und kraftlos. Da dachte ich, es sei klüger, mal zur Sicherheit einen Termin beim Arzt zu machen. Ich habe meinem eigenen Körpergefühl nicht mehr so ganz über den Weg getraut und wollte auf Nummer Sicher gehen.

Heute geht es mir ja aber auch wieder gut, super Blutdruckwerte und sonst gab es auch beim Arzt gar nichts zu beanstanden. Allerdings muss ich festhalten, daß man, auch wenn das eine recht große und auch der Alternativ-Medizin durchaus zugewandte Praxis ist, man dort zwar die Idee vom Heilfasten sehr begrüßt, aber die Fachkenntnis und Expertenwissen darüber eher nicht zu finden sind.

Aber mir geht es ja gut, insoweit stellt das jetzt kein Problem dar. Allerdings würde ich jedem, der länger fasten möchte raten, sich vorher nach einem Arzt umzuschauen, der auf diesem Gebiet schon ein bißchen Erfahrung hat und einem zur Not wirklich spontan unterstützen kann. Ich konnte mich jetzt alleine aus den Fastenkrisen ziehen, aber das klappt ja nicht immer so problemlos.

Erfreulicherweise gab es in der letzten Woche, wo doch mein Gewichtsverlust immer weniger wurde nochmal einen richtigen Rutsch nach unten. Innerhalb der letzten Woche waren das ganze 3 Kilo, die ich heute am Montag, meinem "Wiegetag" weniger hatte. Auch das war Bestätigung für meine Theorie, daß die Krisen ein Zeichen dafür waren, daß eine größere Altlast überwunden und abtransportiert werden wollte, das war wohl der Grund für die etwas holprigen Tage.

Wie gesagt, es lohnt sich am Ball zu bleiben. Auch wenn die Zeit für mich jetzt schon recht lange wird. Ohne den schönen Samstag in der Sauna und die Fußreflexzonenmassage ginge das sicher noch schwieriger von Statten.
Aber so konnte ich am Sonntag sogar ganz entspannt meinen ersten Weihnachtsmarktbesuch dieses Jahr verbringen und siehe da, schon bin ich in der 6. Woche angekommen.

Ich lese schon viel in Vollwert-Kochbüchern bzw. auf Neudeutsch Clean Eating und Veggie-Heften, um mich gleich auf gute Ideen zu bringen. Aber wichtigster Leitfaden für die Aufbautage ist das kleine Büchlein von Hr. Dr. Lützner: Richtig essen nach dem Fasten*. Daran halte ich mich, nur mit kleinen Abwandlungen aus persönlichen Geschmacksgründen und werde das auch sicher 2 - 3 Wochen sehr beherzigen, denn 6 Wochen Fasten sind eine ganze Ecke und da will der Wiedereinstieg ganz behutsam über die Bühne gebracht werden. Aber dann nach und nach möchte ich ja meine Ernährung noch mehr als zuvor in Richtung Vollwertküche lenken. Dafür sind die Kochbücher jetzt schon eine tolle Inspiration. Ich freue mich jedenfalls riesig auf's wieder kochen und essen.

Also, bis hier her erst mal. Ich melde mich nochmal diese Woche und berichte.
Lasst es Euch gut gehen.
Noch zwei schöne, sehr passende Sprüche aus dem Adventskalender, den mir meine Tochter selbst gemacht hat:
- Schwierige Straßen führen oft zu wunderschönen Zielen!
und
- Liebe dich selbst genug, um all das loszulassen, was Deine Seele nicht nährt!

In diesem Sinne
viele Grüße
Sabine



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Tonia Tünnissen-Hendricks
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