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Mariendistel


botanisch: Silybum marianum
Botanische Synonyme:Carduus marianus
Mariendistel-Samen (Silybum marianum)
Mariendistel-Samen (Silybum marianum)

Die Mariendistel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist heute aber fast in ganz Europa verbreitet. Du findest sie wild wachsend an Wegrändern oder auf Ödland, aber auch als Zierpflanze im Garten. Die Mariendistel liebt sonnige Plätzchen und vermehrt sich ganz von selbst.

Die Mariendistel ist eine der schönsten und größten Disteln. Du kannst sie sehr leicht an ihren großen, grünweiß marmorierten Blättern erkennen, die rundherum mit kleinen Dornen versehen sind. Die Stängel der Mariendistel sind leicht behaart. Obendrauf sitzt jeweils ein einzelnes Blütenkörbchen, das sich purpurrot färbt und kugelförmig ist. Aus dem befruchteten Blütenstand entwickeln sich dann später hartschalige Früchte mit einem seidigen Pappus (Haarkrone aus weißlichen Borsten), der bald abgeworfen wird. Wenn der Pappus abgeworfen ist, kannst du die Köpfchen mit dem schwarzen Samen ernten. Die Samen legst du dann an einem geschützten Platz, wo sie gründlich trocknen können, damit du sie später für therapeutische Zwecke nutzen kannst.

Der Legende nach sind die weißen Adern auf den Blättern der Mariendistel durch die Milch der Jungfrau Maria entstanden, die an den Blättern herunter gelaufen ist. Bei uns trägt die Pflanze daher den Namen Mariendistel. Doch auch der englische Name spielt auf die besagte Milch an ... dort heißt die Mariendistel nämlich "Milk thistle" (Milchdistel).

Außerdem ist die Mariendistel im Zusammenhang mit der Milch-Interpretation ein hervorragendes Beispiel für die durch Paracelsus gegründete mittelalterliche Signaturenlehre, welche besagt, dass das äußere Erscheinungsbild einer Pflanze darauf hinweist, welche Leiden mit ihrer Hilfe geheilt werden können. Die Mariendistel wird nämlich traditionell erfolgreich zur Anregung des Milchflusses bei stillenden Müttern eingesetzt.

Hebammen-Tipp:
Mariendistel fördert den Milchfluss bei stillenden Müttern. Besonders geeignet sind hier die frischen Blätter der Mariendistel. Du kannst sie zubereiten und essen wie Spinat oder aber zu einem Tee verarbeiten, der auch noch obendrein die Verdauung anregt.

Andere volkstümliche Namen für Mariendistel
Christi Krone · Fieberdistel · Frauendistel · Heilandsdistel · Marienkörner · Stechkörner




Die Blütenköpfchen der Mariendistel kann man (bevor sich die Blüten öffnen) zubereiten und essen wie Artischocken oder Spinat. Sie regen die Leber und die Verdauung an. Besonders nach den langen Wintermonaten, in denen es früher kein frisches Gemüse zu essen gab, waren diese gekochten Blütenköpfchen ein wertvolles Frühjahrstonikum. Die Samen der Mariendistel schmecken allerdings etwas ölig und bitter.

Die Mariendistel stillt Blutungen
lässt Kälteschwellungen verschwinden,
bringt Erleichterung bei Zahnweh ...
und man glaubt, dass sie Schlangen vertreibe.
(John Gerard - 1597)

Besonderen Ruhm erlangte die Mariendistel jedoch bereits vor vielen Jahrhunderten als DAS Leber-Heilmittel schlechthin. Die bemerkenswerten Fähigkeiten der Mariendistel, die Leber vor Alkohol-Schäden, Verfettung oder anderen Vergiftungen zu schützen oder die geschädigte Leber zu regenerieren, konnten inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen werden. Hauptverantwortlich für diese Leberschutzwirkung ist das Flavonol Silymarin in der Mariendistel. Selbst schwerwiegende Leberschäden, z.B. verursacht durch Tetrachlorkohlenstoffe oder durch Knollenblätterpilze, können vermieden werden, wenn vorbeugend oder bis 48 Stunden nach der Vergiftung Silymarin eingenommen wird.

Mariendistelfrüchte-Tee wird als pflanzlicher Arzneitee auch gegen Magen- und Darmprobleme empfohlen, z.B. bei Verdauungsbeschwerden oder speziell auch bei funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems.

ACHTUNG ... beim Verzehr:
Zubereitungen der Mariendistel müssen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um in den Genuss ihrer Wirkungskraft zu kommen. Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten sind selbst bei einer längeren Einnahmezeit nicht bekannt.

Mariendistel besitzt folgende therapeutische Eigenschaften
» blähungstreibend, entblähend, windtreibend (karminativ)
» entgiftend
» entzündungshemmend (antiphlogistisch)
» fiebersenkend (antipyretisch)
» galletreibend, gallentreibend
» harntreibend, entwässernd, nierenanregend (diuretisch)
» krampflösend (antispadmodisch, spasmolytisch)
» leberstärkend
» stärkend, kräftigend, vitalisierend (tonisierend)
» verdauungsfördernd
Mariendistel hilft bei folgenden Krankheiten & Beschwerden
» Beingeschwüre - Offene Beine
» Cholesterinspiegel-Erhöhung
» Depressionen, Melancholie, Verstimmungen, Schwermut
» Gallenblasenentzündung
» Gelbsucht
» Ischias-Schmerzen
» Kater
» Krampfadern
» Leber-Erkrankung mit Zerstörung der Leberzellen
» Leberbeschwerden, Leberleiden
» Leberentzündung
» Muskelkater, Muskelschmerzen
» Muttermilch-Mangel, Schwache Muttermilchbildung
» Regelschmerzen, Menstruationsbeschwerden
» Rheuma
» Verstopfung

Mariendistel-Rezepte für Gesundheit und Wohlbefinden

Mariendistelsamen (gemahlen)
Mariendistelsamen (gemahlen)

Zu Therapiezwecken lassen sich die Samen der Mariendistel, die Blüten als auch die Blätter verwenden. Die stärkste Wirkung haben jedoch die Samen!

Zubereitung von Mariendistel-Tee:
» 1 Teelöffel Mariendistel-Samen
» 1 Tasse kochendes Wasser (ca. 150 ml)
» 10 Minuten ziehen lassen
» durch ein Teesieb schütten

1 Tasse täglich trinken

Zubereitung einer Mariendistel-Tinktur:
» 200 Gramm Mariendistel-Samen
» 1 Liter Alkohol (ideal ist 35-40%iger Wodka)
» Mariendistel-Samen in ein Glas einfüllen
» Glas verschließen und 1-2 Minuten schütteln
» Darauf achten, dass die Samen vollständig mit Alkohol bedeckt sind
» 10-14 Tage kühl und dunkel stellen
» Das Glas alle 1-2 Tage schütteln
» Kräuter-Mischung durch eine Saft- oder Weinpresse gießen
» Preßrückstände wegwerfen
» Tinktur in eine dunkle Glasflasche füllen
» gut zuschrauben oder verkorken
» Beschriftung nicht vergessen ;-) ...
» die Tinktur hält sich kühl gelagert ca. 2 Jahre ...

20-50 Tropfen Tinktur - idealerweise in Kombination mit einer Tasse Pfefferminztee
bei akuten Leber- und Gallenbeschwerden oder um die Verdauung anzuregen.

Zur Vorbeugung von Gallensteinen oder Lebererkrankungen kannst du bis zu 5 ml der Tinktur täglich mit Wasser einnehmen.

Pulversisierter Mariendistel-Samen:
» eignet sich zum Bestreuen offener Beine
» gegen Kater oder zur Kater-Vorbeugung 1-2 x 200 mg in einer Kapsel einnehmen



Mariendistel enthält folgende Inhaltsstoffe
» Ätherische Öle
» Amine:Histamin, Tyramin
» Bitterstoffe
» Flavonolignane:Silibinin - Silybin, Silicristin, Silidianin, Silymarin
» Harze
» Polyine

Hildegard von Bingen zur Pflanze Mariendistel:

Die Mariendistel hat Kälte in sich und ist sehr nützlich. Wenn aber jemand durch Stechen in seinem Herzen oder an einer anderen Stelle oder in einem seiner Glieder Schmerzen hat, nehme er Mariendistel und etwas weniger echten Salben (Salbei) und mache sie in etwas Wasser zu Saft, und sogleich zu der Zeit, wenn er vom Stechen geplagt wird, trinke er so, und es wird ihm besser gehen.



Blüte:von Juli bis August
Ernte:von Juli bis August

Tonias Wunschliste

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Produktempfehlungen

Mariendistelfrüchte Tee von Abtswinder


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Mariendistelfrüchte Tee ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das speziell bei Verdauungsproblemen und Lebererkrankungen als therapeutisches Mittel zum Einsatz kommt. Die Wirkstoffe der Mariendistel helfen bei der Fettverdauung und unterstützen nicht nur die Leber, sondern auch die Galle bei ihrer Arbeit.



Quellen und Weiterführende Literatur
» Das grosse Lexikon der Heilpflanzen
» Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten
» Der neue KOSMOS Heilpflanzenführer
» Kräuter
» Praxishandbuch Heilpflanzen
» Vitamine, Mineralien und Co.
» Knaurs Buch der Selbstmedikation
» Kleines Heilkräuter-Lexikon
» Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter



6 Kommentare zu diesem Artikel


Hallo Libelle :-)

ich habe mich in meiner kleinen Rezept-Sammlung nur auf die Zubereitung der Samen konzentriert, da diese eine stärkere therapeutische Wirkung haben als die Früchte.

Die Mariendistelfrüchte solltest du tatsächlich besser vor dem Aufbrühen "zerbröseln", dann werden ein paar mehr Wirkstoffe frei gesetzt als wenn du sie ganz lassen würdest. Je nachdem wie trocken die Früchte sind, reicht es unter Umständen aber auch schon, wenn du sie mit den Fingern klein reibst. Wenn du aber ohnehin einen Mörser zu Hause hast, kannst du natürlich auch den dazu benutzen.

liebe Grüße
Tonia :-)

geschrieben von Tonia am 28.12.2014 um 09:05 Uhr


Frage zum Mariendistelfrüchtetee: irgendwo habe ich gelesen, dass diese vorm Überbrühen erst im Mörser zerstoßen werden sollen. Hier und bei den meisten anderen Beschreibungen (inkl. Apotheke) steht davon nix. Gibt es dazu Infos?
Merci und Gruß von der Libelle

geschrieben von Libelle am 25.12.2014 um 22:13 Uhr


Hallo Mike :-)

der Liter Wodka soll schon komplett in den "Mix" *nick*nick*

Bevor du die Flasche allerdings zum "Ruhen" stellst, solltest du darauf achten, dass halt wirklich alle Samen unter dem Alkohol verschwunden sind und keine "Reste" oben am Rand kleben, weil diese dort sonst vor sich hinschimmeln könnten.

Aber du hast völlig Recht, das geht aus meiner Auflistung nicht so richtig hervor ... ich habe diese daher gerade ein wenig umgebaut. Vielen lieben DANK also für deine Frage und viel Spaß beim "Brauen" und vor allen Dingen viel Erfolg mit der Tinktur.

liebe Grüße
Tonia :-)

geschrieben von Tonia am 09.06.2014 um 20:13 Uhr


Soll denn der ganze Vodka auf die Samen, oder nur bis sie bedeckt sind? Geht aus dem Text nicht klar hervor.

Danke und Grüße,
Mike

geschrieben von Mike am 09.06.2014 um 09:11 Uhr


Hallo Saalenixe :-)

*hahhhh*haaaahhh* ... was hab' ich denn DA für'n Tippfehler in das Rezept hineingebracht *hihi* ... die Kapsel wollt' ich sehen ...

An der Stelle sollte es natürlich mg heißen und nicht Gramm ...

Vielen lieben DANK für deinen Hinweis! Wer weiß, ob und wann mir dieser Tippfehler irgendwann mal selber aufgefallen wäre ...

LG - Tonia :-)

geschrieben von Tonia am 29.07.2013 um 19:18 Uhr


zum Rezept aus gemahlenen Samen: 1-2 mal 200 Gramm in einer Kapsel? das wäre ja soviel wie eine Butterbrottüte reinpasst. Sind da eventuell zwei Nullen zuviel?

Grüßle von der Saalenixe

geschrieben von Saalenixe am 29.07.2013 um 17:07 Uhr




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